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Enteropneusta, Schlundatmer

  • Karl Heider

Zusammenfassung

Die Sippe der Eichelwürmer (Balanoglossen), derzeit schon in eine Reihe von Familien und Gattungen aufgeteilt, deren anatomische Erforschung an die Namen Kovalewsky und Spengel geknüpft ist, umfaßt wurmähnliche bilateralsymmetrische Formen (Fig. 99), welche in der Gezeitenzone in selbstgegrabenen, mit Schleim austapezierten Röhren im Sande leben. Es sind typische Coelomtiere, im Vorhandensein eines Hautmuskelschlauches sowie dorsaler und ventraler Mesenterien und längsverlaufender Blutgefäßstämme an die Anneliden erinnernd. Nicht eigentlich segmental gegliedert, aber durch die in regelmäßiger Aufeinanderfolge wiederkehrenden Kiemenspalten (Fig. 99 Br), Gonadensäckchen und Leberausstülpungen (L) des Darmkanals gleichsam einen ersten Versuch zu metamerer Gliederung des Körpers andeutend, zerfällt ihr Körper in drei Regionen von sehr verschiedener Längenerstreckung, welche als Eichel (E), Kragen (K) und Rumpf (R in Fig. 104) bezeichnet werden. Der vorderste Körperabschnitt, die Eichel, gewissermaßen ein wurmartig schwellbarer mit verengtem Halse dem Körper eingefügter Kopflappen, enthält in seinem Inneren ein unpaares mit linksseitigem Porus (Eichelporus Fig. 100, 104 ep) sich öffnendes Coelom (Fig. 100 ec). Die kurze, stark muskulöse Kragenregion birgt ein Paar von Coelomsäckchen (kc), welche sich in medianen Mesenterien berühren und durch Kragenporen (Fig. 104 kp) ausmünden.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1928

Authors and Affiliations

  • Karl Heider

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