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Über Deuterostomia im Allgemeinen

  • Karl Heider

Zusammenfassung

Unter dem Namen Deuterostomia wird — wie oben (S. 212) erörtert wurde — eine Reihe von verschiedenen Stämmen des Tierreiches vereinigt, deren gemeinsames Merkmal darin zu suchen ist, daß in ihrer Entwicklung keinerlei Beziehungen des Blastoporus zum definitiven Munde zu erkennen sind. Der Urmund geht hier regelmäßig in den definitiven After über oder weist der Lage nach Beziehungen zu dieser Körperöffnung auf, während der Mund an einer von der Lage des Urmundes entfernten Stelle gebildet wird (vgl. Fig. 117 und 118). Fügen wir hinzu, daß in dieser ganzen Gruppe kaum irgendwo Spuren von ektodermaler Mesenchymbildung (Entwicklung eines Ektomesoderms) zu beobachten sind und daß das Mesoderm meist durch Abfaltung vom Urdarm (Fig. 42 S. 217 und Fig. 118 D) in der Form paariger Coelomdivertikel gebildet wird (oder doch in einer auf diese Entstehungsweise zurückführbaren Form), so haben wir die Hauptpunkte der embryologischen Kennzeichnung dieser Gruppe gegeben. Ihre freischwimmenden Larvenformen (Fig. 103, 119) zeigen nur entferntere Anklänge an den Trochophoratypus.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1928

Authors and Affiliations

  • Karl Heider

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