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Zusammenfassung

Der Begriff der „Würmer“, der schwer zu umgrenzen und vom Standpunkte strengerer wissenschaftlicher Systematik kaum haltbar ist, mag hier nur als populärer Sammeltypus gelten. Seit den Zeiten Grubes, der im Jahre 1850 auf die Schwierigkeiten, diese Gruppe als systematische Einheit zu charakterisieren, hinwies und dem 1877 Lankester folgte, haben bis auf unsere Tage die Versuche nach natürlicherer Anordnung der Formen, nach Aufstellung besser begründeter Gruppen angedauert. Man mag auf die den Würmern zukommende und sie von den Coelenteraten trennende Bilateralität des Körperbaues, auf die meist mehr langgestreckte, nicht selten dorsoventral abgeflachte Körpergestalt, auf ihre kriechende Lebensweise aufmerksam machen und im Anschluß an letztere in dem Besitz eines sog. „Hautmuskelschlauches“ ein gemeinsames Merkmal der gesamten Gruppe statuieren, immer wird man es hier mit Charakteren zu tun haben, die zum Teil nicht allen hierherzuzählenden Formen zukommen, zum Teil auch anderen Formen, die wir mit gutem Grunde aus dem Verwandtschaftskreise der Vermes ausschließen, eigentümlich sind. So sei beispielsweise erwähnt, daß ein eigentlicher Hautmuskelschlauch den Rotatorien, die man mit Rücksicht auf ihre Beziehungen zur Annelidentrochophora den Würmern zurechnen muß, fehlt, während Balanoglossus, eine Form, die wir von den Würmern trennen und zu den Echinodermen in Beziehung bringen, durch Körpergestalt, Bewegungsform und durch den Besitz eines Hautmuskelschlauches sich den Würmern nähert.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1928

Authors and Affiliations

  • Karl Heider

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