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Zusammenfassung

Wenn wir den Kreis der Coelenteraten verlassend zur Betrachtung der höher entwickelten Metazoen fortschreiten, so stehen wir zunächst vor der Tatsache, daß die den Pflanzentieren meist zukommende monaxone bzw. radiärsymmetrische Gestaltungsweise einem bilateral-symmetrischen Bauplane Platz gemacht hat. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle können wir bei den höheren Metazoen an dem Gegensatze von Dorsal- und Ventralseite, an der gegen eine Medianebene spiegelbildlich orientierten Anordnungsweise der Organe den Bilateraltypus leicht erkennen. Abweichungen von dem letzteren können nach zwei Richtungen stattfinden: es kann durch ungleichmäßige Ausbildung der beiden Körperhälften eine asymmetrische Gestaltung hervorgehen, wie bei den meisten Schnecken, oder aber es kann, wie dies bei den Echinodermen (Seeigeln, Seesternen usw.) in Erscheinung tritt, der ursprünglich den Larvenformen zukommende Bilateraltypus sekundär durch eine scheinbare radiäre Symmetrie (meist fünfstrahlig entwickelt) ersetzt werden. Auch hier wahrscheinlich im Anschlüsse an festsitzende Lebensweise entstanden, muß diese Radiärsymmetrie der Echinodermen, welcher sich nicht sämtliche Organe des Körpers einfügen, als eine sekundäre Erwerbung betrachtet werden.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1928

Authors and Affiliations

  • Karl Heider

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