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Coelenterata. Pflanzentiere

  • Karl Heider

Zusammenfassung

Die niedersten Formen der Metazoen stehen ihrem Baue nach dem oben gekennzeichneten Gastrulastadium noch ziemlich nahe und lassen sich unschwer auf diese Grundform zurückführen. Immerhin begegnen wir schon hier einer verwirrenden Mannigfaltigkeit von Gestalten. Es handelt sich zum Teil um massige am Grunde des Meeres festgewachsene Gebilde, wie bei den Schwämmen, zum Teil um blumenähnliche Wesen, wie bei den Seeanemonen, um baumförmig verästelte Formen, anscheinend mit Blütenköpfchen, wie sie uns in der Gruppe der Korallen entgegentreten, oder um jene wundervollen Glasglocken des Meeres, die man als Quallen bezeichnet. So abweichend von allen anderen tierischen Gebilden erschienen den ersten Untersuchern diese merkwürdigen Wesen, daß sie sie als Zoophyten dem Pflanzenreiche zu nähern suchten. Linné, im Ausdrucke stets geistreich und von treffender Kürze, nennt sie: „Plantae vegetantes, floribus animatis.“ Bei näherer Betrachtung erweisen sie sich als echte Tiere, Darmwesen, welche ihre Beute mit Fangfäden erhaschen, mit dem Munde verschlingen und in ihrem Magen verdauen. Einigen dieser Formen kommen komplizierte Sinnesapparate und ein wohlentwickeltes Nervensystem zu.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1928

Authors and Affiliations

  • Karl Heider

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