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Zusammenfassung

Dies letzte Kapitel führt uns in jenes Grenzgebiet, in welchem die Wirbellosen und die Wirbeltiere ineinander übergehen. Der zwölfte Typus des Tierreichs (vgl. S. 185), die Chordatiere oder Chordata, erreicht im Stamme der Vertebraten oder Wirbeltiere die höchste Stufe tierischer Organisation. Er umfaßt aber auch eine Reihe niederstehender Formen, denen eine in Wirbel gegliederte Skelettsäule fehlt, deren Skelettachse nur durch einen (auch in den Embryonen der Wirbeltiere erscheinenden) elastischen Stab, die Rückensaite oder Chorda dorsalis repräsentiert ist — nach diesem Merkmal hat der ganze Typus seinen Namen. Zu diesen tieferstehenden Formen der Chordaten rechnen wir die Gruppe der Acrania oder Schädellosen (Hauptvertreter: Amphioxus) und die Gruppe der Manteltiere oder Tunicaten. Amphioxus kann seiner ganzen Organisation nach als ein Urwirbeltier betrachtet werden. Er soll daher aus unseren hier gegebenen Darlegungen ausscheiden. Dagegen würden die Tunicaten hier insoferne zu berücksichtigen sein, als in ihnen im Anschlüsse an die sedentäre Lebensweise die Grundzüge der Chordatenorganisation mehr und mehr verwischt werden und nur in ihrer Entwicklungsweise deutlicher zutage treten. Man könnte den eigenartigen Stamm der Tunicaten in modifizierter Anwendung eines geistvollen Ausspruches von Dohrn als einen verlornen Sohn der Wirbeltierreihe bezeichnen. Freilich hat es sein Mißliches, die Gruppe der Tunicaten aus dem Zusammenhang mit den übrigen Chordatieren herauszulösen und gesondert zur Darstellung zu bringen.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1928

Authors and Affiliations

  • Karl Heider

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