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Vom stehenden Stamm bis zur Arbeitsstelle

  • Josef Großmann
  • Franz Steininger

Zusammenfassung

Im allgemeinen ist zwischen den im Sommer und dem im Winter gefällten Holz an sich kein wesentlicher Unterschied. Dagegen hat die Fällungszeit auf die spätere Behandlung oft großen Einfluß. Und von dieser Behandlung hängt die Güte, besonders die Dauerhaftigkeit in hohem Grade ab. Im Sommer ist die Saftbewegung im Baum noch sehr lebhaft. Die neuen Bildungsstoffe haben sich auch noch nicht mit dem jungen Holz verbunden. Können sie nach dem Fällen nicht bald entfernt werden (Trochnung) so gehen sie leicht in Zersetzung über. Daher ist sommergefälltes Buchen- und Erlenholz, wenn es längere Zeit in der Rinde liegen bleibt, viel mehr dem „Ersticken“ und „Stockigwerden“ ausgesetzt als wintergefälltes Holz. Der Kiefernsplint läuft blau an, wenn das Holz längere Zeit feucht lagern muß. Fichte und Tanne, die nach dem Fällen längere Zeit liegen bleiben und dann geflößt werden — wie es bei der Sommerfällung im Gebirge häufig notwendig ist — werden rotstreifig. Die Gefahr ist besonders dann gegeben, wenn die Bloche auch in der Sägemühle noch eine Zeitlang liegen müssen, ehe sie aufgeschnitten werden können. Solches Holz verfällt dann später leicht der „Trockenfäule“.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1925

Authors and Affiliations

  • Josef Großmann
    • 1
  • Franz Steininger
    • 2
  1. 1.Lehrwerkstätten für HolzbearbeitungMünchenDeutschland
  2. 2.MunchenDeutschland

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