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Erhaltung der Art. Fruchtbarkeit. Polygamie und Monogamie. Ehe und Prostitution. Soziale Bedeutung der Geschlechtskrankheiten. Rolle der Inzucht. Vererbung körperlicher und geistiger Anlagen. Bestrebungen moderner Eugenik

  • H. Boruttau
Part of the Aus Natur und Geisteswelt book series (NAG)

Zusammenfassung

Jede Art lebender Wesen hat das Bestreben, sich zu erhalten gegen-über den Widerständen der Umwelt, wozu neben den physikalischen Faktoren vor allem das Bestreben anderer Arten gehört, auch sich zu erhalten. Da stets Einzelwesen zugrunde gehen, kann das Bestreben der Arterhaltung nur in Vermehrung der Einzelwesen bestehen. Diese Vermehrung erfolgt nun in geometrischer Progression, wobei der „Progressionsfaktor” verschieden groß sein kann. Bei den Bakterien, die sich durch Spaltung jedes Individuums direkt vermehren, ist der Faktor gleich 2, und bei der kolossalen Spaltungsgeschwindigkeit die Vermehrung auf geeignetem Nährboden schwindelerregend. Bei höheren Lebewesen mit geschlechtlicher Zeugung kann der Faktor eben-falls groß sein, so bei Pflanzen mit Dielen Blüten und Früchten. Bei höheren Tieren kann gleichfalls für eine schrankenlose Vermehrung gesorgt sein, wenn viele Geschlechtszellen gebildet und ihnen zur „Konjugation” Gelegenheit gegeben wird. Wir wissen aber alle, daß bei Tier und Pflanze im allgemeinen die Mehrzahl der Keim-zellen, insbesondere der männlichen (Spermatozoen, Pollenkörner), ihren Zweck nicht erreicht. Die Natur arbeitet sozusagen mit außerordentlicher Verschwendung offenbar angesichts der doch so außerordentlichen Widerstände.

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Referenzen

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    Siehe auch M. haushofer, Bevölterungslehre (ANuG Bd. 50).Google Scholar
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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1923

Authors and Affiliations

  • H. Boruttau

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