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Die Brutpflege der höheren Tiere. Die Rolle des weiblichen Geschlechts. Mutterinstinkte und mütterliche Seelenanlage des Weibes. Psychische Unterschiede der beiden Geschlechter. Frauenberufe, Frauenarbeit, Frauenstudium

  • H. Boruttau
Part of the Aus Natur und Geisteswelt book series (NAG)

Zusammenfassung

Wir werden bei der Besprechung dieser Dinge am zweckmäßigsten davon ausgehen, daß bei allen Tieren, bei denen Einrichtungen zur Brutpflege bestehen, diese ganz ober zum überwiegenden Teile dem weiblichen Geschlecht zukommen. Beim Vogel baut das Weibchen das Nest mit dem Material, das ihm das Männchen zuträgt, es brütet die Eier aus. Beim Säugetier wird der weitaus größte Teil der Ent-wicklung im Fruchthalter durchgemacht, der weiteren Brutpflege dient die Abnabelung und das Säugegeschäft. Es ist vor allem die Mutter, die mit ihren Jungen spielt, sie unterrichtet usw. Wie weit das Trieb-artige hier vervollkommnet ist und an die beim Menschen bewußt werdende Mutterliebe heranreicht, zeigen die Beobachtungen bei der Katze, beim Affen usw. Bei manchen Tieren steht das Männchen den Nachkommen eher feindlich gegenüber, und das Weibchen muß schützen, so bei den Kalkuttahennen, die, um die Jungen vor den häh-nen zu schützen, sich zu Scharen von 40 bis 60 Stück zusammentun, an deren Spitze eine Henne steht, welche die Verteidigung übernimmt. Auch bei Katzen und Meerschweinchen kann man beobachten, wie das Weibchen die Jungen gegen den eigenen Vater schützt.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1923

Authors and Affiliations

  • H. Boruttau

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