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Goethe pp 89-154 | Cite as

Egmont

  • Karl Credner
  • Georg Frick
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Zusammenfassung

Ein Armbrustschießen. Die Schützenfeste waren als Volksbelustigungen in den Niederlanden seit alters beliebt und berühmt, besonders im 15. bis 17. Fahrhundert, und sind noch heute in Belgien allgemein gebräuchlich, überall im Lande sieht man die Scheibenstände. Die runden Scheiben sind in konzentrische Ringe eingeteilt, die sich nach der Mitte der Scheibe zu immer mehr verengern, Die Aufgabe des Schützen ist, möglichst den Mittelpunkt der Scheibe zu treffen. Die Zahl der Ringe ist verschieden, dich sind in der Regel die inneren vier, der sogenannte „Spiegel“, schwarz gefärbt, um diesen Teil der Scheibe deutlicher hervortreten zu lassen. „Drei Ringe schwarz“ (Soest) heißt also: der dritte Ring des Spiegels; „vier Ringe“ (Buyck) wäre dann das Zentrum der Scheibe, also der beste mögliche Schuß. Der pritschmeister, der seinen Namen von seiner Pritsche, einem klatschenden Kolber von Holz oder Metall führte, hatte die Ordnung auf dem Scheibenstand aufrecht zu erhalten und die Zahl der getroffenen Ringe den Schützen durch ebensoviele Verbeugungen anzuzeigen („Pritschmeister, Reverenz“); zugleich war er der Lustigmacher der Gesellschaft, begleitete das Spiel mit allerhand lustigen Possen und hatte seine Polizeipflichten vor allem mit Witz und Humor zu erfüllen. Die Szene beginnt, als das Schießen selbst eben zu Ende geht (Königsschuß). Zahlreiche Zuschauer sind hinzuzudenken; das Ganze, eine reichbewegte äußere Handlung mit mannigfachen Gruppenbildern, erinnert bisweilen an Wallensteins Lager.

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Notes

Literatur

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Aufsätze und Abhandlungen

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1912

Authors and Affiliations

  • Karl Credner
    • 1
  • Georg Frick
  1. 1.Vereinigten Gymnasien Brandenburg a. H.Deutschland

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