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Hypnotisierbarkeit

  • E. Trömner
Chapter
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Part of the Aus Natur und Geisteswelt book series (NAG, volume 199)

Zusammenfassung

Wir haben gesehen, daß bei allen Hypnotisierungsmethoden die Suggestion, die Eingebung den Angelpunkt der Wirkung bildet, und diese Wirkung fällt je nach der Beschaffenheit des Hypnotiseurs und des Hypnotisierten verschieden aus. Der scharfe Gegenfatz zwischen der Pariser Schule Charcots und der in Nanch begründeten tritt auch in der Angabe über die Hypnotisierbarkeit scharf zutage. Charcots Meinung, daß nur nervöse, speziell hysterische Menschen zu hypnotisieren wären, weil Hypnose nur eine besondere Form von Hysterie, eine künstliche Hysterie sei, wurde durch die Resultate aller derjenigen widerlegt, welche mit den Methoden von Nancy arbeiteten. Während man früher eine gelungene Hypnose für eine Rarität hielt, für ein Kunststück, welches nur bei eigentümlich veranlagten, bei nervösen oder, gar beschräukten Menschen gelingen könnte, haben uns die vergangenen Jahrzehnte gelehrt, daß Hypnotisierbarkeit eine allgemein verbreitete menfchliche Eigenschaft ist. Denn Hypnotisieren heißt ja nichts andres als beeinflussen im Sinne des Einschlafens. Da nun jeder nicht geisteskranke Mensch einschlafen kann und in irgendeinem Grade seelisch beeinflußbar ist, so können auch — dies ist die Erfahrung geübter Hypnotiseure — fast alle Geistesgesunden Hypnotisiert werden.

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Notes

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1922

Authors and Affiliations

  • E. Trömner
    • 1
  1. 1.Nervenarzt in HamburgDeutschland

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