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Etymologien und Formen von Lehnwörtern

  • Otto Keller

Zusammenfassung

In der neuesten Abhandlung über Amaltheia in dem vortrefflichen mythologischen Lexikon von W. H. Rosther sehen wir den Verfasser allerlei Versuche machen, um eine halbwegs brauchbare Erklärung des Namens Amaltheia zu erzielen. „Der Name Amaltheia (vgl. Altheia), heifst es, stammt wahrscheinlich von αλϑω, αλϑαίνω [welcher Stamm sich dann nach rückwärts durch den Zusatz eines schwer begreiflichen αμ- verlängert haben müfste], pflegen, nähren; Hesychius erklärt αμαλϑεύει durch πληϑνει, πλoυτίζει, τϱέφει. Schömann opusc. acad. II 260 leitet das Wort ab von αμμα, Amme, Mutter, und αλϑω, und erklärt alma mater, nutricia.l) Schwenck, etymol.-mythol. Andeutungen S. 41 und Jacobi, Handwörterb. d. gr. und röm. Myth. denken an αμέλγω, andere an αμαλϑαϰoς (αμαλαϰιбτία, Diod. IV 35. παϱα τò μη μαλαδδεδϑαι, Suid.), Welcker, über eine kretische Kolonie in Theben S. 6 leitet es von αμαλη ϑεία ab, das er „göttliche Ziege“ übersetzt, weil αμααλη bei Homer II. XXII 310 Beiname der Lämmer ist (!). Lauer, System der griech. Myth. 190 möchte es zusammenbringen mit αμαλη = αμαλλα, Garbe; vgl. Sickler, de Amaltheae etymo et de cornutis deorum imaginibus.“ Was bei Sickler steht, weifs ich nicht; gewifs aber ist alles, was im Vorhergehenden zur Auswahl empfohlen wird, aus einfachen lautlichen Gründen nicht zu billigen.

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Literatur

  1. 1).
    Diesem stimmt E. Hoffmann, Kronos und Zeus S. 90 bei.Google Scholar
  2. 1).
    Meisterhans, Grammatik der attischen Inschriften S. 13 führt für Movvngos, Movvcxía, Movvtxtmv 66 Beispiele an vom fünften Jahrhundert vor Chr. bis zum dritten Jahrhundert nach Chr.; für y nur drei aus der Kaiserzeit, darunter eines aus dem vierten Jahrhundert nach Chr. Ich trage noch nach das Zeugnis des Papyrus von Aristoteles Staat der Athener c. 19 ed. Kenyon p. 49: rrv Movvvxíav.Google Scholar
  3. 2).
    S. weiter unten Nr. 64.Google Scholar
  4. 1).
    Diefs ist die richtige lateinische Schreibung des Namens, nicht Dyrrhachium, s. Georges, lat. Handwörterbuch u. d. W.Google Scholar
  5. 1).
    Vgl. E. Oberhummer, die Phönizier in Akarnanien, München 1882.Google Scholar
  6. 1).
    Dafs Dyrrachium (Epidamnos) und die Keraunier nicht weit von einander abliegen, zeigt Strabo VII 326: Trytg yâp’Eire&eavov xai rijg ilnollwvíag as`xpi raïv KFpavviwv vnseocxovóc Bvllíovig rs xat TavIaMW, u. S. w.Google Scholar
  7. 2).
    Wenigstens bedeutet es diefs nach der Ansicht unserer Lexikographen; die Etymologie weist jedoch mehr auf „hartbeerig“, da acinus Beere heifst, auch vom Hollunder und der Mispel. Georges: „Duracinus, a, um (durus), harte Haut habend, hartschalig, uva, Cato u. A.; cerasa oder cerasia Plin. u. Edict. Dioclet.; persica, die beste Art Pfirsiche, wahrscheinlich unsere Nektarine, Plin.” Composita mit durus sind in der alten Zeit ganz ungewöhnlich; blofs dem Grammatiker der Kaiserzeit Cloatins wird das wahrscheinlichst nach duracinus gemachte duricorius, von durus und corium, harthäutig, zugeschrieben, und die späteren Kirchenväter gebrauchen duricors, hartherzig.Google Scholar
  8. 1).
    Thiere des classischen Alterthums 191.Google Scholar
  9. 1).
    Orph. hymn. V. 29: OfPcsceóvsta,cpfesis yâe tisi xai Tccévra cpo-vsvetg. Hesych. u. d. W.: h pÉpovea xó âg7svog xovxécxi ‘ray ir,lovaov, Scâ rim xaenóv.Google Scholar
  10. 1).
    Kc e.sîlos verhält sich zu xaSt 1, og wie 1’611E1 zum älteren t ssv. Google Scholar
  11. 2).
    Dieser Mnaseas biefs eigentlich Manasse und war selbst Phöniker, somit gewifs ein guter Gewährsmann für das phönikische Mysterienwesen.Google Scholar
  12. 1).
    Engel ist ja zunächst Bote (âyyslog), Gottesbote.Google Scholar
  13. 2).
    Esra 2, 40. 3, 9. Nehemia 7, 43. 10, 9. 12, 8. 24.Google Scholar
  14. 3).
    Ph. Berger in den Mémoires de la Société de Linguistique VI (1886) 144: Il est même probable que la prononciation véritable du mot phénicien était Cadmil; car la comparaison des mots comme Enylos, B a e t y l o s, où entre le nom d’El, nous prouve que les Phéniciens prononçaient ce nom par un i long, suivant cette loi générale d’après laquelle ils mettaient un i là où les Hébreux faisaient entendre un e. Google Scholar
  15. 4).
    Schon Bochart, Geographia sacra I c. 12 p. 395f. hatte nahe an die richtige Etymologie gestreift.Google Scholar
  16. 1).
    „Terentius Apollodorum sequitur, aped quern legitur in insula Samothrace a certo tempore pueros initiator.“Google Scholar
  17. 1).
    D. h. als camilli konnten nur solche Knaben verwendet werden, deren Vater und Mutter noch am Leben waren.Google Scholar
  18. 1).
    „niga braucht meines Wissens zuerst Theophrast in der Pflanzengeschichte VIII 11, 5: in einem Orte Kappadokiens vâ îµavca xai v77v âbbriv ydgav xónvsu ae. Curtius 11113,5: Pecuniam regiam gazam Persae vocant. Servius zur Aeneis I119: Gaza Persicus sermo est et significat divitias, und zu II763: Gaza census Persarum lingua. Hesychius: Pcéganaea Ilipcac g(iaatAECov,;’; of lx may noLïcóv cpEpóµsvoc tpóeoc;7 vir vípea. Diefs viµca in Tapia:a zu andern schien mir unnötig. Eustathius zu Dionys. 910: foigav xalovat… of lltpoac rd Anipava.“ Google Scholar
  19. 1).
    S. Volksetymologie Kap. XXI.Google Scholar
  20. 2).
    S. Volksetymologie Kap. VIII.Google Scholar
  21. 1).
    S. Volksetymologie Kap. XX.Google Scholar
  22. 2).
    S. Volksetymologie Kap. XX.Google Scholar
  23. 3).
    Andere stellen es frischweg zu silex, mit dem es aber nur volksetymologisch zusammenhängen kann. Zehetmayr, leaic. etym. u. d. W. leitet es von sine und linquere ab. Google Scholar
  24. 4).
    Andere Stellen bei Saalfeld, Tensaurus Italograecns 1001 für squinantus und squinanthos. Google Scholar
  25. l).
    Ebensogut kann es aber auch blofse Erfindung sein: als die Semiten den Rebenwein erfanden, mögen sie auch ein willkürliches Wort, sozusagen ein Nomen proprium, einen Taufnamen dafür erfunden haben. Eine Menge solcher im Lauf der Zeiten erfundener Objekte, besonders auch Speisen, besitzen dunkle, willkürliche Namen, und der gleiche Vorgang wiederholt sich noch oft genug vor unsern Augen. Man vgl. besonders Kluges etymol. Wörterb. der deutschen Sprache unter den Wörtern Nudel,Plinze, Rum und vielen andern.Google Scholar
  26. 1).
    Z. B. Curtius.Google Scholar
  27. 1).
    Aus dem Ambrosianus verzeichnet Studemund für Rudens 527 balineator; dagegen balniator für Poenul. III 3, 90 (703), balineis Trinumm. 406.Google Scholar
  28. 2).
    F. Ritter, welcher, ich weifs nicht aus welchem Grunde, die Form balineuen im Singular für „barbarisch“ erklärt (Philologus XX 667), will dafür (ialavfiov lesen, a. a. O. S. 665.Google Scholar
  29. 1).
    Er sagt: „Balineum cum Cortio dedi e mss: Med. Bong. Heimst. Arnz., quia et alibi hac scriptura Noster utitur pro bolneum.“ Google Scholar
  30. 1).
    Ob die Erfindung dieser Form dem Horatius zugeschrieben werden darf, wie Ritter thut (Philol. X 662$:), ist zweifelhaft: das älteste überlieferte Beispiel ist nach dem Stande unserer Tradition eigentlich Pomponins v. 37 (Ribbeck) balnea. Google Scholar
  31. 2).
    Ebenso hat Petronius in der Cena Trimalchionis c. 41 balneus als absichtliche Vulgärform für balineum. Diets findet sich noch in der Übersetzung des Oribasius XV 27. XIX 32. Balineus steht in der obenerwähnten Inschrift bei Marini, acta fratr. Arv. p. 532.Google Scholar
  32. 1).
    Sehr zweifelhaft ist mir, dafs Celsus, Columella und der im allgemeinen Archaismen sich zuneigende Apuleius die Form mit i nicht mehr benützt haben sollen, vgl. die Stellensammlung bei Georges, lateinisches Wortformenlexikon u. d. W.Google Scholar
  33. 1).
    Dagegen fand sich das Neutrum balneola nach Nonius ausdrücklicher Angabe (p. 194, 13) in Ciceros Hortensius.Google Scholar
  34. 1).
    ) Bei Charisius S. 99 scheint mir eine Notiz über das Neutrum plurale ausgefallen zu sein.Google Scholar
  35. 1).
    Georges gibt die Quantität richtig an.Google Scholar
  36. 2).
    Döderlein, lateinische Synonyme VI 102 bringt dicis causa mit óozsîv und 866a zusammen und übersetzt „des Scheines halber“.Google Scholar
  37. 1).
    Die Phöniker besafsen eine Vorliebe für zwerghafte Götter, und Pygmalion soll ein Sohn des Belos oder Baal und Bruder der Dido gewesen sein.Google Scholar
  38. 1).
    Man vgl. z. B. Cicero Phil. Il 15, wo Ballio, der Name des Kupplers im Pseudolus, in appellativem Sinne = Spitzbube verwendet wird.Google Scholar
  39. 1).
    Weises angeführtes Buch und Saalfelds Tensaurus Italo-Graecus sind beide aus Veranlassung der gleichen Preisaufgabe entstanden.Google Scholar
  40. 1).
    S. Volksetymologie Kap. XXIII.Google Scholar
  41. 2).
    Für den Bedeutungsgang vgl. hebräisch sanna, Kreis - Jahr, persisch sal, Kreis = Jahr.Google Scholar
  42. 3).
    ) Nach Georges lat. Wortformenlexikon u. d. W. antenna soll allerdings antenna gleich gut beglaubigt sein wie antemna — was man aber im höchsten Grade bezweifeln darf.Google Scholar
  43. 1).
    Ich finde die gewöhnliche Schlufsfolgerung: das Ganze sind „vermischte Gedichte“, jedes einzelne Stück also ist „ein vermischtes Gedicht”, ganz ungerechtfertigt. Wem wird es einfallen, z. B. Göthes Gedicht Pro-Anthol. Lat. nr. 18011. = 1096M. hat die Hs. (der berühmte Salmasianus in Paris) idippum. Meyer hat diets ganz richtig in metheus in seinen „vermischten Gedichten“ selbst „ein vermischtes Gedicht”, resp. blofs „ein vermischtes“ zu nennen?Google Scholar
  44. 1).
    Mommsen in seiner röm. Geschichte.Google Scholar
  45. 2).
    Vgl. auch die sonst sehr fleifsige Zusammenstellung bei Anton Funck, Satur und seine Ableitungen. Kiel 1888. Nur gerade unsere früher im Philologus veröffentlichte Ausführung ist leider von ihm ignoriert worden. Für das Vorkommen der fraglichen Wörter gibt Funck die genauesten Belege. In verschiedenem Einzelnen gelangt er zu denselben Resultaten wie wir, in anderen Punkten glaube ich meine früher geäufserten Ansichten festhalten zu dürfen.Google Scholar
  46. 1).
    Diese Formen mit doppeltem o sind öfters fúr das SpätlateinGoogle Scholar
  47. 1).
    Vgl. âpyilog argilla, galavsìa balneae u. v. a.Google Scholar
  48. 1).
    Stokes ir. gloss. 248.Google Scholar
  49. 2).
    Némeckâ mys. Google Scholar
  50. 3).
  51. 1).
    Barbaricum] appellatur clamor exercitus, videlicet quod eo genere barbari utantur. Google Scholar
  52. 1).
    Diefs geht wohl für jeden aus der Schilderung einer Schlacht zwischen Römern und Gothen bei Ammianus XXXI 7, 11 hervor: Et Romani quidem vo t e undique Ma r t i a continentes, a minore solita ad maiorem protolli, quam gentilitate appellant barritum, vires validas erigebant. Barbari [idest Gothi] vero maiorum laudes clamoribus stridebant inconditis, interque varias sermonis dissoni strepitus leviora proelia temptabantur. Google Scholar
  53. 1).
    Vgl. Stoltz, lat. Lautlehre S. 179.Google Scholar
  54. 1).
    Man hat versucht, es mit gallus mit einer Wurzel gar, galtönen, mit xaliao, âvcoya und âyco zusammenzubringen. Über die Kombination von gallus und c yyéliw aufsert sich V. Hehn, Kulturpflanzen4 S. 492 folgendermafsen: „Das lateinische gallus, gallina stellen Pott und Leo Meyer mit dem griechischen ciyyi.co âyystog zusammen, welches dunkle Wort im Griechischen selbst nur als Rest einer verschollenen Wurzel erscheint. Dafs noch um das Jahr 500 v. Chr. in Italien aus einem dort sonst nicht erhörten Verbum der Art kurzweg das Wort gallus gebildet worden, ist schwer zu glauben.“Google Scholar
  55. 1).
    Den einst unter diesem Titel (Argei) in den Jahrbüchern für Philologie 1886, 845 ff. veröffentlichten Artikel habe ich hier mit veränderter Überschrift und allerlei Zusätzen wieder abdrucken lassen. Von den avßcexxoc und den g d(IfLO xoi war bei der Volksetymologie die Rede; hier sind die Ausdrücke in ihren realhistorischen Zusammenhang gestellt.Google Scholar
  56. 1).
    Auch der Turmbau des Strafsburger Münsters soll erst nach Leistung einer Art Menschenopfer gelungen sein (Liebrecht a. a. O. S. 293).Google Scholar
  57. 2).
    Umgekehrt suchen sich die muhammedanischen Arnauten Christenkinder aus, um sie lebendig einzumauern: das wurde noch im Herbst 1866 beim Bau des Blockhauses zu Duga bei Skutari versucht.Google Scholar
  58. 1).
    Festus p. 237. 238: Pilae et effigies viriles et muliebres ex lana Compitalibus in compitis suspenduntur, quod hunc diem festum esse deo-rum inferorum putant, eorum quos votant Lares, quibus tot pilae suspenduntur, quot capita sunt servorum, tot effigies, quot sunt liberi homines in familia, collocantur, ut vivis partant pilis et simulacris contenti. Google Scholar
  59. 1).
    Damit will ich übrigens keineswegs leu lich „Weg“ bedeutet; hat doch auch das Ho die im Attischen geläufige Bedeutung „Brück ders als Kunstausdruck in der Schlacht, wie steht (z. B. Livius XXIX 2), was ich, neben büchern nicht verzeichnet finde.Google Scholar
  60. 1).
    In Steiermark symbolisch Tataren; bei vielen Völkern, wie wir sahen, Kriegsgefangene, bei den Piraten sonstige Gefangene, bei den Tauriern und andern Schiffbrüchige.Google Scholar
  61. 1).
    Mit den Menschenpaaren aus Rücksicht auf die beiden Geschlechter, von denen ja keines bei dem Sühnopfer zu kurz kommen soll, vgl. das Begraben von zwei ausgestopften Puppen, Hansel und Gretel, in Deutschland bei der Kirmes (Simrock, deutsche Myth. 2 S. 590). Und was die Lautspielerei betrifft, so fehlt es leider nicht an Exempeln von solchen frivolen, den betreffenden Opfern oft äufserst verhängnisvollen Wortspielen. Lactantius inst. 121 erzählt von einem Orakelspruch, der mit den zweideutigen Worten schlofs: xal sro naspl ni e rsss cycúsa. Infolge davon et fax illi et homo iaci solet. Herodotos berichtet VII 180 von einem durch die Leute des Xerxes als Opfer getöteten Griechen und fügt bei: sm óE aipaycaan9Évu sovsco ovvoµa iv Aicov s«xa 8’ âv nov ovvóµ.asog énavpotro. Google Scholar
  62. 2).
    Auch die Lusitanier opferten bei Beginn einer kriegerischen Unternehmung einen Menschen und ein Pferd. Livius epit. 49.Google Scholar
  63. 3).
    Das attische Salamis „verdankte seinen Namen und den damit zusammenhängenden echt semitischen, mit Menschenopfern verbundenen Kult des Zsvg bacxoívcos (= Baal-schalâm) phönikischen Kolonisten“. Kiepert, alte Geogr. 282.Google Scholar
  64. 1).
    Dosidas bei Clemens Alex. protrept. III p. 36.Google Scholar
  65. 2).
    Vgl. die Sage vom Minotaurus d. i. Moloch. Die Rabbinen beschreiben den Moloch als ein metallenes Bild von menschlicher Gestalt mit Kalbskopf, auf dessen ausgestreckte Arme die menschlichen Schlachtopfer gelegt wurden; dann wurde ein Feuer unter dem Bilde angeschürt und das Jammergeschrei der unglücklichen Schlachtopfer durch eine lärmende Musik von Trommeln und Pfeifen übertäubt. Sowohl Moloch als Melechet (Astarte) wurde, wie Movers (Phönicier I S. 377f.) nachgewiesen hat, mit einem Rindskopf dargestellt. Des Theseus Zug nach Kreta ist die legendenhafte Tradition über die Abschaffung der dortigen Menschenopfer. Clemens Alex. protrept. III p. 36: Avxriovg yoie — Kpalacóv SI Én vog slaiv ovsoc —’AvxcxlslSrig fv vócrocg (17roveivsaac 44 0o: rovg &i oerpc rr86v 17Ç dct. Google Scholar
  66. 3).
    Plutarch. quaest. Graec. 38.Google Scholar
  67. 4).
    Petron. e. 141: Massilienses quotiens pestilentia laborabant, unus se ex pauperibus offerebat alendus anno integro publicis et purioribus cibis. Hic postea ornatus verbenis et vestibus sacris circumducebatur per totam civitatem cum execrationibus, ut in ipsum reciderent mala civitatis, et sic proiciebatur. Google Scholar
  68. 5).
    ) Vgl. P. Stengel, zu den griech. Sakralaltertümern, Hermes XXII i S. 86 ff.Google Scholar
  69. 6).
    ) So wurde gewifs ursprünglich accentuiert. Sie hiefsen auch ati(3axxoc was vielleicht mit dem hebr. schicchdh „Abgrund“, zusammenhängt. In dem langen u steckt ein W-laut, welchem das griechische 3 entsprechen mag; die Wurzelkonsonanten sind sch, w, eh. Dafs die athenischen cví(3axxoc in der That in den Abgrund gestürzt wurden, und dafs dieses Hinabstürzen auch sonst, z. B. in Massalia und Leukas dem Apollon zu Ehren stattfand, ist bekannt. Der schauerliche Ritus mag durch Phöniker importiert worden sein, wie auch die Kultur der Feigen; die Feigen spielen in jenem Thargelienritus eine höchst auffallende Rolle (die Menschenopfer wurden mit Feigenschnüren behängt); gerade ebenso treten sie bei den Opfergebräuchen der Karthager in den Vordergrund.Google Scholar
  70. 1).
    Achilleus opfert zwölf troische Kriegsgefangene zur Totenfeier des Patroklos (Hom. Il. XXIII 175); aber auch noch Themistokles sieht sich genötigt, vor der Schlacht bei Salamis auf Andringen des Pöbels drei vornehme gefangene Perser zu opfern. Von der allgemeinen Sitte der Griechen, vor der Schlacht Menschen zu opfern — ohne Zweifel also wie in dem eben angeführten verbürgten Beispiele meistens oder immer Kriegsgefangene — spricht Phylarchos bei Porphyrios S. 118 N.Google Scholar
  71. 2).
    Vgl. auch Cic. pro Font. 10, 21 von den Galliern: Qui, etiam si quando aliquo metu adducti deos placandos esse arbitrantur, humanis hostiis eorum aras ac templa fenestent. Google Scholar
  72. 1).
    Übersetzt von Hertzberg und Teuffel S. 140. 141.Google Scholar

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Authors and Affiliations

  • Otto Keller
    • 1
  1. 1.PragDeutschland

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