Advertisement

Zur Manichäischen Urmenschlehre

  • R. Reitzenstein
  • H. H. Schaeder
Chapter
  • 30 Downloads
Part of the Studien der Bibliothek Warburg book series (SBW)

Zusammenfassung

Nachdem im vorangegangenen Kapitel die philologische Grundlage für die Interpretation der zarathustrischen Urmenschlegende gelegt ist, soll nunmehr dasselbe für die entsprechenden manichäischen Überlieferungen versucht werden1). Daß zwischen beiden Analogien bestehen, die nur aus einer direkten Beziehung erklärt werden können, hat Prof. Reitzenstein wie vor ihm besonders F. Cumont gesehn; daß die neuerdings dagegen vorgebrachten Argumente auf ungenügender Kenntnis und Interpretation der Quellen beruhen, wird sich alsbald zeigen. Jedoch wird hier nicht eine erschöpfende Bearbeitung der manichäischen Urmenschvorstellungen beabsichtigt: eine solche ist aus verschiedenen Gründen noch nicht möglich. Erstens weil eins der wichtigsten Dokumente, die Kosmogonie der Turfanfragmentes T III 260, noch nicht veröffentlicht ist, zweitens weil sie nur im Zusammenhang einer Neubearbeitung der ganzen manichäischen Kosmogonie zu leisten sein wird: für diese fehlt es aber noch sehr an den philologischen, speziell an den literarkritischen Vorarbeiten. Die wundervolle Bearbeitung der bei Theodor bar Kōnai erhaltenen Fragmente — denn um solche handelt es sich, nicht um einen „Bericht“! — durch F. Cumont muß auf alle übrigen Quellen ausgedehnt werden, vor allem auf die Turfanfragmente, an deren jedes die Frage gestellt werden muß, ob es direkt oder indirekt auf Manis Lehrschriften zurückgeht, und auf welche derselben.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Notes

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1926

Authors and Affiliations

  • R. Reitzenstein
  • H. H. Schaeder

There are no affiliations available

Personalised recommendations