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Von der Naassenerpredigt zum Avesta und zu Plato

  • R. Reitzenstein
  • H. H. Schaeder
Chapter
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Part of the Studien der Bibliothek Warburg book series (SBW)

Zusammenfassung

Noch einmal die Spätzeit — so wird der philologische Leser vielleicht seufzend sagen, da sich sein ganzes Interesse auf Frühzeit und Blütezeit richtet. Aber die Beschränkung der Arbeit auf sie würde ich für einen schweren Fehler halten, und eine Seite des Anthropos-Glaubens ist bisher noch gar nicht besprochen, die uns die Lösung für die notwendig sich erhebende Frage gibt, wie im Zarathustrismus jener Weltgott mit dem Einzelmenschen auch innerlich in Verbindung gebracht wurde und wie beide Vorstellungen in der weiteren Entwicklung einander beeinflussen konnten. Um den Begriff der Weltseele wird es sich dabei handeln, also um eine für die spätere Zeit unzweifelhaft griechische und philosophische Vorstellung, die freilich ihre Wurzel in einer uralten religiösen Anschauung haben muß. Ich darf wieder an ein an sich recht gleichgültiges Werk der Spätzeit anknüpfen, an die sogenannte Naassenerpredigt, die uns Hippolyt im Elenchos zwar zu Anfang und Schluß verstümmelt und nur in einem kürzendem Auszug, im wesentlichen aber doch im ursprünglichen Wortlaut erhalten hat. Ich gab sie vor zwei Jahrzehnten in meinem Poimandrës in ihrer alten Form heraus in dem irrigen Glauben, wenn ich sie, die zweitälteste erhaltene gnostische heilige Schrift, nun auch noch als rein heidnische Theologie erwiese, die übliche Betrachtung und Behandlung der Gnosis als einer innerchristlichen Erscheinung unmöglich zu machen oder doch zu veranlassen, daß ihre Vertreter sich mit diesen Funden auseinandersetzten.1)

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1926

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  • R. Reitzenstein
  • H. H. Schaeder

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