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Ein Orphisches Fragment

  • R. Reitzenstein
  • H. H. Schaeder
Chapter
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Part of the Studien der Bibliothek Warburg book series (SBW)

Zusammenfassung

In den Streit über das Alter der Redaktionen orphischer Theogonien einzutreten, fühle ich mich nicht befähigt. Zu einem einzelnen Fragment glaube ich durch Vergleichen ähnlicher Texte einen Beitrag liefern zu können, der wenigstens die Interpretation dieses einen Stückes aus dem Streit heraushebt, zugleich aber die bisher gewonnenen Resultate etwas sichert. Auch hier steht mir eine Frage der Methode im Mittelpunkt des Interesses: dürfen wir wirklich, auch wenn uns jeder Nachweis für die Berührungen zweier Religionen und den Gang der Übertragung fehlt, in besonderen Fällen eine solche annehmen? Die verschiedenen Zweige unserer Wissenschaft stellen sich zu dieser Frage zur Zeit ganz verschieden. Während die klassische Philologie in ihren Hauptvertretern sie mit größter Entschiedenheit zu verneinen scheint, ist ein großer Teil unserer Germanisten, wie ich aus dem soeben erschienenen Büchlein von Fr. Rolf Schroeder ‘Germanentum und Hellenismus’ und aus verschiedenen Äußerungen nordischer Freunde lerne, geneigt, sie weitgehend zu bejahen und dabei selbst die Wiederkehr eines einzelnen Erzählungsmotivs als Beweis gelten zu lassen.1) Ich wage auf dem mir fremden Gebiet natürlich nicht zu urteilen, auf meinem eigenen werde ich, wo es sich nur um Erzählungsmotive handelt, immer skeptisch sein und glaube damit nicht einmal viel zu verlieren.

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Notes

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1926

Authors and Affiliations

  • R. Reitzenstein
  • H. H. Schaeder

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