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Über vorgriechische Mathematik

  • O. Neugebauer
Chapter

Zusammenfassung

Die Bezeichnung „vorgriechische“ Mathematik für die Mathematik Ägyptens und Babyloniens — für diese beiden Kulturkreise allein läßt sich bisher eine zusammenhängendere Darstellung versuchen — ist zum Teil nur eine Reminiszenz aus der Zeit, in der man so wenig von den orientalischen Kulturen wußte, daß man sie in ihrer Gesamtheit als homogenes Dunkel dem Griechischen gegenüberstellen konnte. Aber die Bemühungen, die Geschichte des alten Orients aufzuhellen, sind doch nicht nur aus dem Bestreben heraus zu verstehen, irgendeine, nur möglichst alte, Kultur zu erforschen. Immer hat die Frage nach den Quellen der griechischen Kultur die Forschung wesentlich beeinflußt, dies um so mehr, als die Griechen selbst immer wieder Ägypten und Babylon als die Heimat ihrer Wissenschaft, als Orte des Studiums griechischer Gelehrten bezeichnet haben. Mit Recht wird man erwarten können, daß ein vermehrter Einblick in die Geschichte der vorgriechischen Wissenschaft auch das Wesen des Griechischen wird klarer hervortreten lassen.

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Notes

Hinweis

  1. 2).
    Hinsichtlich dieser Einzelheiten, insbesondere der Frage nach der Bestimmung des ergänzenden Stammbruches, der durch die Endlichkeit der dyadischen Entwicklung bedingt wird, vgl. Neugebauer, Die Grundlagen der ägyptischen Bruchrechnung, Berlin, Springer, 1926 und Zeitschr. f. Äg. Sprache und Altertumskunde, Bd. 64 (1929), S. 44 ff.CrossRefzbMATHGoogle Scholar
  2. 1).
    Man vgl. etwa Schnabel, Berossos und die babylonisch-hellenistische Literatur, Teubner, Berlin 1923.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1929

Authors and Affiliations

  • O. Neugebauer
    • 1
  1. 1.GöttingenDeutschland

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