Advertisement

Über vergleichende Sitten- und Rechtsgeschichte

  • Hermann Usener
Chapter
  • 12 Downloads

Zusammenfassung

Datz ein klassischer Philologe einen Gegenstand zur Sprache bringen möchte, der seinem Arbeitsgebiet scheinbar recht fern liegt, wird keinen Philologen befremden, der seine Wissenschaft kennt und den Glanben an sie nicht verloren hat. Gesetzt, es wäre wahr, was man sich einredet, datz die klassische Literatur von der modernen Kultur ausgenutzt, und weiter, dats sie darum auch für uns überflussig geworden wäre, datz Homer, die Tragiker, Platon künftigen Geschlechtern nicht mehr als Grzieher nützen könnten, so wird doch dies niemand behaupten wollen, datz von ber Wtssenschaft und für die Wissenschaft das klassische Alterturn erschöpft wäre. Pon der Wissenschaft schon darum nicht, weil in unsercm Menschenalter fast jebes Iahr neue Funbe bringt, deren Perwertung den Wetteifer der gelehrten Arbeitskrafte herausfordert, und weil das Neue, das an uns herantritt, unser Urteil über das Alte fortmährend zu berichtigen nötigt. Noch weit weniger für die Wissenscchaft. Das klasstsche Altertum ist beschlossen in zwei Pölkern von einer so reichen, vielseittgen und mustergültigen Entwicklung, datz die Wiederentdeckung dieser Kultur den modernen Pölkern am Ausgang des Mittelalters eine Erneuerung aller Künste und Wissenschaften, ja der gesamten Weltanschauung bedeutet hat. Die philologische Wissenschaft, die an der Aufgabe, diese geistigen Schätze zu heben und zu vermitteln, heranwuchs, war schon zu Anfang des XIX.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1902

Authors and Affiliations

  • Hermann Usener

There are no affiliations available

Personalised recommendations