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Deutschkunde

  • Walther Hofstaetter
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Zusammenfassung

Als Rudolf Hildebrand im Jahre 1887 der neuen „Zeitschrift für den deutschen Unterricht” ein Leitwort mitgab, da ging er davon aus, daß die Deutschen gerade daran seien, ein neues Leben eben als Deutsche zu beginnen, und nun endlich daran gingen, dem Amt, das ihnen vom Weltgeiste als Anteil an der großen Arbeit der Völkergemeine zugewiesen sei, zu genügen. In dieses Amt müsse das neue Geschlecht hineinwachsen, könne dies aber nur, wenn es hineinwachse auch in seine Sprache und den Inhalt von Geist und Gemüt, soweit er in Worten zur Erscheinung und Gestaltung kommen kann. Er wies auf Schillers Wort: „Die Sprache ist der Spiegel einer Nation; wenn wir in diesen Spiegel schauen, so kommt uns ein großes, treffliches Bild von uns selbst daraus entgegen” — dieser Spiegel solle sich wiederholend in jedem Deutschen darstellen. Nur wenn jeder Schüler von dem Gang der Entwicklung einen Begriff mit fortnehme ins Leben, nur wenn in ihm der Besitz an Sprache und Schrifttum lebendig werde, werde das junge Geschlecht schaffen können an der Aufgabe unseres Volkes. Deutsche Sprache und deutsches Schrifttum seien der gemeinsame Besitz aller; in ihrer Pflege müßten sich daher alle Schulen vereinigen „zum Heil unserer nationalen Bildung und Zukunft”, in dieser Pflege fänden sie aber auch das Mittel, den Gegensatz zwischen Humanismus und Realismus zu überwinden.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1928

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  • Walther Hofstaetter

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