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Volkstanz und Singspiel

  • Elfriede Ritter-Cario
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Zusammenfassung

Dem Fernstehenden bietet es sich so unscheinbar und unauffällig dar — das Urdickicht des Volkstanzes —, daß seine Augen ungereizt daran vorbeigleiten. Jahrzehnte — Jahrhunderte blieb es unbeachtet. Nur an seinen Rändern trugen einige Zweige Blüten, an denen sich bodenständige Bauerngeschlechter erfreuten und die hin und wieder ein Wissenschaftler verzeichnete. In unseren nördlichen Nachbarstaaten begann man um die Jahrhundertwende, Sträuße aus diesen Blüten zu binden, und heimkehrende Studienreisende versuchten, auch in Deutschland jenes Dickicht zu erforschen. Sie schlugen kreuz und quer Wege durch das in seinen ältesten, wertvollsten Teilen aus Mangel an Luft und Sonne bereits abgestorbene Gebüsch; und siehe da: kaum konnte ein Lichtstrahl hineinfallen, als auch schon frisches Grün und kraftstrotzende Triebe mit edlen Blüten aus altem Holz hervorbrachen. Die ersten Pfadfinder führten andere zu ihren Fundplätzen. Die erst schmalen Wege verbreiterten sich. Als man die ungebrochene Triebkraft der alten Wurzeln, die unverbrauchte Nährkraft des Bodens gewahrte, begannen einige mit gärtnerischen Versuchen: sie pfropften vertraute Reiser auf den Wildwuchs, stutzten und beschnitten ihn, zogen Ableger auf, streuten im Nutzgarten gezogene Samen auf Lichtungen, schlugen Durchblicke in bekanntes Land, machten sich und die Ihren heimisch zwischen den Wildlingen.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1928

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  • Elfriede Ritter-Cario

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