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Das Berufs- und Fachschulwesen

  • Alfred Kühne
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Zusammenfassung

Das öffentliche Schulwesen in Preußen und Deutschland ist eine Schöpfung des deutschen Idealismus. Nach dem Zusammenbruch von 1806 galt es, den preußischen Staat auf neue Grundlagen zu stellen. Die Stein-Hardenbergische Gesetzgebung schuf eine neue Rechts- und Wirtschaftsordnung, die den einzelnen wirtschaftlich selbständig machte und darüber hinaus wenigstens den Städten die Selbstverwaltung gab. Scharnhorst und Boyen führten die allgemeine Wehrpflicht durch und legten damit zugleich den Grund für eine Erziehung der männlichen Bevölkerung zur Wehrhaftigkeit und Willenszucht, die bis in den Weltkrieg wirksam geblieben ist. Das schulmäßige Bildungswesen wurde von Wilhelm v. Humboldt neu aufgebaut. Der Freund Goethes und Schillers, der in der idealen Welt der Wissenschaft und Kunst heimisch war, wies allen staatlichen Bildungsanstalten die hohe Aufgabe zu, echt menschliche Bildung zu vermitteln. Die Universitäten wurden nach dem Vorbilde Berlins zu Stätten der freien Forschung und Lehre, wo die Studenten in den Geist der Wissenschaft, besonders der Philosophie, eingeführt werden sollten. Die Vorbereitung für die Hochschule wurde dem humanistischen Gymnasium übertragen, wo der neugeschaffene Stand der Oberlehrer den jungen Menschen eine harmonische Ausbildung der geistigen Kräfte, vor allem durch die Vermittlung der antiken Sprache und Kultur, daneben der Mathematik, vermitteln sollte. Für die breite Masse der Bevölkerung war die Volksschule bestimmt, die nach Pestalozzis Ideen und Methoden eine möglichst allseitige Entwicklung der Anlagen und eine vielseitige allgemeine Bildung erstrebte.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1928

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  • Alfred Kühne

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