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Der Naturwissenschaftliche und der Philosophische Monismus

  • Alois Riehl

Zusammenfassung

Mechanistische Anschauungen — man nennt sie gewöhnlich materialistische — treffen heute im Kreise der Naturforschung selbst auf Widerspruch, oder man begegnet ihnen doch mit einer Zurückhaltung, die sehr verschieden ist von der Zuversicht, mit der sie noch bis vor kurzem behauptet wurden. Es waren nicht, wie man wohl denken könnte, erkenntnistheoretische Erwägungen, die zu dem Zweifel führten: ob in den Begriffen von Masse und Kraft oder Masse und Bewegung wirklich die ausreichenden Darstellungsformen für die Vorgänge in der äußeren Natur gegeben seien; obschon auch Erwägungen dieser Art in der Wissenschaft unserer Zeit immer mehr Gewicht und Einfluß gewinnen. Insbesondere handelte es sich, um gleich den wichtigsten Gegenstand zu nennen, nicht um die Frage nach der Eintstehung von Bewußtsein, eine Frage, die für eine rein mechanistische Naturanschauung, wie es sich von selbst versteht, transzendent bleiben muß, und auf welche daher ein Wortführer dieser Anschauung ganz folgerichtig sein „Ignorabimus“ zur Antwort gab. Die Kritik des mechanischen Weltbildes ist vielmehr zu einer inneren Angelegenheit der Naturwissenschaft selbst geworden.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1921

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  • Alois Riehl

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