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Das System der hier vorgeschlagenen modifizierten Vollkostenrechnung

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Zusammenfassung

Auf der Grundlage der im vorstehenden Abschnitt angeführten Vorschläge zur Gestaltung der Kostenrechnung soll nun das Rechnungssystem einer modifizierten Vollkostenrechnung entwickelt werden. Dazu ist zu bemerken, daß zwar verschiedene Autoren Verbesserungsvorschläge zur Gestaltung der Kostenrechnung gemacht haben, aber mehr im allgemeinen; eine detaillierte Untersuchung darüber, wie diese Anregungen in einem geschlossenen Kostenrechnungssystem rechentechnisch berücksichtigt werden können, steht bisher noch aus und soll hier vorgelegt werden.

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Literatur

  1. 25).
    Quelle: Kiehl, F., und Peter, K., Die Kontenrahmen-Sammlung, 3. Aufl., Ludwigshafen o. J. (1955), S. 230 ff.Google Scholar
  2. 26).
    Melierowiez, K., Kosten und Kostenbegriffe, a. a. O., Sp. 3373.Google Scholar
  3. 27).
    Vergl. Mellerowicz, K., Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 11. Aufl., Bd. II, Berlin 1961, S. 38.Google Scholar
  4. 31).
    Für die Aufstellung der Kostenträgerrechnung ist es an sich nicht erforderlich, bei Kostenträgereinzelkosten Angaben über Kostenstellen zu machen (= Anforderung 3.), da diese Kosten den Trägern direkt zugeordnet werden können und somit einer Verrechnung über Kostenstellen nicht bedürfen. Jedoch schließt diese Verfahrensweise die Möglichkeit einer kostenstellenweisen Kontrolle der Einzelkosten aus (vergl. hierzu im einzelnen unten S. 95), so daß im hier entwickelten Kostenrechnungssystem so verfahren werden soll, daß auch die Kostenträgereinzelkosten über die Kostenstellen verrechnet werden. Das bedingt, daß auf den Kostenbelegen auch für Kostenträgereinzelkosten Angaben über die Kostenstellen gemacht werden.Google Scholar
  5. 40).
    Unter „Zeit für die Fertigung von A (in Stunden)“ ist folgendes zu verstehen: Es ist nicht das Produkt aus „Stückzahl A X Vorgabezeit je Einheit A” (= vom Betrieb zu vergütende Akkordzeit) gemeint, sondern die Zeit in Stunden, während derer der Arbeiter mit der Produktion von A beschäftigt war; diese beiden Zeitwerte brauchen nicht identisch zu sein. Beispiel: Die reguläre Arbeitszeit beträgt 180 Std./Mon.; davon war der Arbeiter während 40 Stunden in der Kostenstelle I mit der Produktion von A beschäftigt. Diese Zeit von 40 Stunden ist oben bei der Berechnung des auf A entfallenden Mindestlohnes einzusetzen. Es sei weiter angenommen, daß der Arbeiter in diesen 40 Stunden 47 Einheiten A gefertigt habe und daß die Vorgabezeit je Einheit A 1 Stunde betrage; mithin betrüge die vom Betrieb zu vergütende Akkordlohnzeit 47 Einheiten A X 1 Std./Einheit A 47 Stunden, sie ist also um 7 Stunden höher als die „Mindestlohnzeit“ von 40 Stunden.Google Scholar
  6. 41).
    Die Montanunionsumlage ist eine Abgabe, die die Hohe Behörde der Montanunion von den Kohlenbergbau-und eisenschaffenden Betrieben je t geförderter Kohle bzw. je t produzierten Stahls erhebt. Vgl.: Vormbaum, H., Finanzierung der Betriebe, a. a. O., S. 256.Google Scholar
  7. 42).
    Hierunter ist das Produkt „Akkordrichtsatz (in DM/Std.) X Differenz aus Akkordlohn-und,Mindestlohnzeit` (in Std.)“ zu verstehen; Beispiel: In der Fußnote 41 auf S. 87 wurde errechnet, daß die Differenz aus Akkordlohnzeit und „Mindestlohnzeit” 7 Std. beträgt. Bei einem Akkordrichtsatz von 4 DM/Std. betrüge mithin der hier angesprochene Akkordmehr-verdienst 4 DM/Std. X 7 Std. m 28 DM.Google Scholar
  8. 43).
    Ein (vereinfachtes) Zahlenbeispiel zum hier dargestellten Fall befindet sich im Anhang, S. 206 ff.Google Scholar
  9. 44).
    Die Unterscheidbarkeit der einzelnen Belegformulare könnte vielleicht auch dadurch gefördert werden, daß die Belege der einzelnen Kostenartengruppen auf verschiedenfarbigem Papier gedruckt werden (rot, grün, blau usw.) beziehungsweise mit farbigen Kanten versehen werden und daß die Hauptuntergruppen einer Gruppe durch Farbabstufungen innerhalb der einzelnen Farbe (hellblau, mittelblau, unkelblau usw.) gekennzeichnet werden. Falls die Farbskala zur sicheren Unterscheidba it nicht ausreicht, könnten als weitere Hilfsmittel zum Beispiel ganz über das Blatt verla ende diagonale Striche (von rechts unten nach links oben oder umgekehrt oder beides) ode senkrechte oder/und waagerechte Striche oder Kreise und ähnliches verwendet werden.Google Scholar
  10. 53).
    Es ist nicht erforderlich, auf jedem Belegformular jeden möglichen Kostentyp einzudrucken; es genügt, sich auf diejenigen zu beschränken, die für die betreffende Kostenart in Frage kommen können; im Beispiel hier (Kostenart Vermögensteuer) würde es zum Beispiel ausreichen, als Kostentyp nur die mit der Ziffer.2.2 gekennzeichnete Zeile einzudrucken; nur des beabsichtigten Demonstrationseffekts halber wurden hier alle im Kontenplan unter 4.6 enthaltenen Kostentypen aufgeführt.Google Scholar
  11. 57).
    Das setzt eine konkrete Definition des Begriffes der kurzfristig abbaufähigen Fixkosten voraus. Das heißt, es muß zum einen festgelegt werden, innerhalb welcher Zeit Fixkosten abbaubar sein müssen, um noch als kurzfristig abbaufähige berücksichtigt zu werden; es ist hierbei auch möglich, nicht nur eine einzige Zeitraumgrenze zu setzen, sondern die kurzfristig abbaufähigen Fixkosten in mehrere Gruppen zu trennen, und zwar nach der Zeitdauer, die zu ihrem Abbau erforderlich ist (Beispiel: Innerhalb von 2 Wochen abbaufähige Fixkosten = 1000 DM; innerhalb von 4 Wochen abbaufähige Fixkosten = 3000 DM; usw.).Google Scholar
  12. 58).
    Kilger, W., Flexible Plankostenrechnung, a. a. 0., S. 196. Kilger schreibt diesen Satz mit besonderer Beziehung auf die Einzelmaterialkosten, jedoch kann er unbedenklich auch für die Einzelkosten schlechthin übernommen werden.Google Scholar
  13. 60).
    Auf die Durchführung der kostenstellenweisen Kostenkontrolle mit Hilfe des hier entwickelten Kostenrechnungssystems wird zwar später nicht weiter eingegangen (Begründung siehe S. 15 f.), jedoch berührt dies nicht die Notwendigkeit, dieses System so zu gestalten, daß eine solche Kostenkontrolle möglich ist.Google Scholar
  14. 61).
    In jüngster Zeit schlägt W. Schubert, Kostenträgerstückrechnung als (primäre) Kostenartenrechnung?, in: BFuP, Jg. 17 (1965), S. 358 ff., vor, die Kostenträgerrechnung nach primären Kostenarten aufzugliedern, also die reinen Kostenarten der Kostenartenrechnung als solche bis in die Kostenträgerrechnung durchzurechnen. Dieses Verfahren wäre grundsätzlich auch im hier beschriebenen Kostenrechnungssystem möglich und würde den Aussagewert der Kostenträgerrechnung insoweit erhöhen, als die kostenartenweise Struktur jedes Kostenträgers ersichtlich wird und daraus zum Beispiel relativ einfach die Auswirkungen von Faktorpreisänderungen (zum Beispiel Erhöhung der Löhne und Gehälter) auf die einzelnen Kostenträger ermittelt werden könnten, was bei einer kostenstellenweisen Zusammenfassung von mehreren reinen Kostenarten zu Kostengruppen (zum Beispiel „Fertigungskosten“, „Verwaltungskosten”) nicht so leicht möglich ist. Da aber der Rechenaufwand bei ersterer Methode (wie auch Schubert, a. a. 0., S. 370 f. schreibt) erheblich größer ist als bei der kostenstellenweisen Zusammenfassung von Kostenarten zu Kostengruppen, sollte man sich jener Methode nur für fallweise erforderlich werdende Sonderrechnungen bedienen. Aufgrund der Gliederung der Kostenartenrechnung nach reinen Kostenarten und Kostentypen und aufgrund der Tatsache, daß im hier beschriebenen System auf den Kostenstellen nur primäre Kosten gesammelt werden (vergl. hierzu die unmittelbar folgenden Ausführungen im obigen Text) ist dieses ohne groBe methodische Schwierigkeiten durchführbar.Google Scholar
  15. 63).
    Vergl. hierzu: Kilger, W., Flexible Plankostenrechnung, a. a. 0., S. 442 f., der in einem Beispiel zur Planung der Kosten der Kostenstelle „Kaufmännische Leitung“ die Kosten, die die Unternehmung als Ganzes betreffen, auf dieser Kostenstelle sammelt.Google Scholar
  16. 65).
    Dies schließt nicht aus, daß die Kosten der Hilfsstellen nach den gleichen Schlüsseln wie die Träger-Gemeinkosten der Hauptstellen auf die Kostenträger verteilt werden; aber es wird durch die direkte Zurechnung der Hilfskostenstellen auf die Träger erreicht, daß diese nicht mit den Kosten der Hauptstellen vermischt werden, wodurch die Aussagefähigkeit der Trägerrechnung gegenüber der herkömmlichen Verfahrensweise erhöht wird.Google Scholar
  17. 66).
    Wenn Einzelkosten einer bestimmten Kostenart für mehrere Produkte entstanden sind, muß für jedes Produkt in den Spalten 3 bis 5 die betreffende Zahl in eine gesonderte Zeile geschrieben werden (Muster siehe Anhang, S. 225), da es sonst formulartechnisch nicht mehr möglich ist, die auf ein bestimmtes Produkt entfallenden Einzelkosten einer bestimmten Kostenart kostentypmäBig aufzuteilen.Google Scholar
  18. 67).
    Es wurde des Umfangs der Arbeit wegen hier darauf verzichtet, auch die Zahlen der Kostenartenrechnung und sämtliche Kostenbelege darzustellen; für die Entwicklung der Kostenträgerrechnung (als eigentliches hier zu behandelndes Gebiet) reicht es aus, wenn man sich auf die Darlegung der Zahlen der Kostenstellenrechnung als Ausgangspunkt beschränkt.Google Scholar
  19. 68).
    Der Aufbau dieser Kalkulationsblätter unterscheidet sich vom traditionellen System im wesentlichen dadurch, daß auch die Kosten der Hilfsstellen gesondert ausgewiesen werden (Feld f) und daß eine Aufteilung der Kosten nach Kostentypen und nach Erzeugnis-, Erzeugnisgruppen-und Allgemeinen Fitkosten erfolgt (Spalten 3–27).Google Scholar
  20. 70).
    Vergl. hierzu die Ausführungen und das Beispiel von Riebel, P., Die Preiskalkulation…, a. a. O., S. 578 ff. (insbesondere Abb. 6 „Verfälschung der Kostenstruktur durch die Stufenkalkulation“, S. 581). — Vergl. auch Schubert, W., a. a. O., S. 361.Google Scholar
  21. 75).
    Zur Frage der Verrechnung von Kostenstellen-Gemeinkosten auf einzelne Kostenstellen vergl. oben S. 96 f.Google Scholar
  22. 76).
    Soweit es sich hierbei um Fixkostentypen handelt, sind sie in den entsprechenden Spalten der Fixkostengruppe „Erzeugncsßxkosten“ einzutragen, da (wie oben dargelegt wurde, vergl. S. 116) Kostenträger-Einzelkosten mit Fixkostencharakter stets Erzeugnisßxkosten sind.Google Scholar
  23. 77).
    Vergl. hierzu die Ausführungen zu cc) der Grundsätze der Kostenträgerrechnung, S. 108 f.Google Scholar
  24. 79).
    Für die Verrechnung der Kosten der Fertigungshilfsstellen und der variablen Gemeinkosten der Fertigungshauptstellen gelten etwas andere Formulare, die sich aber im grundsätzlichen Aufbau nicht von den hier abgebildeten unterscheiden. Vergl. z. B. Anhang, S. 244/5 und S. 241.Google Scholar
  25. 81).
    Vgl. hierzu auch: Thorns, W., Der natürliche Kontenrahmen, Herne/Berlin 1961, S. 35 ff.Google Scholar
  26. 82).
    Es ist hier nicht erforderlich, auch die Kostenträger-Einzelkosten auf den Kostenstellenkonten zu erfassen; dies ist zwar für eine kostenstellenweise Kontrolle der Kosten erforderlich (siehe oben S. 95), wurde jedoch bereits in der tabellarischen Darstellung berücksichtigt, die als Grundlage für die Kostenkontrolle herangezogen werden kann. Mithin können die Kostenträgereinzelkosten bei der kontenmäßigen Verrechnung direkt von Klasse 4 nach Klasse 6 bzw. 8 gebucht werden, wie das auch im traditionellen System gehandhabt wird.Google Scholar
  27. 83).
    Und zwar aus folgendem Grund: Da hier die Verrechnung von Kostenstellenkosten untereinander ausgeschlossen wurde (vergl. oben S. 96 f.), entstehen keine verrechneten Gemeinkosten im üblichen Sinn.Google Scholar
  28. 84).
    Der Grund für diese Maßnahme ist das handelsrechtliche Verbot der Aktivierung von Vertriebskosten in den Beständen (§ 133 AktG 1937; §¢ 155, 153 AktG 1965).Google Scholar
  29. 85).
    Dies ist möglich, da hier die Einzelkostenbelege auch Kostenstellenangaben enthalten; vergl. oben S. 87, Fußnote 38.Google Scholar

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