Advertisement

Programmorientierte Disposition

Chapter
  • 28 Downloads

Zusammenfassung

Die programmorientierte oder deterministische Materialdisposition leitet ihren Namen vom Produktionsprogramm ab, das seinerseits auf dem Absatzprogramm basiert. Die zukünftigen Absatzzahlen werden mit Hilfe geeigneter Prognosemethoden für einen bestimmten Planungszeitraum, z.B. ein Jahr, geschätzt, wobei vorliegende Kundenaufträge und sonstige Marktinformationen mit ausgewertet werden können. Der voraussichtliche Bedarf des Marktes an Enderzeugnissen und evtl. verkaufsfähigen Ersatzteilen wird auch als Primärbedarf bezeichnet. Er ist für die sich anschließenden Dispositionsaufgaben von ausschlaggebender Bedeutung, weil diese nur mit dem Genauigkeitsgrad erfüllt werden können, der mit der Primärbedarfsfeststellung erreicht wird. Deshalb ist der Absatzprognose und dem Änderungsdienst beim Auftragsbestand (andere Mengen, Qualitäten und Termine) besondere Sorgfalt zu widmen. Die Genauigkeit der Primärbedarfsplanung ist dabei um so größer, je mehr Kundenaufträge bereits vorliegen. Der Absatzplan wird ebenso wie der Produktionsplan, der über Mengen und Termine der Endproduktpalette informiert, zweckmäßigerweise in kurzfristige Teilplanungsperioden, meistens Wochen oder Monate, aufgegliedert.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literaturhinweis

  1. Gahse, S.: Systeme der integrierten Datenverarbeitung-Einkauf, München 1972.Google Scholar
  2. Golle, H.: Industrielles Beschaffungswesen, Würzburg 1979.Google Scholar
  3. Greene, J.H. (Hrsg.): Production and Inventory Control Handbook, New York u.a. 1970.Google Scholar
  4. Grochla, E.: Grundlagen der Materialwirtschaft. Das materialwirtschaftliche Optimum im Betrieb, 3. Aufl., Wiesbaden 1978.Google Scholar
  5. Heinen, E. (Hrsg.): Industriebetriebslehre, 7. Aufl., Wiesbaden 1983.Google Scholar
  6. Kleine, O./Melzow, W.: Disponieren in der modernen Beschaffung, 2. Aufl., Berlin, Köln, Frankfurt 1976.Google Scholar
  7. Müller-Merbach, H.: Materialbedarfsplanung mit Netzplantechnik, Zeitschrift für wirtschaftliche Fertigung, 61. Jg. (1966), H. 7, S. 388–390.Google Scholar
  8. Müller-Merbach, H./ Schmidt, W.P.: Der Gozinto-Graph und seine praktische Anwendung für die Teilebedarfsermittlung, Zeitschrift für wirtschaftliche Fertigung, 63. Jg. (1968), H. 12, S. 643–646.Google Scholar
  9. Olivier, G.: Material-und Teiledisposition. Die mathematischen Methoden für ein Programmsystem, Bonn 1977.Google Scholar
  10. Orlicky, J.A.: Material Requirements Planning, New York u.a. 1975.Google Scholar
  11. Peterson, R./ Silver, E.A.: Decision Systems for Inventory Management and Production Planning, New York u.a. 1979.Google Scholar
  12. Reif, K.: Verfahren der Bedarfsermittlung, IBM Nachrichten, 16. Jg. (1966), H. 177, S. 127–133.Google Scholar
  13. Reif, K.: Bedarfsermittlung durch Auflösung von Stücklisten oder aufgrund des Teileverwendungsnachweises, IBM Fachbibiothek (1968), IBM Form 81519.Google Scholar
  14. Thomas, A.B.: Stock Control in Manufacturing Industries, sec. ed., London, Worcester 1980.Google Scholar
  15. Trux, W.R.: Einkauf und Lagerdisposition mit Datenverarbeitung, 2. Aufl., München 1972.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1985

Authors and Affiliations

  1. 1.Fachhochschule NiederrheinMönchengladbachDeutschland

Personalised recommendations