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Einleitung

  • Johannes Balve
Part of the DUV Sprachwissenschaft book series (DUVSWISS)

Zusammenfassung

Man kann den Umstand wohl außergewöhnlich nennen, der einen Schriftsteller veranlaßt, seine ästhetischen und philosophischen Vorstellungen in Form einer Musiktheorie niederzulegen.

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Literatur

  1. 1.
    Zuerst erschienen in: ‘Der Sturm’. 1. Jg. Nr. 5 ff., Berlin, 1910. In der vorliegenden Arbeit zitiert nach der neuen Ausgabe. Alfred Döblin: Schriften zu Ästhetik, Poetik und Literatur. (V) Olten/ Freiburg i.B., 1989; S. 11–112. Nachweise der Zitate im folgenden eingeklammert im Text.Google Scholar
  2. 2.
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  3. 3.
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  4. 4.
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  5. 5.
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  10. 10.
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  11. 11.
    Die grundlegende Bedeutung der ‘Gespräche’ für Döblins Ästhetik wurde in der Forschung bereits hervorgehoben; s. z. B. Ernst Ribbat: Autonome Prosa? In: Internationale Alfred-Döblin-Kolloquien. Bern, 1986; Jahrb. f. Internat. Germ. Reihe A, Bd. 14; S. 299. Einzelstudien zu den ‘Gesprächen’ gibt es bislang noch nicht. Deutungen nach Einzelaspekten bei: Ernst Ribbat: Die Wahrheit des Lebens im frühen Werk Alfred Döblins (Diss.). Münster, 1970; S. 89–91; Helmut Becker: Untersuchungen zum epischen Werk Alfred Döblins. Diss. Marburg, 1962; S. 144ff.; Cecylia Zalubska: Döblins Reflexionen zur Epik im Spiegel ausgewählter Romane. Poznan, 1980; S. 19–21; Monique Weyembergh-Boussart: Alfred Döblin. Seine Religiosität. Bonn, 1970; S. 30–32; Klaus Müller-Salget: A. D.: Werk und Entwicklung. Bonn, 1972; S. 56f., S. 98–100.Google Scholar
  12. 12.
    Die grundlegende Bedeutung der ‘Gespräche’ für Döblins Ästhetik wurde in der Forschung bereits hervorgehoben; s. z. B. Ernst Ribbat: Autonome Prosa? In: Internationale Alfred-Döblin-Kolloquien. Bern, 1986; Jahrb. f. Internat. Germ. Reihe A, Bd. 14; S. 299. Einzelstudien zu den ‘Gesprächen’ gibt es bislang noch nicht. Deutungen nach Einzelaspekten bei: Ernst Ribbat: Die Wahrheit des Lebens im frühen Werk Alfred Döblins (Diss.). Münster, 1970; S. 89–91; Helmut Becker: Untersuchungen zum epischen Werk Alfred Döblins. Diss. Marburg, 1962; S. 144ff.; Cecylia Zalubska: Döblins Reflexionen zur Epik im Spiegel ausgewählter Romane. Poznan, 1980; S. 19–21; Monique Weyembergh-Boussart: Alfred Döblin. Seine Religiosität. Bonn, 1970; S. 30–32; Klaus Müller-Salget: A. D.: Werk und Entwicklung. Bonn, 1972; S. 56f., S. 98–100.Google Scholar
  13. 13.
    A. D.: Das Ich über der Natur. Berlin, 1927 (IN)Google Scholar
  14. 14.
    E. Ribbat zeigt sich irritiert durch die diskontinuierliche Entwicklung der Gespräche. Es sei keine vom Autor “intendierte Meinung” herauszulesen. E. Ribbat: Die Wahrheit des Lebens im frühen Werk Alfred Döblins. Münster, 1970, S. 63Google Scholar
  15. 15.
    A. D.: Gedächtnisstörungen bei der Korsakoff’schen Psychose. Freiburg, 1905Google Scholar
  16. 16.
    A. D.: Nutzen der Musik für die Literatur. In: Die Zeitlupe. A. a. O., S. 160Google Scholar
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    S. Wolfgang Veits Untersuchung musikalischer Bauformen in Döblins ‘Berlin Alexanderplatz.’ W. V.: Erzählende und erzählte Welt im Werk Alfred Döblins. (Diss.) Tübingen, 1970; S. 320ff.Google Scholar
  18. 18.
    A. Z. L., a. a. O., S. 127Google Scholar
  19. 19.
    Roland Barthes unterscheidet zwischen lesbaren und schreibbaren Texten und liefert damit Kriterien für die Offenheit bzw. Geschlossenheit eines literarischen Werkes. R. B.: S/Z. Frankfurt/M., 1987; S. 7–10Google Scholar
  20. 20.
    Um den Entwicklungsgang der Gedanken zu erhellen, sollen die verschiedenen Fassungen miteinander verglichen werden. Im Anhang sind die Textvarianten wiedergegeben, die auch die Druckfassung im Sinne eines besseren Textverständnisses ergänzen. Die Veröffentlichung der Nachlaßmanuskripte erfolgt mit der freundlichen Genehmigung des Walter-Verlags.Google Scholar
  21. 21.
    S. A. z. L., S. 132.Google Scholar
  22. 22.
    Es gibt in der Döblin-Forschung kaum eine beharrlicher vertretene Auffassung als die, Döblin habe im neuen Medium Film ein Vorbild für seine Romankunst gesehen. Bisher hat allerdings niemand den Umkehrschluß gewagt und die Verfilmbarkeit der Döblinschen Werke behauptet. Die Apologeten der Filmtheorie berufen sich in der Regel auf Döblins Aussagen über sein Bemühen, Lebensvorgänge zeitlich mit den Mitteln der Sprache nachzuvollziehen, bleiben aber schon hier stehen, ohne danach zu fragen, was Döblin unter diesen Abläufen versteht. Nicht einlinig, sondern vielschichtig sind die Lebensvorgänge, die er simultan in ihren verschlungenen Bewegungsabläufen wiedergeben will. Er selbst hat hier einen treffenderen Vergleich gefunden: die Symphonie (s. A. Z. L., S. 127). Die Simultaneität, die in Faßbinders Film durch die Kombination von Musik, Bildabfolgen und die eingeblendeten Texte hergestellt werden soll, hat — davon abgesehen, daß sie gar nicht vollständig wahrgenommen werden kann — mit dieser Vielschichtigkeit wenig zu tun.Google Scholar
  23. 23.
    Ein Beispiel strukturanalytischer Textinterpretation ist Harald Jähners Buch über Döblins ‘Berlin Alexanderplatz’. H. Jähner: Erzählter, montierter, soufflierter Text. Zur Konstruktion des Romans ‘Berlin Alexanderplatz’ von Alfred Döblin. Frankfurt/M., Bern, Las Vegas, 1984.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1990

Authors and Affiliations

  • Johannes Balve

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