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Methodisches

  • Martin Maurach
Chapter
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Zusammenfassung

Als Hörspiel gilt in dieser Arbeit, was in einer Rundfunkprogrammrubrik als Hörspiel bezeichnet und auf einem für Hörspiele vorgesehenen oder offenen Sendeplatz gesendet wurde. Eine normative, inhaltsbezogenere Gattungsdefinition würde das Feld abschließen, das erst untersucht werden soll. Darüber hinaus könnte sie der gattungsübergreifenden Produktionsvielfalt nur mit groben Verzerrungen gerecht werden.1

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. Karst 1986, 5. Allerdings kann eine ausschließlich auf die äußere Abgrenzung des Mediums gegen andere Medien bezogene Hörspielbestimmung wohl nur vorläufig sein. Über die Portionienmg des medialen ‘outputs’ als Vergleichsgröße, die hier “Buch” und “Hörspiel” zusammenfùhrt, mußte m.E. nods spezifizierend hinausgegangen werden. Zu fragen wäre, ob traditionelle Gattungsdifferenzen anhand von Unterschieden zwischen Wahrnehmungsweisen zu rekonstruieren sindGoogle Scholar
  2. 2.
    Z.B.: Paul Wuhr: Preislied. BR/NDR 1971. S: S 2, 22.8. 1991, WDR 5, 5.8. 1992.Google Scholar
  3. 3.
    Z.B.: Oskar Pastior: Beiß nicht in die Birne. SDR 1971, S: BR 2, 11.9.1991.Google Scholar
  4. 4.
    Z.B. Jürgen Becker: Häuser. WDR/SDR/SWF 1969. S: WDR 5, 15.7. 1992.Google Scholar
  5. 8.
    Rühm 1973; siehe Verzeichnis der gedruckten Quellen, künftig Vz 3.Google Scholar
  6. 9.
    Ich stelle hier der Begriffsbestimmung von Scholz 1989, 19 die aus Döhl: fußrote und chronologischer exkurs zur akustischen poesie (1), in: die sonde 1964, H.2, 33–42, hier 33, gegenüber. Döhl: “Unter akustischer Poesie verstehen wir zunächst eine Poesie, die auf das Wort und den Satz als Bedeutungsträger (weitgehend) verzichtet und in der methodischen und/oder zufälligen Addition von Lauten, Lautfolgen und Lautgruppen ästhetische Gebilde hervorbringt, die der akustischen Realisation bedürfen.” Scholz: “Unter Lautpoesie verstehen wir eine Dichtung die auf das Wort und den Satz als Bedeutungsträger verzichtet und in der methodischen, eigengesetzlichen, nach subjektiven Ausdrucksabsichten vorgehenden Addition/Komposition von mittels der Artikulationsorgane produzierten Sprachlauten (Laute, Lautfolgen, Lautgruppen) ästhetische Gebilde (Lautgedichte, Lauttexte) gestaltet, die der akustischen Realisation seitens des Dichters (Lesung, Tonaufzeicmung) bedürfen.” Scholz erwähnt Döhl im engeren Kontext ‘seiner’ Begriffsbestimmungnicht.Google Scholar
  7. 10.
    Vgl. hierzu auch Pörtner, Nachlaß Stadtbibliothek Wuppertal, Or 54, Typoskriptdurchschlag (4 BI.), undatiert: “VIER. Konfigurationen. Text lir ein Schallspiel von Paul Partner”, BI.3, nach handschriftlicher Paginierung 2, wo auch bei einem Ausgangsmaterial aus voll artikulierter Sprache “Laut-Aktionen”, nicht “Personalisation (Rollenspiel, Handlung)” als Hauptinteresse bezeichnet werden. Auch Partner setzt hier offensichtlich ein Interesse an “Laut-Aktionen” nicht gleich mit dem Verzicht auf verbale Semantik oder den Lautstand der Alltagssprache.Google Scholar
  8. 12.
    Chopin hrsg. 1979, Lora-Totino hrsg. 1989, Scholz hrsg. 1987 a,b. Alle Vz. 1 (’Tonträger und Rundfunksendungen).Google Scholar
  9. 13.
    Vgl. z.B. Faulstich 1981, 5; Timper 1990, 10f.Google Scholar
  10. 14.
    Vgl. Reinecke in: Sprache im technischen Zeitalter 29, H. 117 (1991), 73 Anm. 17: “Hören […] ist irreversibel.”Google Scholar
  11. 15.
    Dies.: “Audiophilologie” als Methode der Hörspielforschung betrachtet am Beispiel der Hörspielkunst Ingeborg Bachmanns, in: Hickethier, Zielinski hrsg. 1991, 207–215.Google Scholar
  12. 16.
    Dieses und das folgende Zitat: ebd. 209.Google Scholar
  13. 17.
    Vgl. Ansätze dazu in den Programmheften zum “Festival des Hörens”, Erlangen 1990.Google Scholar
  14. 18.
    Vgl. ferner z.B. Büchter-Römer o.J. [1989?]. Die Autorin erwähnt Jandl mehrfach, stellt aber keine explizite Verbindung zwischen vokalem Jazz und Lautpoesie her.Google Scholar
  15. 19.
    Vgl. Kneif in Sandner hrsg. 1977, 170; Hartwie -Wiechell 1974, 13.Google Scholar
  16. 20.
    Ausführlicher zu diskutieren sind semiotische, phonetische und gesprächsanalytische Ansätze und Ergebnisse. Vgl. unten 1.2, 3.2., 3.5.Google Scholar
  17. 21.
    Es sei nodunals hingewiesen auf Döhl 1988, Sdhöning hrsg. 1969, 1970, 1974, 1982, 1983. Vgl. auch Cory 1974, Heger 1977, Leimen 1975, Würfel 1978. Döhl 1988, 121 spricht demgegenüber von “wenigen systematischen Arbeiten zum neueren Hörspiel” (zuerst: WDR 3, 7.1982).Google Scholar
  18. 22.
    Vgl. Sdnöning in ders. hrsg. 1982, 287–305, hier 303f.Google Scholar
  19. 23.
    Max Bense: Aesthetics (1965), 267 f.Google Scholar
  20. 24.
    Vgl. z.B. Catford 1977.Google Scholar
  21. 25.
    Vgl. zu einer analogen Fragestellung S. J. Schmidt, A. Barsch 1981.Google Scholar
  22. 30.
    Auf dem Gebiet visueller Poesie scheint mir das ein Vorbehalt gegen Weiss 1984, wo man öfter (95, 100, 125) den Eindruck gewinnen kann, traditionelle Texte warden implizit auf eine simple gegenständliche Referaizsemantik festgelegt und sprachliche Bedeutung generell ebenso unausgesprochen auf Gegenstandsreferenz beschränkt. Damit scheint dann auch ein fir allemal festzustehen, was Fiktion und literarische Handlung sind. Ich versuche solchen reduzierenden Festlegungen durch ein Rekonstruktionsverfahren zu entgehet’ das zunächst ‘unterhalb’ der ästhetischen Ebene, bei Phonetik und Wahmehmungsgesetzen ansetzt, um deren Komplexität dann ohne Verluste in die eigentlich ästhetische Betrachtungsweise zu übertragen.Google Scholar
  23. 31.
    Vgl. Harmening 1990, 5.Google Scholar
  24. 32.
    Hartwig-Wiedhell a.a.O., von Braha 1983.Google Scholar
  25. 33.
    Vgl. Hofstätter, Wendt 41974, 235; Hofstätter 1971, 78; 1972, 96ff.; 1973, 258ff. pass.; 51973, 80 pass.Google Scholar
  26. 35.
    Formuliert werden anscheinend Fragen folgender Art, zu denen jeweils ein Laut-Paar angeboten wird: “Welcher [Laut] ist raufsüchtig?”; “Welcher [Laut] ist der Mann?” (123). Eine Lenkung der Ergebnisse durch diese Art der Fragestellung erscheint nicht völlig unwahrscheinlich.Google Scholar
  27. 36.
    Gertich/Weigel in Feiten hrsg. 1990, 56: “[…] zwischen physikalisch bestimmtem Schallreiz und wahrgenommenem Klang [bestehen] keine eindeutigen Zuordnungen […], sondern komplizierte Beziehungen.”Google Scholar
  28. 41.
    Vgl. Geihner 1981 sowie zum Notationsproblem unten Kap. 2.Google Scholar
  29. 42.
    Vgl. Altmann hrsg. 1988; ders./Batliner/Oppenrieder hrsg. 1989.Google Scholar
  30. 43.
    Eine hier tällige Einschränkung hat Bregman a.a.O., 2 mit den Wortei formuliett, daß die Gestalttheorie “never quite got around to audition.” Tatsächlich bildet nach wie vor das Sehen ihr Hauptinteresse.Google Scholar
  31. 44.
    Vgl. Moore 21982, 198111, 217, 222, 242; Bregman a.a.O. 24, 40.Google Scholar
  32. 47.
    Darwin 1976, 175ff. Ebd. 177: “Our conscious awareness, then, is driven to the highest level present in the stimulus, allowing lower levels to be accessible only as a subsequent operation on these higher units.” Vgl. auch Bregman a.a.O., 70.Google Scholar
  33. 48.
    Darwin a.a.O., 178: “1…] a potpourri of vowels produced by many different speakers is more intelligible than if they are spoken in isolation without the consonants.” Vgl. auch Bregman a.a.O., 26f., zur auditiven Gestaltergänzung als Figur-Grund-Problem; ferner Moore a.a.O., 200, zur Interpretation von Frequenzübergängen in gleichzeitig erklingenden Folgen von Vokalen: “Apparently a given group of components can only be perceived as part of one stream […]. Thus the perceptual segregation produces illusory silences in each stream during the portions of the signal attributed to the other stream, and these silences are interpreted, together with the gliding spectral patterns in the vowels, as indicating the presence of stop consonants […1. It is clear that the perception of speech sounds can be strongly affected by stream organization.” Hier scheint besonders das gestalttheoretische Prinzip der eineindeutigen Zuordnung von Konturen von Bedeutung zu sein. Vgl. schließlich ebd. 229: “In many cases a phoneme will only be correctly identified if information obtained over a whole syllable or even a group of several words is utilised.”Google Scholar
  34. 49.
    Diese wären als streams zu bezeichnen, vgl. Bregman a.a.O., 9; Moore a.a.O., 197.Google Scholar
  35. 56.
    In: Carterette, Friedman eds. 1976, 345–361, hier 348. Vgl. vor allem auch Laver 1980.Google Scholar
  36. 58.
    Nach Moore, a.a.O., 226, kann ‘weißes’, also alle hörbaren Frequenzen enthaltendes Rauschen allein nach vom Sprachrhythmus gesteuerter Amplitudenmodulation quasi als ‘Sprache’ gehört werden. Bregman a.a.O., 49 setzt dagegen für “nonspeech”-Geräusche nur eine geringe Tendenz zu wortähnlichen Gruppenbildungen an.Google Scholar
  37. 59.
    Vgl. D.B. Fry in Mahnberg hrsg. 31974, 392. In der Sprache erlaubt die Möglichkeit, Wahmehmungskontraste auf verschiedenen Einheitenebenen zu realisieren, wesentliche funktionale Differenzienmgen.Google Scholar
  38. 60.
    In: Lora-Totino hrsg. a.a.O., CD 2.Google Scholar
  39. 61.
    Vgl. Bregman a.a.O., 40, 550 pass.Google Scholar
  40. 63.
    Vgl. Sdhöning in ders. hrsg. 1982, 294.Google Scholar
  41. 64.
    Ähnliches gilt auch für das komplexe Verhältnis von Notation und Ausführbarkeit in der Neuen Musik. Die notierte Vorschrift von spieltechnisch ‘Unmöglichem’ provoziert z B. ‘urfällige’ Ausführungen, während andererseits elektroakustische Stöcke nur im nachhinein und mit Einschränkungen ’rentiert’ werden können.Google Scholar
  42. 65.
    Vgl. Moore a.a.O., 191, Bregnum a.a.O., 393 u. unten 4.4.Google Scholar
  43. 66.
    Den fast durchweg ablehnenden Urteilen über konkrete Poesie in Hartung 1975, Kopfermann 1981 folge ich nicht.Google Scholar
  44. 69.
    Federman, Geerken, Jens, Krechel, Mayrödcer, Rahm: Wüstensturm. Texte für ein Hörspielprojekt. BR/SR 1991. Ursendung BR 2, 22.11. 1991.Google Scholar
  45. 70.
    Bazon Brock thematisiert in der Einführung zu “Grundgeräusche und ein Hörraum” explizit den “Zwang zur assoziativen Ergänzung, zu [sic!l Verarbeitung des Materials in einem vorgegebenen Sinnzusammenhang” In: ders.: Hörstücke II. Grundgeräusche und ein Hörraum. Auf dem Wege zu einer Grammatik akustischer Umweltwahmehmung (eine Hörschulung). Köln: S Press Tapes o.J., Aufnahme WDR 1969. Druckfassung unter dem Titel “Auf dem Wege zu einer Grammatik akustischer Umweltwahrnehmung” in Scheninghrsg 1970, 214–220.Google Scholar
  46. 71.
    Z. B.: [Männerstimme:] Wo sind die Toten?/Schnitt/ [Frauenstimme:) Die sind frisch gewaschen. Aa.O.Google Scholar
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    Vgl. Bregman a.a.O., 25ff.Google Scholar
  48. 73.
    Vgl. Metzger in Guss hrsg. 1975, 4, 17, u. Wertheimer 1991 (Reprint, zuerst o.J.), 51f.Google Scholar
  49. 74.
    Vgl. Armheim 31987, 133f.Google Scholar
  50. 75.
    Köhler 1958, 54; vgl. ebd. 51 pass.Google Scholar
  51. 82.
    Vgl. Zöller 1991, 57. Zu Pörtner s. unten 3.5.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1995

Authors and Affiliations

  • Martin Maurach
    • 1
  1. 1.Berlin-SiegenDeutschland

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