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Fazit

  • Thilo Rauch
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Part of the DUV: Sozialwissenschaft book series (DUVSW)

Zusammenfassung

Die Ferienkolonien — eine „Schweizer Idee von Weltrang“ (Grunder 1991) — haben ihren Ursprung im Kanton Appenzell. Hier organisierte der ehemalige Landpfarrer Hermann Walter Bion im Jahre 1876 erstmals diese neue Form der privaten Kindererholungsfürsorge nach seinem „Züricher Modell“. Bion gilt bis heute unbestritten als der geistige „Vater der Ferienkolonien“. In Anlehnung an seine Konzeption kam es in nur wenigen Jahrzehnten in nahezu allen europäischen Ländern zu Ferienkoloniegründungen. Im Deutschen Kaiserreich beginnt die Gründungsphase im Jahre 1878. Der Frankfurter Hygieniker Georg Varrentrapp und weitere Mitglieder der Freimaurerloge „Zur Einigkeit“ waren hier die ersten, die sich der privaten Erholungsfürsorge für „arme und kränkliche Schulkinder“ annahmen. Ihrem Beispiel folgten andere Freimaurerlogen, unabhängige Vereine und Komitees, kommunale Institutionen, Frauenvereine, Fürsorgevereine, Schul- und Lehrervereine, Privatpersonen und Firmen sowie Logen des jüdischen Ordens „B’nai B’rith“. Diese Vereinigungen waren in ihrer Mehrzahl seit Anfang der 1880er Jahre im Dachverband der „Zentralstelle der Vereinigungen für Sommerpflege in Deutschland“ organisiert. Insgesamt konnten im Rahmen dieser Untersuchung 418 Ferienkolonieträger für die Jahre 1876 bis 1914 nachgewiesen und lokalisiert werden.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1992

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  • Thilo Rauch

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