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Kasuistiken

  • R. J. Boerner
Chapter
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Part of the DUV: Medizin book series (DUVM)

Zusammenfassung

16 Monate vor stationärer Aufnahme stellte sich bei der Patientin nach dem Tod ihrer Mutter, die für sie eine enge Bezugs- und Vertrauensperson war, eine zunehmende depressive Symptomatik ein. Eine ambulante Therapie mit Amitriptylin und Amitriptylinoxid in ausreichender Dosierung und Dauer sowie pflanzlichen antidepressiv wirkenden Substanzen blieb ohne Erfolg. Die Patientin zeigte zunehmend eine ausgeprägt depressive Stimmung, verbunden mit mangelnder Belastungs- und Leistungsfähigkeit, Wein- und Grübelneigung, Angst und Beklemmungsgefühl, Interesseneinengung und Schlafstörungen. Darüber hinaus beklagte sie einen Gewichtsverlust von über 10 kg. Die Patientin mußte sich zum Essen zwingen und litt an starker Inappetenz. Zudem verspürte sie eine zunehmende körperliche Schwäche. Die Patientin fühlte sich am Tod der Mutter schuldig, weil sie in der Sterbestunde nicht bei ihr sein konnte. Die Folge davon war ein starkes Verlusterleben, verbunden mit einem Gefühl der Leere und Unausgeglichenheit. Zeitweise traten Suizidgedanken auf. Eine ausführliche organ-medizinische und internistische Abklärung erbrachte keinen pathologischen Befund.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1997

Authors and Affiliations

  • R. J. Boerner
    • 1
  1. 1.Psychiatrische Klinik und PoliklinikLudwig-Maximilians-Universität MünchenMünchenDeutschland

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