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Einleitender Teil

  • Tilmann Schweisfurth
Chapter
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Part of the DUV Sozialwissenschaft book series (DUVSW)

Zusammenfassung

Kernstück sozialliberaler Reformpolitik im Bildungsbereich war das bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) (Bundesgesetzblatt (BGBL), I 1971, 1409ff.) von 1971, das mit einem Kostenaufwand von rd. 40 Mrd. DM (bis 1987) finanzielle Barrieren beim Zugang zu weiterführenden Bildungseinrichtungen für Jugendliche aus einkommensschwachen Elternhäusern beseitigen und damit den Zugang zu Bildungsinhalten, höheren Bildungsabschlüssen und Sozialpositionen demokratisieren wollte. Nach vorausgehenden leistungsreduzierenden Eingriffen hat die konservativ-liberale Bundesregierung das BAföG im Herbst 1982 hinsichtlich Förderbereich und art weitreichend abgebaut.

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Literatur

  1. 1.
    Wegen der völlig anderen gesellschaftspolitischen Kontextbedingungen in der ehemaligen DDR sind deren damalige Ausbildungsbeihilfenprogramme nicht Gegenstand dieser Untersuchung.Google Scholar
  2. 2.
    So verdoppeln sich weitgehend unbeeinflußt von staatlichen Maßnahmen die Studentenzahlen an wissenschaftlichen Hochschulen von 100.239 (1950) auf 207.702 (1960) und verdreifachen sich auf 323.498 in 1970 (Hüfner/Naumann 1977, 79).Google Scholar
  3. 3.
    Als das insbesondere um die Parteien erweiterte systemtheoretische Staatskonzept, mit dem administrative Beiträge zum Policy-Making-Prozeß ohne normative Verzerrungen erfaßt werden können.Google Scholar
  4. 4.
    Dies führte zudem zu einem unfruchtbaren “Glaubenskrieg” über die relative Autonomie und Steuerungskapazität des PAS mit politökonomischen Vertretern (Hesse 1985, 39).Google Scholar
  5. 5.
    Rationale Auswahlentscheidungen werden determiniert durch die Situation, in der man steht und ihre Bewertung; Problemlösung nur durch Einbezug der Probleme der ‘Mitspieler’.Google Scholar
  6. 6.
    Mit Verweis auf die völlig verschiedenen institutionellen und kulturpolitischen Traditionen in den USA und Europa. Methodisches Hauptproblem ist dabei die konkrete Zuordbarkeit — i. d. R. vielschichtiger — staatlicher Policies zu den Policy-Typen (Windhoff-Héritier 1983a, 354).Google Scholar
  7. 7.
    Perzeptionen beziehen sich eher auf die dem Problem zugrundeliegenden Ereignisse. Definitionen umschreiben das Problem und die darauf basierende Policy selbst.Google Scholar
  8. 8.
    Anders Lehmbruch 1987, 33f., der diese Verstärkung des politischen Rückhalts m. E. unzutreffend auf das individuelle Nutzenkalkül der Beamten zurückzuführen versucht und dementsprechend eine organisationsspezifische Rationalität solchen Strategien nicht zuspricht.Google Scholar
  9. 9.
    Steigender Legitimationsbedarf, da politisch-administrative Entscheidungen zunehmend im vorparlamentarischen Bereich fallen.Google Scholar
  10. 10.
    Symptomatisch ist die Klage aus CDU/CSU und FDP über den schlechtenGoogle Scholar
  11. 11.
    Verkauf von Steuer- und Gesundheitsreform durch die Bundesregierung. Aufbauend auf eine ökonomische Theorie politischen Wettbewerbs (ders., 4) wird die politische Kommunikation analysiert, allerdings begrenzt auf die Wahlkampfstrategie der Parteien (ders., 2). Der Autor definiert die Marketing-Konzepte (ders., 23) und versucht Analogien herzustellen zur betriebswirtschaftlichen Marketingwissenschaft.Google Scholar
  12. 12.
    Überreden’ ist manipulative Propaganda durch Beeinflussungsmittel unterhalb der Kontrollschwelle des Bewußtseins und damit ethisch unhaltbar.Google Scholar
  13. 13.
    Staatliche Ausbildungsbeihilfen im Rahmen des dualen Berufsbildungssystems werden hier nur am Rande behandelt. Sie sind weder vom Umfang noch von der politischen Konflikthaftigkeit zu vergleichen mit den Ausbildungsbeihilfenprogrammen für den Schul- und Hochschulsektor. Die individuellen Ausbildungskosten in der beruflichen Bildung werden i. d. R. im hinreichenden Maße von den auszubildenden Betrieben getragen (Ausbildungsvergütungen).Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1993

Authors and Affiliations

  • Tilmann Schweisfurth

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