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Alfred Webers Soziologische Zeitdiagnose zur Kulturkrise

  • Volker Kruse
Part of the DUV Sozialwissenschaft book series (DUVSW)

Zusammenfassung

Mit Alfred Weber stoßen wir nach der “sozialen Frage” auf das zweite große Thema der frühen deutschen Soziologie: die “Kulturkrise”. “Seit den zwanziger Jahren zweifelte kein deutscher Professor mehr daran, daß eine tiefgreifende ‘Kulturkrise’ ausgebrochen war” (Ringer 1983, S. 229) (1). Was darunter sachlich zu verstehen sei, war jedoch umstritten und unklar. Zu den (wirklichen oder vermeintlichen) Phänomenen, an denen der Begriff der Kulturkrise festgemacht wurde, zählten sinkendes Niveau in den Künsten, allgemeiner Verfall der geistigen Kreativität, Absinken des kulturellen Lebensniveaus ins Profane, Säkulare, Ordinäre, Sucht nach oberflächlichen Genüssen, Spezialisierung im Arbeitsprozeß, Vernachlässigung der Seele durch einseitige Fixierung auf Arbeit, Vorherrschaft der Spezialisierung und des “Positivismus” in der Wissenschaft, Mangel an Weltanschauung, Bruch zwischen Wissenschaft und Weltanschauung, Überschwemmung der Universitäten mit zu vielen und unzureichend begabten Abiturienten (1).

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Literatur

  1. 1).
    Vgl. Ringer 1983, S. 229–243. Zum Begriff der “Kulturkrise” in der Weimarer Soziologie aus wissenssoziologischer Sicht vgl. auch Berking 1984.Google Scholar
  2. 2).
    Auch Alfred Weber begann ja thematisch ursprünglich mit der sozialen Frage und profilierte sich als Fachmann über Hausindustrie (vgl. auch den biographischen Abriß zu Weber in Kap. I.1.). In seiner Prager Zeit (1904–1907) wirkte er als Standorttheoretiker. Der Beginn seiner formativen Phase als Kultursoziologe 1907–1913 fällt also in etwa zusammen mit seinem Wechsel von Prag nach Heidelberg. Wenn man nach den konkreten biographischen Hintergründen für Webers Übergang von der Standorttheorie zur Kultursoziologie fragt, liegt es nahe, das Heidelberger Milieu ins Spiel zu bringen, zumal auch autobiographische Äußerungen Webers darauf hinweisen (A.W. 1955a, S. 61–63, besonders aber Webers Ansprache auf einer Universitätsfeier anläßlich seines 80. Geburtstags 1948, in: Bundesarchiv Koblenz, NL A.W./30). Näheren Aufschluß über die konkrete Auswirkung des Heidelberger Milieus auf die Anfänge von Webers kultursoziologischer Theoriebildung könnte eventuell ein seit September 1986 freigegebener Briefwechsel mit seiner Lebensgefährtin Else Jaffé-Richthofen ab 1910/11 bringen, der aus zeitlichen und technischen Gründen im Rahmen dieser Arbeit nicht berücksichtigt werden konnte. Alfred Webers kultursoziologische Fragestellung, die sich m.W. erstmals 1907 deutlich manifestierte (in den Fragebögen zu den Untersuchungen über “Auslese und Anpassung der Arbeiterschaft”, vgl. den biographischen Abriß in Kap. I.1.), dürfte sich jedoch schon vor Webers Heidelberger Periode und unabhängig vom Heidelberger Milieu herausgebildet haben. In seiner soeben angeführten Rede anläßlich seines 80. Geburtstags bemerkt er: “Seit der Jahrhundertwende stieg... immer mächtiger hinter der Frage ‘Kapitalismus und Proletariat’ die viel weitschichtigere auf: Zeit und seelisch-geistige Lage” (NL A.W./30; Hervorhebung von mir, V.K.). Und in “Die Jugend und das deutsche Schicksal” heißt es über seine Heidelberger Anfänge: “Es ergaben sich für mich weiter für mein eigenes stilles Fragen universalhistorisch soziologische Weltperspektiven, zu deren Mitteilung und Erörterung es hier auch ein Publikum gab” (A.W. 1955a, S. 62; Hervorhebung von mir, V.K.). D.h., das Heidelberger Milieu dürfte die Entfaltung und konzeptuelle Gestaltung einer Fragestellung mitgeprägt haben, die schon vorher und unabhängig von Heidelberg angelegt war — aufgrund welcher persönlichen Erfahrungen und geistigen Einflüsse (Nietzsche?), muß hier offenbleiben.Google Scholar
  3. 3).
    Vgl. Kap. II.1.1. “Vom Armenarzt zum Theoretiker der sozialen Frage”.Google Scholar
  4. 4).
    Weber stützt sich empirisch auf “zahlreiche Autobiographien der letzten Zeit” (A.W. 1912, S. 378) sowie auf die bereits erwähnten “Untersuchungen über Auslese und Anpassung (Berufswahl und Berufsschicksal) der Arbeiter in den verschiedenen Zweigen der Großindustrie” im Auftrag des Vereins für Sozialpolitik, die er selbst angeregt und für die er auch die Fragebögen entwickelt hatte. Es handelt sich um: Marie Bernays, Auslese und Anpassung der Arbeiterschaft der geschlossenen Großindustrie, dargestellt an den Verhältnissen der “Gladbacher Spinnerei und Weberei” A.-G. zu München-Gladbach im Rheinland, und um: v. Bienkowski, H. Hinke, Cl. Heiß, J. Deutsch, D. Lande, Auslese und Anpassung der Arbeiterschaft in der Elektroindustrie, Buchdruckerei, Feinmechanik und Maschinenindustrie; beide Leipzig 1910. Vgl. auch Kern 1982, S. 90–102.Google Scholar
  5. 5).
    Alfred Weber erläutert nicht, was er unter einem “wirklich reichen Dasein” versteht, aber aus dem Zusammenhang ist zu entnehmen, daß er darunter das Gegenteil der realen Arbeiterexistenz faßt, also ein aktives, selbstbestimmtes, selbstgestaltetes Leben mit vielfältigen Erlebnisvariationen.Google Scholar
  6. 6).
    Es ist, wie Weber — gestützt auf Arbeiterbriefe, Arbeiterbiographien und Arbeiterbefragungen — feststellt, “einfach die Aussicht, an jeder anderen Stelle, auch wenn sie später lukrativer wäre und mehr reizte, zunächst wegen der Einübungsnotwendigkeit etwas weniger zu verdienen, was kettet” (A.W. 1912, S. 402). Weber fordert, daß die Arbeiterorganisationen den “Berufswechsel zu einem selbstverständlichen Ideal der in ihnen Organisierten machen,... als große inhaltliche Gegenposition der kapitalistischen Geldveräußerli-chung der Arbeit”. Außerdem sollen sie “durch ihre ökonomische solidare Hand die materiellen Unterlagebedingungen für derartige Berufswechsel mitschaffen” (A.W. 1912, S. 403).Google Scholar
  7. 7).
    Vgl. Born 1975, S. 51. Zur Geschichte der gelben Arbeiterbewegung vgl. Mattheier 1974.Google Scholar
  8. 8).
    Dieser Nebensatz bezieht sich auf den von den Arbeitgebern dank verbesserter Kooperation erfolgreich beendeten Streik der Textilarbeiter von Crimmitschau 1904 und die darauf folgende Gründung von zwei zentralen Arbeitgeberverbänden (“Hauptstelle Deutscher Arbeitgeber” und “Verein Deutscher Arbeitgeberverbände”).Google Scholar
  9. 9).
    Geht man mit Wilhelm Hennis davon aus, daß Max Webers Werk “zentriert um das Schicksal des modernen Menschen” ist (Hennis 1987, S. 114), so gilt ebendieses für die referierten sozial-politschen Aufsätze Alfred Webers. Es besteht demnach in der zeitdiagnostischen Fragestellung eine bemerkenswerte Übereinstimmung unter den beiden Weber-Brüdern.Google Scholar
  10. 1).
    Gottfried Eisermann hat festgestellt, daß “überhaupt der ganze Zeitraum (von 1918–1933, V.K.)... geprägt ist durch die vorder- oder hintergründige geistige Auseinandersetzung mit dem Marxismus” (Eisermann 1959, S. 56). Auch Norbert Elias hat in einem Rückblick die Bedeutung der “Kolossalfigur von Karl Marx” für die Soziologie der zwanziger Jahre unterstrichen, “wieder und wieder ging das Für und Gegen der soziologischen Diskussionen in hohem Maße um ihn” (Elias 1984, S. 22), und: “Die Soziologie Mannheims wie die von Max und Alfred Weber lassen sich im Grunde nur als verschiedene Versuche dieser ständigen Auseinandersetzung mit der Marxschen Gesellschaftslehre begreifen” (Elias 1984, S. 46). Die Bedeutung der “produktiven Auseinandersetzung mit Karl Marx” für Alfred Webers Theoriebildung hat dessen Mitarbeiter Arnold Bergstraesser hervorgehoben (Bergstraesser 1959, S. 147).Google Scholar
  11. 2).
    Mit diesem Kritikpunkt eröffnete Alfred Weber auch seinen ersten theoretischen Entwurf zur Kultursoziologie, den Vortrag “Der soziologische Kulturbegriff”, gehalten auf dem II. Deutschen Soziologentag (1912). Dort heißt es: “Es gibt eine sehr einfache Art, sich die Einheit alles geschichtlichen Geschehens und auch den Zusammenhang kulturellen Geschehens mit den übrigen Lebenstatsachen deutlich zu machen und so das Problem der soziologisch geschichtlichen Anschauung der Kultur lösen zu wollen: nämlich die ganze Weltgeschichte in all ihren Teilen zu umfassen als evolutive Entfaltung irgendeines Prinzips, als seine stufenweise Verwirklichung im Weltgeschehen... Immer geschieht dabei ein und dasselbe, immer werden alle Einzeltatsachen der Geschichte, indem man sie entweder auf eine einzige causa oder einen einzigen Zweck bezieht, hintereinander an ein einziges Gedankenband aufgehängt und in einen sehr simplen inneren Zusammenhang gestellt. Immer wird die Geschichte dabei und demnach der ganze Werdeprozeß des menschlichen Lebens in ungeheuer einfacher Weise als eine Einheit begriffen” (in: A.W. 1927, S. 31).Google Scholar
  12. 3).
    In diesem Teilkapitel stütze ich mich vorwiegend auf die drei für die Strukturlehre der Geschichte relevantesten Arbeiten Alfred Webers: “Prinzipielles zur Kultursoziologie” (A.W. 1920), “Ideen zur Staats- und Kultursoziologie”/Einleitung (A.W. 1927, S. 1–28), “Kultursoziologie” (A.W. 1931); außerdem auf Roland Eckerts “Kultur, Zivilisation und Gesellschaft — Die Geschichtstheorie Alfred Webers” (Eckert 1970). Vgl. aber auch Willi 1953, Luoma 1959 und Wald 1964.Google Scholar
  13. 4).
    Unter “Geschichtskörper” versteht A. Weber Gebilde, die “durch einen jedem von ihnen eigenen ereignishaften historischen Lebensprozeß” zusammengefaßt sind, wobei er als die wichtigsten die ägyptischen, babylonischen, indischen, chinesischen, persischjüdischen, griechisch-römischen, byzantinischen, islamitischen und abendländischen Geschichtskörper unterscheidet. Vgl. A.W. 1931, S. 286.Google Scholar
  14. 5).
    “Dasein” ist bei Alfred Weber der Inbegriff der historischsozialen Totalität. Vgl. zu “Dasein” das folgende Teilkapitel III.2.3.Google Scholar
  15. 6).
    Die Gesellschaftssphäre ist in der Geschichtstheorie A. Webers eine vernachlässigte Größe. In seinem ersten grundlegenden theoretischen Beitrag zur Kultursoziologie “Der soziologische Kulturbegriff” (1912, abgedruckt in: A.W. 1927) fehlt bezeichnenderweise die Gesellschaftssphäre ganz. Webers eigentliches geschichtstheoretisches Anliegen ist offenkundig, die wesensmäßigen und bewegungshaften Unterschiede zwischen Zivilisation und Kultur herauszuarbeiten und ins Bewußtsein zu heben.Google Scholar
  16. 7).
    Eckert hält Webers Bestimmung von Gesellschaft als eigenständigem Daseinsbereich mit eigengesetzlicher Bewegung für unbegründet; er vermutet, daß es sich beim Gesellschaftsprozeß um eine abhängige Größe des Zivilisationsprozesses handelt (Eckert 1970, S. 72–77). Victor J. Willi sieht den bewegungs-haften Unterschied dergestalt, daß der Zivilisationsprozeß “mehr in aufsteigender, fortschrittlicher, vertikaler Richtung” verläuft, während “der Gesellschaftsprozeß in mehr erweiternder, ausdehnender, horizontaler Richtung” tendiert (Willi 1953, S. 121).Google Scholar
  17. 8).
    Laut Roland Eckert steht A. Webers Daseinsbegriff jedoch in keinem Zusammenhang zum Begriffsgebrauch in der Philosophie, etwa zur Existentialphilosophie Heideggers. Vgl. Eckert 1970, S. 41f.Google Scholar
  18. 9).
    So wandte Alfred Weber gegen Victor J. Willi, der die wechselseitigen Abhängigkeiten der drei Sphären Gesellschaft, Zivilisation und Kultur in den Mittelpunkt seiner Diss. (Willi 1953) über dessen Kultursoziologie gestellt hatte, in einem Brief ein: “Für mich stehen die Kategorien ‘durch das Zusammenwirken der verschiedenen Sphären geschaffenen Lebensaggre-gierung’ und ‘willensmäßige sowie seelische Reaktion darauf’ im Vordergrund” (zit. nach Willi 1956, S. 654).Google Scholar
  19. 10).
    Vgl. dazu ausführlicher Eckert 1970, S. 25–30. Weber hat seinen Begriff des Menschen entwickelt in: A.W. 1963a, S. 29–44; A.W. 1955, S. 32–37, S. 44–47.Google Scholar
  20. 11).
    Diesen Tatbestand kann man sich in jedem Museum vergegenwärtigen, wo die Gegenstände des täglichen Bedarfs, z.B. Krüge, Töpfe, Eßbesteck usw. nicht nur funktional konstruiert, sondern eben auch künstlerisch gestaltet sind.Google Scholar
  21. 12).
    Zu Alfred Webers Lehre der transzendenten Mächte vgl. A.W. 1959, S. 500–509; A.W. 1946, S. 254–276; A.W. 1963 S. 488–493; A.W. 1963a, S. 99–123; vgl. außerdem Eschmann 1948.Google Scholar
  22. 13).
    Alfred Webers diesbezügliche Argumentation läßt sich wie folgt zusammenfassen: (1) Transzendenzerfahrung ist ein in allen Kulturen nachweisbares Phänomen, besonders in Religion, Philosophie und Literatur (Weber verweist vor allem auf die griechischen Tragödiendichter Äschylos, Sophokles, Euripides, auf Dante und auf Shakespeare). Sie wird erst durch den neuzeitlichen Rationalismus und mechanischen Kausalismus verdrängt nach dem Motto: “Quid non est in logicis, non est in mundo” (A.W. 1963a, S. 114). Weber wirft der rationalistischen Philosophie und dem Positivismus vor, das Seiende mit der sinnlich und rational erfaßbaren Welt gleichzusetzen. (2) Die moderne Naturwissenschaft habe, so Weber “unsere Raum- und Zeitvorstellungen... als etwas Allumfassendes, in das alles einzuordnen ist, entthront. Sie können nur noch als menschliche Perzeptionsmittel angesehen werden, die ihre Grenzen besitzen. Die sehr grundsätzliche Folge ist: was in ihrer Form in uns eingeht, ist offenbar nur ein durch unsere Perzeptionsfähigkeit bestimmter Ausschnitt aus dem Vorhandenen. Und es kann und muß — wie übrigens alle unsere Erfahrung uns aufzwingt, die aber nun auch begrifflich verständlich wird — ein für uns als ‘Wirklichkeit’ vorhandenes, in dieser raumzeitlichen Vorstellung verstecktes Außerraumzeitliches, eben das Immanent-Transzendente geben. Eine Wirklichkeit, die zugleich in und außerhalb der raumzeitlichen Erscheinungen ist” (A.W. 1963a, S. 126f.). (3) Es gibt nicht nur “mechanische Kausalität, sondern auch spontan bedingte”: “Wir kennen, vor allem wieder seit Bergson, erneut das Daseinsphänomen der Spontaneität, also das Phänomen von Kräften, Mächten und Potenzen, die aus sich auftreten und als Ursachen in die allgemeine Determination eingreifen, ohne daß für sie selber irgendeine Ursache auffindbar wäre. Bergson nannte sie élan vital, mit allgemeinen Konsequenzen, aber vor allem solchen für den Menschen” (A.W. 1963, S. 127). Weber geht in Anlehnung an die Naturphilosophen Driesch, Uexküll und Woltereck so weit, “bei jeder Pflanze und jedem Tier, deren Formungen und Gestaltungen nicht aufdeckbare, eben spontane Mächte als Ursache” zu sehen (vgl. ebenda). (4) Schließlich macht Weber geltend, “daß die wie immer gestaltete Kausalinterpretation der Welt der Natur durch die moderne exakte Naturwissenschaft in Wahrheit nie und nirgends eine rein mechanistische Determination betrifft, sondern immer nur die Feststellung von Regelmäßigkeiten darüber, wie sich so oder so vorgestellte letztlich spontane Faktoren und Mächte regelmäßigerweise verhalten, also lediglich Feststellungen über das mathematisch berechenbare Verhaltensnetz, in das sie bei ihrem Arbeiten in der Erscheinungswelt eingebannt sind...” (A.W. 1963a, S. 130).Google Scholar
  23. 14).
    Nur im Zusammenhang mit dem Dritten Reich bringt Alfred Weber die transzendenten Mächte diagnostisch ins Spiel (A.W. 1946, S. 224–226), aber m.E. auch hier nicht so sehr als ursächliche Kraft, sondern er möchte anhand bestimmter nationalsozialistischer Phänomene die Existenz von transzendenten Mächten aufzeigen (vgl. Kap. III.5.2.). Überhaupt scheint das Erlebnis des Dritten Reiches Webers Auffassung von den transzendenten Mächten entscheidend stimuliert und bestimmt zu haben, so nehmen jedenfalls auch Luoma (1959, S. 129) und Riesterer (1986, S. 93) an. Beide unterstreichen ferner die Bedeutung der antiken Tragödie als Quelle von Webers Theorie der immanenten Transzendenz.Google Scholar
  24. 15).
    Inwieweit er Gehör fand, inwieweit ein solches Vorhaben chancenträchtig ist, kann und soll hier nicht erörtert werden. Es geht hier nur darum, den logischen Ort der Transzendental-ontologie im kultursoziologischen Werk Alfred Webers zu bestimmen.Google Scholar
  25. 16).
    Der Begriff der “historisch-soziologischen Konstellation” tritt bei A. Weber erstmals in den “Ideen zur Staats- und Kultursoziologie” auf und bezeichnet “die jeweils aus der besonderen Art des Zusammenspiels der Kräfte der drei Sphären sich ergebende Lage” (A.W. 1927, S. 8).Google Scholar
  26. 17).
    In diesem ontologischen und methodologischen Dualismus besteht Webers Lösung der Antinomie der individualistischideographischen Schule einerseits und der nomothetisch-generalisierenden Strömungen der klassischen Nationalökonomie, des Positivismus und des Marxismus andererseits, die wir in Kapitel I.4. (Die Genesis der historischen Soziologie der Weimarer Republik) erörtert haben.Google Scholar
  27. 18).
    Alfred Weber hat im übrigen schon 1910 in “Der Beamte” die Überzeugung ausgedrückt, “daß auch das ganz Inkommensurable und Einzige, das geschaffen wird, in irgendeiner Weise doch nur Höhepunkt in Wahrheit kollektiver Kraftentfaltung ist” (A.W. 1927, S. 81; Hervorhebung von mir, V.K.).Google Scholar
  28. 1).
    Alfred Weber rechnet Rußland nicht zum europäisch-abendländischen Geschichtskörper (vgl. Kap. III.5.3.).Google Scholar
  29. 2).
    Weber würdigt Sombarts “Der moderne Kapitalismus” als “eine Tat”, “in Haltung und Art, Freiheit und Weite des Blicks, grundsätzlicher Form der Fragestellung und des Antwortens, bei dem klare ökonomische Thesen überall einer verwaschenen sogenannten ‘historischen Beschreibung’ vorgezogen wurden..., ein Vorstoß stärksten Gewichts gegen Unklarheit und Vorurteile sowohl der Geschichts-, vor allem der Wirtschaftswissenschaft, wie der ‘historischen’ Nationalökonomie überhaupt. Natürlich von der ‘Zunft’ hier wie dort mit dem üblichen handwerklichen Kleingewehrfeuer erwidert...” (A.W. 1933, 2. Sp.). Auch hier erweist sich Alfred Weber als historischer Soziologe, wie wir ihn in Kap. I.4. definiert haben.Google Scholar
  30. 3).
    Mit dem “zu stark herausgearbeiteten Evolutionscharakter des Kapitalismus” meint Alfred Weber vermutlich das historisch-materialistische Theorem der progressiven Aufeinanderfolge der Gesellschaftsformationen, wogegen er selbst mit Sombart und Max Weber den modernen Kapitalismus für ein historisches Individuum, d.h. für ein spezifisch okzidenta-les Phänomen hält.Google Scholar
  31. 4).
    Das “Wesen” des Kapitalismus hat Weber (mit dem “Prinzip der Kapitalakkumulation durch unaufhörliche Markt-, Absatz-, Umsatz- und Gewinnerweiterung und -anhäufung”) offensichtlich in Anschluß an Karl Marx beschrieben.Google Scholar
  32. 1).
    Der transzendenzbewußte Mensch im Sinne Webers zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus: a) Er ist sich im klaren, daß das Sein weit über die sinnlich erfahrbare und logisch faßbare Welt hinausreicht; b) er weiß um die Wirksamkeit transzendenter Mächte; c) er erlebt bestimmte Grundwerte (z.B. Freiheit und Menschlichkeit) als wahr und absolut, jenseits aller logischen Beweisbarkeit und politischen Opportunität. Der Verlust der “transzendenten Tiefe” ist also gleichbedeutend mit dem Verschwinden dieser Eigenschaften.Google Scholar
  33. 2).
    Weber bezieht diesen Vorwurf, ohne weitere Namen zu nennen, auf die “sogenannte!) historische!) Schule, die auf Ranke folgte” (A.W. 1946, S. 20). Damit dürften etwa die Historiker Christoph Dahlmann, Johann Gottfried Droysen, Heinrich Sybel und Heinrich Treitschke gemeint sein, die, wie Georg G. Iggers herausgearbeitet hat, staatlicher Machtpolitik den Vorrang gegenüber ethischen und geistigen Gesichtspunkten einräumten (vgl. Iggers 1971, bes. S. 120–162).Google Scholar
  34. 1).
    Eine vergleichbare Einschätzung findet sich bereits bei A.W. 1924, S. 17f.Google Scholar
  35. 2).
    Im Marxismus, insbesondere im parteioffiziellen Marxismus-Leninismus wird der Rassismus als ideologischer Überbau des Monopolkapitalismus angesehen (vgl. Klaus/Buhr 1976, Bd. II, S. 1009). Dagegen begreift Alfred Weber den Rassismus als eine vom Monopolkapital relativ unabhängige Größe. Ausführlicher ist eine solche Position begründet bei Heimann 1954, S. 190–194; abgedruckt in: Imperialismus, hrsg. von Hans Ulrich Wehler, Köln 1972, S. 97–100.Google Scholar
  36. 3).
    Es handelt sich, wie der Zusammenhang eindeutig erweist, um einen Druckfehler. Wenig später heißt es nochmals im gleichen Artikel, “daß nach der Erledigung der konstitutionellen Monarchie überhaupt nur noch die Alternative besteht: Republik oder Fascismus” (A.W. 1923a, Sp. 3). In einer Ansprache vor dem “Verband für kulturelle Zusammenarbeit” vom 18. Oktober 1926 bekräftigt Weber: “Der Legitimismus ist tot; (die Bedeutung und Funktion der noch verbliebenen, sich politisch nahezu im Halbdunkel bewegenden Dynastien ist dabei nicht übersehen). Die lebendige Kontradiktion ist Demokratie oder Diktatur-Cäsarismus” (A.W. 1927, S. 138).Google Scholar
  37. 4).
    Diese Einschätzung ist nicht so abwegig, wie man angesichts der relativ unbehinderten Machtergreifung der Nationalsozialisten annehmen mag. In Östereich kam es im Februar 1934 tatsächlich zu bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen, als die SPÖ ihrer politischen Rechte weitgehend beraubt worden war, und in Deutschland war die Kampfbereitschaft der Arbeiter kaum geringer. Daß es hier nicht zum Bürgerkrieg kam, wie Weber für den Fall einer nationalsozialistischen Machtübernahme in Aussicht gestellt hatte (1929), ist der Schwäche besonders der SPD-Parteiführung zuzuschreiben und der Intensität des nationalsozialistischen Terrors.Google Scholar
  38. 5).
    Die liberale Deutsche Staatspartei, die Nachfolgeorganisation der von Alfred Weber mitbegründeten Deutschen Demokratischen Partei, fristete 1932 ein derartiges politisches Schattendasein, daß selbst der eingefleischte Liberale A. Weber aus taktischen Gründen zur Wahl des Zentrums (Brüning) aufrief, weil er sich von einer starken Zentrumspartei das größtmögliche Gewicht der politischen Mitte versprach.Google Scholar
  39. 6).
    Im übrigen nimmt Weber mit der zitierten Passage die zuvor beschriebene soziologische Erklärung keineswegs zurück. Was er über die Wirkung transzendenter Mächte schreibt, bezieht sich auf einen eng begrenzten Wirklichkeitsausschnitt, nämlich auf bestimmte von ihm beobachtete Verhaltensmuster während des Dritten Reiches.Google Scholar
  40. 7).
    Diese Zuweisung kann nur auf den ersten Blick überraschen; sie ist bei Weber insofern konsequent, als in seiner Theorie die technische Intelligenz die stärker funktionarisierte Schicht ist.Google Scholar
  41. 8).
    Ausführlicher zur ökologischen Krise hat sich Weber geäußert in: Soziologisches zur Gegenwartslage (1952), abgedruckt in A.W. 1982, S. 77–97, besonders S. 84–94, und in: Der dritte oder der vierte Mensch (A.W. 1963a), S. 19–28.Google Scholar
  42. 9).
    Dieses Problem hat Weber in historischen Exkursen erörtert in A.W. 1963a, S. 20–23; A.W. 1982, S. 88–91.Google Scholar
  43. 10).
    Ausführlicher und fundierter werden die politischen Aktivitäten Alfred Webers von Eberhard Demm dargelegt. In unserem Zusammenhang geht es um die programmatische und politische Umsetzung der zeitdiagnostischen Anschauung Webers.Google Scholar
  44. 11).
    Daß Alfred Weber sich zu einem eminent politischen Intellektuellen entwickeln würde, das war wie bei seinem Bruder Max durch die Erfahrungen im Elternhaus schon vorgeprägt. Im Charlottenburger Anwesen des Vaters, selbst nationallibara-ler Reichtags- und Landtagsabgeordneter, verkehrten führende Köpfe des deutschen Liberalismus, so die nationalliberalen Führer Bennigsen, Hobrecht und Miquel und die politisch engagierten Historiker Sybel, Treitschke und Mommsen (Marianne Weber 1926, S. 41f.; Jaffé 1986, S. 180f.; Salin 1958, S. 313f.; Riesterer 1986, S. 82). Weber erlebte so schon als Kind die große Politik mit: “Als Bismarck die National-liberalen 1878/79 ‘an die Wand quetschte’, beratschlagten sich die Betroffenen sehr häufig bei uns. Mein Vater ließ mich 10jährigen ganz unbefangen zuhören” (Alfred Weber, Brief vom 25.1.1937 an Siegfried von Kardoff, zit. nach Demm 1983, S. 24, Anm. 167).Google Scholar
  45. 12).
    Vgl. Alfred Weber, Konstitutionelle oder parlamentarische Regierung in Deutschland? (1907), in: A.W. 1927, S. 57–65; vgl. auch A.W. 1915a, S. 1164.Google Scholar
  46. 13).
    Weber hat die Genuß-, Karriere- und üntertanenmentalität des deutschen Bürgers im wilhelminischen Deutschland seinerzeit scharf kritisiert. Er glossierte die Karrieresucht des deutschen Bürgers im Vergleich mit einer “dänischen Rutschbahn”: “Am Beginn, dort an dem Tor, aus dem man ausfährt, steht das geheimnisvolle Wort ‘Matura’; und von diesem Tor fliegt man mit einigem Auf und Ab auf festen Schienen fort. Dort wird man auf der glatten Reise enden, wo das andere große Tor ist, über dem mit goldenen Lettern die Inschrift steht: ‘Herr Geheimrat’” (A.W. 1927, S. 92; erstmals 1910 veröffentlicht). Er prangerte “den Götzendienst vor dem Beamtentum” an, “den so viele unserer ersten Staatsrechtslehrer, angesehensten Historiker, wirkungsreichsten Volkswirtschaftler gleicher Art betreiben” (A.W. 1927, S. 93f.). Er polemisierte gegen den ethischen Materialismus des deutschen Bürgers: “Man sehe jenen Menschenschlag, den wir halbjährlich in jeder Reisesaison über unsere Grenzen werfen, man sehe ihn draußen, wo sich seine charakteristischen Konturen von der fremden Umgebung und den danebenstehenden Typen anderer Nationen abheben, man empfinde mit innerem Entsetzen, worin diese Konturen bei dem Durchschnitt bestehen, wie sie gezeichnet sind durch eine Kombination von ausgesprochener Feistigkeit mit Simplizität und grobschlächtiger Patzigkeit, durch eine Verbindung absoluter Trivialität der äußeren und inneren Erscheinung mit einem grauenhaften Wichtignehmen der Kleinigkeiten des Lebens und der materiellen Genüsse” (A.W. 1927, S. 79; zuerst gedruckt 1909/1910).Google Scholar
  47. 14).
    Hier nur einige Beispiele aus A.W. 1915a: “Das Amerikaner-tum, das seine kapitalistische Gier mit feigen hilflosen Phrasen zudeckt und sonst nichts tut, ist widerwärtig und verächtlich. Gott sei Dank, daß man ein Deutscher ist -die einzige Nation, der man heut angehören möchte, auch wenn man nicht in sie geboren wäre” (S. 1167f.). — “Ein kriegerisches Volk werden wir noch lange sein” (S. 1154). -”Jeder Deutsche ein Krieger — anders gibt es für uns keine Zukunft” (S. 1168c). — “Es stellt sich ja immer mehr heraus, daß wir anders und mehr sind als andere” (S. 1168b). — “Wieder einmal hat die Zeit unserer Weltmission geschlagen” (S. 1168).Google Scholar
  48. 15).
    Vgl. Demm 1986, S. 24. Weber scheint die damalige Stimmung der bürgerlichen Intellektuellen gut getroffen zu haben. So schrieb Thomas Mann dem Heidelberger Gelehrten, “daß seit Kriegsanfang keine Lektüre mir so wohlgethan, so restlos mein eigenes politisches Denken und Fühlen ausgedrückt hat” (abgedruckt bei Demm 1982, S. 47–49).Google Scholar
  49. 16).
    Alfred Webers Denkschrift ist abgedruckt in: Alfred Weber als Politiker und Gelehrter, hrsg. von Eberhard Demm, Wiesbaden 1986.Google Scholar
  50. 17).
    Weber knüpft damit an seine Auffassung der Vorkriegszeit an, wonach Deutschland vom überseeischen Imperialismus wirtschaftlich nicht erheblich profitieren könne. Vgl. A.W. 1904 (Deutschland und der wirtschaftliche Imperialismus).Google Scholar
  51. 18).
    So urteilen jedenfalls Dericum 1982, S. 21, Green 1976, S. 223. Laut Webers Lebensgefährtin Else Jaffé “hat Alfred (später) nicht ganz zugegeben, wie sehr er damals von der allgemeinen Stimmung — ich will nicht sagen: Begeisterung -mitgerissen war” (Jaffé 1986, S. 197).Google Scholar
  52. 19).
    Dieses Memorandum erstellte Weber im Auftrag des Prinzen Max von Baden, in dessen Kreis er zeitweise mitarbeitete (vgl. Demm 1986a, S. 36).Google Scholar
  53. 20).
    Der Aufruf ist abgedruckt bei: Otto Nuschke, Wie die Deutsche Demokratische Partei wurde, was sie leistete und was sie ist, in: Zehn Jahre Deutsche Republik, hrsg. von Anton Erkelenz, Berlin 1928.Google Scholar
  54. 21).
    Schon im Weltkrieg hatte Weber auf liberale und sozialdemokratische Politiker im Sinne einer politischen Zusammenarbeit eingewirkt. Vgl. Demm 1983, S. 14; Demm 1986a, S. 26f.Google Scholar
  55. 22).
    Die Gründe für Webers politisches Scheitern liegen zweifellos tiefer und vielschichtiger als nur in der verunglückten “Zirkusrede”. Weber — Motto: “Wir sind nicht zusammengekommen, um die Fusion von zwei alten Parteien zu beschließen” (zit. nach Stephan 1973, S. 29) — tat sich besonders darin hervor, das traditionelle Establishment der liberalen Parteien aus den Spitzenpositionen fernzuhalten, so daß er sich die einflußreichen Politiker Otto Fischbeck. Georg Gothein, Hartmanny. Richthofen, Robert Friedberg und andere, besonders aber Gustav Stresemann zu Gegnern machte. Vor allem die nationalliberalen Führer machten ihre zur Rede stehende Beteiligung an einer großen liberalen DDP von der “Zurückdrängung der demokratischen Gruppe um Alfred Weber abhängig” (Stephan 1973, S. 26). Webers Position wäre auf die Dauer wohl auch deswegen unhaltbar gewesen, weil er von den Wirtschaftskreisen, die die DDP förderten, strikt abgelehnt wurde (vgl. Albertin 1972, S. 171f.). Inwieweit Weber geeignet war, die verschiedenen konkurrierenden Gruppen als Vorsitzender zu einer neuen Partei zusammenzuführen und zu integrieren, sei dahingestellt. Werner Stephan, der selbst in den zwanziger Jahren Generalsekretär der DDP war, urteilt, daß ohne das handstreichartige Vorgehen der Wolff/Weber-Gruppe bei der Parteigründung “der Zusammenschluß der beiden liberalen Parteien ohne viel Reibungsverlust erfolgt” wäre (Stephan 1973, S. 31).Google Scholar
  56. 23).
    In: Die Krise des modernen Staatsgedankens in Europa, Stuttgart 1925.Google Scholar
  57. 24).
    Das Zitat entstammt Webers Vortrag “Die Bedeutung der geistigen Führer in Deutschland”, gehalten 1917, erstmals gedruckt 1918.Google Scholar
  58. 25).
    Die diesbezüglichen Ereignisse sind in ihrem lokalgeschichtlichen Kontext ausführlich beschrieben bei: Demm 1982a (Zivilcourage im Jahre 1933 — Alfred Weber und die Fahnenaktion der NSDAP, in: Heidelberger Jahrbücher, 26. Jg., S. 69–80).Google Scholar
  59. 26).
    “Freier Sozialismus” wurde gemeinsam mit Alexander Mitscher-lich herausgebracht und ist abgedruckt in: A.W. 1982, S. 156–218. Zu Webers Programm vgl. auch “Sozialisierung zugleich als Friedenssicherung”, in: A.W. 1982, S. 218–229; “Bürokratie, Planwirtschaft und Sozialismus” (A.W. 1948).Google Scholar
  60. 27).
    Die Machtfrage scheint mir in Webers Modell jedoch keineswegs ausreichend reflektiert und geklärt zu sein. Wenn der Leipziger Professor Fritz Behrens Alfred Weber vorhält, er wolle den Kapitalismus restaurieren und er bezeichne sich zu Unrecht als Sozialist (vgl. Behrens 1946, bes. S. 398; Behrens 1946a, bes. S. 877), so wird dieser Vorwurf zwar den subjektiven Intentionen nicht gerecht, trifft aber in der Sache insofern zu, als Webers Modell keinesfalls die Beseitigung der Kapitalisten als Klasse garantiert (und vielleicht auch überhaupt nicht intendiert. Vgl. A.W. 1982, S. 196, wo Weber “Formen des Sozialismus” fordert, “welche die ungebrochene Beweglichkeit auch des Klassenringens retten”)und insofern auf eine Art “soziale Marktwirtschaft” hinausläuft.Google Scholar
  61. 28).
    Es ist sicher richtig, wenn Weber von einer staatssozialistisch-planwirtschaftlich organisierten Ökonomie eine fortschreitende Bürokratisierung befürchtet, aber fördert nicht sein Modell auch die Bürokratisierung? An der Führung und und Kontrolle eines sozialisierten Betriebes sind immerhin Wirtschaftssenate der Gerichte, Stiftungs- oder Sozialkommissare, Wirtschaftsprüfer, Produktionsausschuß der Arbeiter und Angestellten beteiligt, dazu vielleicht noch Gremien der Siegermächte.Google Scholar
  62. 1).
    Vgl. Webers diesbezügliche Polemik gegen die amerikanische Soziologie in: A.W. 1955, S. 24 u. 498f.Google Scholar
  63. 2).
    Kafka wurde auch maßgeblich von Alfred Weber, der sein Doktorvater war, inspiriert (vgl. Lange-Kirchheim 1977 und 1986).Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1990

Authors and Affiliations

  • Volker Kruse

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