Advertisement

Einleitung

  • Carsten Quesel
Chapter
  • 24 Downloads

Zusammenfassung

Die vorliegende Arbeit versteht sich als Beitrag zur Entstehungsgeschichte der Soziologie. Ihr liegt die These zugrunde, daß diese Wissenschaft in einem bestimmten historischen Kontext mit einer konkreten politischen Orientierung entsteht: Die Soziologie konstituiert sich in der Formierungsphase der kapitalistischen Gesellschaft im 19. Jahrhundert als konservativ motivierte theoretische Reaktion auf deren Integrationsproblematik. Pauperismus und soziale Bewegung sind die Manifestationsformen dieser Problematik, die sozialistische Gesellschaftskritik ist ihre intellektuelle Expression. Die Emanzipationsideale des Bürgertums, insbesondere das liberalökonomische Harmoniepostulat, geraten im Laufe des 19. Jahrhunderts in eine prekäre Konfrontation zu einer sozialen Realität, die sich durch ökonomische Polarisierung und durch die Genese eines revolutionären Konfliktpotentials auszeichnet, das aus dieser Polarisierung gespeist wird. Es erweist sich, daß mit dem Untergang des Feudalismus eine vollkommene Ordnung der Dinge keineswegs erreicht worden ist: Der Fortschritt des Bürgertums fällt nicht mit der Durchsetzung gesellschaftlicher Eintracht zusammen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Anmerkungen

  1. (1).
    Zitiert werden hier die Arbeiten Lorenz von Steins ohne Namensangabe unter Nennung der Jahreszahl, ggf. der Buchstaben-kennung und der Bandziffer. Rechtschreibung und Zeichensetzung werden durchgängig modernisiert, sprachliche Eigenheiten dabei aber belassen. Hervorhebungen werden nicht übernommen.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1989

Authors and Affiliations

  • Carsten Quesel

There are no affiliations available

Personalised recommendations