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Analyse der schriftlichen und mündlichen Versuchstexte

  • Doris Tophinke
Part of the DUV Sozialwissenschaft book series (DUVSW)

Zusammenfassung

Die mündlichen und schriftlichen Versuchstexte werden im folgenden für jeden Probanden vergleichend analysiert. Dazu werden sie in “Informationseinheiten” (abgekürzt INF) zergliedert und die zusammengehörenden zwei Texte, die schriftliche und mündliche Bearbeitung einer Bilderfolge oder eines freien Themas, einander synoptisch zugeordnet. Dabei werden solche Textteile gegenübergestellt, die inhaltlich Identisches fokussieren. Diese Segmentierung der Texte ist der formalen Beschreibung und Analyse nachgeordnet; sie dient der Vorbereitung einer Betrachtung, die nicht nur auf den Gesamttext bezogene sprachstrukturelle Befunde vergleicht, sondern ergänzend der Frage nachgehen kann, wie inhaltsgleiche Textteile im schriftlichen Text und im mündlichen Text syntaktisch strukturiert sind, oder, um es mit Blick auf die Textproduktion bzw. den Produzenten zu formulieren, welche syntaktischen Strukturen der Proband im Schriftlichen, welche er im Mündlichen bei weitgehend gleicher Information präferiert. Es ergibt sich als Schematisierung eine erste Synopse, die die Textfassungen, ergänzt durch eine weitere Zerlegung in satzwertige Einheiten, einander gegenüberstellt; das Verfahren der Zerlegung wird in 5.1. noch ausführlicher expliziert.

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Referenzen

  1. 31.
    Vgl. dazu Maas 1989a: 292f.Google Scholar
  2. 32.
    Vgl. dazu Maas 1989a: 161ff.Google Scholar
  3. 33.
    Vgl. dazu etwa Wiegand 1989: 61: “Bleiben alle Versuche erfolglos, den Patienten von der Notwendigkeit der Therapie zu überzeugen, dann muß darauf leider verzichtet werden, denn ohne die Bereitschaft zur Eigenleistung ist Sprachtherapie unmöglich. Glücklicherweise kann er durch Hartnäckigkeit (Hervorhebung d. Verf.) und das Fingerspitzengefühl des Therapeuten (unterstützt durch die Ermahnung des Arztes, dem oftmals mehr Autorität eingeräumt (Hervorhebung d. Verf.) wird, meist doch noch dazu gebracht werden, das Therapieangebot (Hervorhebung d. Verf.) zu nutzen.”Google Scholar
  4. 34.
    Auffällig ist hier auch das “u”, das R. hier mit einem finalen Aufschwung schreibt; in Zeile 2 heißt es <zu>, nicht <zur>, wie man zunächst lesen könnte. (Hier danke ich R. Beckemeyer für ihren Hinweis.)Google Scholar
  5. 35.
    Unklar ist, warum der Proband den Text nicht auf die leere Fläche im unteren Drittel des Zettels geschrieben hat. Möglicherweise ist sich der Proband zu Beginn des Schreibens über die Länge des Textes nicht im Klaren und geht vorsichtshalber von einer maximalen Ausnutzung der Schreibfläche aus.Google Scholar
  6. 36.
    Interessanterweise wählt R. für Teil II als Tempus das Präteritum. Dies entspricht dem zeitlichen Abstand des Zeitpunktes seiner Produktion von der vergangenen Versuchssituation, in der Teil I, im Präsens verfaßt, entstanden ist.Google Scholar
  7. 37.
    Vgl. dazu etwa folgende “Definition” in Huber. Poeck, Weniger 21989: 89: “Aphasien sind zentrale Sprachstörungen, die linguistisch als BEEINTRÄCHTIGUNGEN (Hervorhebung durch Verf.) in den verschiedenen Komponenten des Sprachsystems (Phonologie. Lexikon. Syntax und Semantik) zu beschreiben sind.”Google Scholar
  8. 38.
    Vgl. dazu auch Keseling, Wrobel, Rau 1987: 354.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1994

Authors and Affiliations

  • Doris Tophinke

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