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Schlußfolgerungen

  • Uwe Heinrich
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Zusammenfassung

Die Anwendung geostatistischer Verfahren in der Praxis ist nicht aufwendig, sondern kann bei entsprechender Software sehr einfach und möglicherweise sogar automatisierbar durchgeführt werden . Das eigentliche Problem besteht vielmehr darin eine valide aussagekräftige Schätzung sicherzustellen. Diese Schwierigkeiten birgt die Anwendung jedes anderen Interpolationsverfahren ebenfalls in sich, wenn nicht sogar in stärkerem Maß. Nur werden sie häufig nicht beachtet und treten nicht so explizit in Erscheinung, wie etwa bei der Variogrammschätzung. Gambolati u. Volpi (1979, S. 628) kritisieren, daß das experimentelle Variogramm häufig einen sehr irregulären Verlauf nimmt und eine Anpassung schwierig sei. Es gäbe auch keine Garantie dafür, daß das angepaßte Modell wirklich dem zugrundeliegenden Variogramm entspricht. Sie folgern daraus, daß dann auch jedes andere Interpolationsverfahren verwenden werden könne. Der Kritik ist grundsätzlich zuzustimmen, bei unendlichen Grundgesamtheiten gibt es keinen Beweis, daß das experimentelle Variogramm mit dem wirklichen Variogramm übereinstimmt. Diesen Zusammenhang kann man nur nach Plausibilitätskriterien inhaltlich beurteilen und durch eine möglichst hohe statistische Absicherung gewährleisten. Die Schlußfolgerung von Gambolati u. Volpi ist allerdings schwer nachzuvollzie-hen. Bei jedem anderen Verfahren muß entweder der Anwender explizit eine Annahme über das Prozeßverhalten treffen, oder sie ist bereits implizit im Verfahren enthalten.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1992

Authors and Affiliations

  • Uwe Heinrich

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