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Öffentlichkeit für das Revier Erik Regers Publizistik

  • Matthias Uecker
Chapter
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Part of the DUV : Literaturwissenschaft book series (DUVSWISS)

Zusammenfassung

Die Reihe der kulturpolitischen Modelle und Aktivitäten, die zwischen Novemberrevolution und nationalsozialistischer Machtübernahme im Ruhrgebiet erprobt und entfaltet wurden, ließe sich mühelos mit weiteren Beispielen und Varianten fortsetzen. Statt dessen jedoch soll zum Abschluß ein Perspektivenwechsel vorgenommen werden, durch den eine Position ins Blickfeld gerät, die alle bisherigen Analysen schon begleitet hat, ohne daß sie explizit thematisiert worden wäre. Folgte die Darstellung bislang den Aktivitäten jener, die in kommunalem Auftrag das dichte Netz von Institutionen aufgebaut haben, mit dem die Kulturpolitik des Ruhrgebiets in der Weimarer Republik ihre erste Form fand, so wird nun das wohl ergiebigste Beispiel für die kritischen Aktivitäten, die diese Kulturpolitik begleitet haben, selbst als Variante der Kulturpolitik des Ruhrgebiets betrachtet. Die journalistischen Interventionen und Kommentare, die in den vorangegangenen Kapiteln umstandslos als Materialien zur Analyse herangezogen wurden, sollen für einen Moment ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken und danach befragt werden, welche Konzeptionen vom Ruhrgebiet und seiner Kultur sie entwerfen, was sie den offiziellen Aktivitäten entgegenzusetzen haben und wo sie ihnen folgen. Der Fall Erik Regers, um den es dabei gehen wird, ist für eine solche Behandlung allerdings nicht allein deshalb besonders geeignet, weil dieser Autor eine Fülle von Beobachtungen und Kommentaren zu fast allen Bereichen der zeitgenössischen Kulturpolitik produziert hat. Er reiht sich vielmehr auch deshalb in die von Saladin Schmitt bis zu Eugen Sulz gespannte Beispiels- und Argumentationskette ein, weil Reger mit besonderer Beharrlichkeit daran gearbeitet hat, seiner Textproduktion einen eigenen institutionellen Rahmen zu schaffen, weil er also als Kulturpolitiker agiert hat.

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Literatur

  1. 1.
    Biographische Informationen nach: Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft. Berlin 1931, Bd. 2, S. 1488; Karl Prümm: Nachwort, in: Erik Reger: Union der festen Hand. Reinbek 1979, S. 512ff.Google Scholar
  2. 2.
    Mitteilung des Historischen Archivs der Fried.Krupp GmbH v. 18.7.1988.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. Karl Prümm, a.a.O., S. 512f; Erhard Schütz: Romane der Weimarer Republik. München 1986, S. 144.Google Scholar
  4. 4.
    Brief von Dr. F. Janssen v. 8.5. 1931; Historisches Archiv der Fried.Krupp GmbH, FAH IV C 302.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. Erik Reger: Naturbühne und Volksschauspiele, in: Hellweg, 1/1921, S. 92–93; Erik Reger: Parsival, der ewige Deutsche, in: Hellweg, 1/1921, S. 146–147; Erik Reger: Am Eingang zum Kulturtheater, in: Hellweg, 1/1921, S. 285–287.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. die Hinweise bei Karl Prümm, a.a.O., S. 513 und die fragmentarische Bibliographie S. 596f.Google Scholar
  7. 7.
    Eine Vielzahl von Pseudonymen sind für seine Mitarbeit bei der Essener Theaterzeitschrift “Der Scheinwerfer” und in seinem eigenen Wochenblatt “Westdeutscher Scheinwerfer” nachzuweisen; vgl. Ludger Claßen/ Erhard Schutz: Nachwort, in: Erhard Schütz/ Jochen Vogt (Hg): Der Scheinwerfer. Ein Forum der Neuen Sachlichkeit 1927–1933. Essen 1986, S. 372.Google Scholar
  8. 8.
    Die Ausnahme von der Regel: Der “Westdeutsche Scheinwerfer” wurde offiziell von “Hermann Dannenberger” herausgegeben und enthält einige mit diesem Namen signierte persönliche Erklärungen.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. Karl Prümm, a.a.O., S. 569f; Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft, a.a.O., S. 1488.Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. Karl Prümm: Expeditionen ins Landesinnere. Das Ruhrgebiet in Reportagen der 20er Jahre, in: Publizistik 27/1982, S. 361–376, sowie die entsprechenden Berichte und Reportagen in Egon Erwin Kisch: Der rasende Reporter. Berlin u. Weimar 1990, S. 122–127, 205–209, 310–314; Joseph Roth: Werke. Dritter Band. Köln 1976, S. 543–548, 673–677, 780–782, 789–805; Herbert Ihering: Das Theater an der Ruhr, in: Der Scheinwerfer, 1/1927–28, H. 2, S. 3Google Scholar
  11. Herbert Ihering: Ruhrgebiet, Publikum, Theater. Berliner Börsen-Courier v. 20.11.1926 u. 27. 11. 1926Google Scholar
  12. Alfred Kerr: Essen, in: Der Scheinwerfer, 1/1927–28, H. 7, S. 19.Google Scholar
  13. 11.
    Erik Reger: Ruhrprovinz, in: Die Weltbühne, 24/1928 (2. Teilbd. ), S. 922.Google Scholar
  14. 13.
    Erik Reger: Soziologie des Theaters im Industriebezirk, in: Die Scene, 16/1926, S. 260.Google Scholar
  15. 15.
    Erik Reger: Westdeutscher Theaterzauber, in: Die Weltbühne, 26/1930 (2. Teilbd. ), S. 54.Google Scholar
  16. 16.
    Erik Reger: Soziologie des Theaters im Industriebezirk, a.a.O., S. 264.Google Scholar
  17. 17.
    Erik Reger: Kulturpolitik an der Ruhr, in: Das Kunstblatt, 13/1929, S. 297f.Google Scholar
  18. 18.
    Erik Reger: Westdeutscher Theaterzauber, a.a.O., S. 54.Google Scholar
  19. 19.
    Erik Reger: Soziologie des Theaters im Industriebezirk, a.a.O., S. 262.Google Scholar
  20. 26.
    Erik Reger: Kunstkämpfe an der Ruhr. Berliner Börsen-Courier v. 25. 8. 1927.Google Scholar
  21. 27.
    Erik Reger: Bühnenkunst im Ruhrgebiet. Teil II. Berliner Börsen-Zeitung v. 13.1.1923; vgl. a. die Darstellung der Besucherorganisationen in: Erik Reger: Volksbühne und Bühnenvolksbund. Dortmunder General-Anzeiger v. 24.11. 1930.Google Scholar
  22. 28.
    Erik Reger: Ruhrprovinz, a.a.O., S. 924; vgl. a. Erik Reger: Industrierevier und Zeittheater, in: Der Niederrhein, 2/1929, H. 5, S. 16.Google Scholar
  23. 29.
    Thomas Koebner/ Rolf-Peter Janz/ Frank Trommler: Vorwort, in: dies.(Hg): “Mit uns zieht die neue Zeit”. Der Mythos Jugend. Frankfurt a.M. 1985, S. 10.Google Scholar
  24. 30.
    Vgl. dazu Frank Trommler: Mission ohne Ziel. Über den Kult der Jugend im modernen Deutschland, in: Thomas Koebner/ Rolf-Peter Janz/ Frank Trommler ( Hg), a.a.O., S. 14–49.Google Scholar
  25. 31.
    Vgl. etwa Regers Angriff auf eine “vergreiste Jugend, die schon ihren Parkettplatz hat” (Ruhrprovinz, a.a.O., S. 924) und seine Bemerkungen zum Nachleben der Jugendbewegung in der Essener Folkwangschule (Folkwangschule ohne Zukunft? Dortmunder Generalanzeiger v. 29.3.1930)Google Scholar
  26. 32.
    Erik Reger: Kulturpolitik an der Ruhr, a.a.O., S. 293.Google Scholar
  27. 33.
    Eingemeindungsfieber. Westdeutscher Scheinwerfer Nr. 5 v. 25.2. 1928, S. 1. Der ungezeichnete Artikel ist nicht mit letzter Sicherheit Reger zuzuschreiben, dürfte aber auf jeden Fall seine Auffassungen in dieser Sache wiedergeben, da er als Herausgeber der Wochenzeitung Beiträge, die seiner Meinung entgegenliefen, durch redaktionelle Kommentare zu ergänzen pflegte.Google Scholar
  28. 34.
    Fritz Schulte ten Hoevel: Wenn man nur mit einem Auge sieht, in: Der Scheinwerfer, 3/1929–30, H. 10, S. 21.Google Scholar
  29. 35.
    Vgl. Fritz Schulte ten Hoevel: Das dritte Auge des Reporters, in: Der Scheinwerfer, 3/1929–30, H. 8–9, S. 27–30; Erik Reger: Reporter im Kohlenpott, in: Die Weltbühne 26/1930 (1. Teilbd.), S. 792–797. Zu Regers Kritik der öffentlichen Darstellung des Ruhrgebiets vgl. außerdem Erik Reger: Sehertum oder klare Sicht? Dortmunder Generalanzeiger v. 19.2.1931; Karl Westhoven: Der verzauberte Rhein, in: Der Scheinwerfer, 4/1930–31, H. 7, S. 8–13; Ernst Stahlburg: Ein Kohlenpott oder die Erfindung der Grasnarben, in: Der Scheinwerfer 5/1931–32, H. 2, S. 21–22; -e: Zwei Welten. Westdeutscher Scheinwerfer Nr. 9 v. 24.3.1928, S. 3. Im letzten Fall ist wiederum Regers Autorschaft nicht ganz sicher, inhaltlich gehört der kurze Beitrag aber unbedingt in die Reihe der zuvor genannten Artikel.Google Scholar
  30. 36.
    Erik Reger: Kulturpolitik an der Ruhr, a.a.O., S. 295.Google Scholar
  31. 37.
    Erik Reger: Vor der Entscheidung. Erscheinung und Bedeutung dieser Theater-Saison. Westdeutscher Scheinwerfer Nr$11 v. 28. 1. 1928, S. 6.Google Scholar
  32. 38.
    Die Pressegeschichte der Region ist bislang kaum aufgearbeitet. Die folgenden, eher unsystematischen Bemerkungen basieren denn auch vor allem auf Lektüreeindrücken, die bei der Recherche für die vorangegangenen Kapitel gewonnen wurden. Auf Belege, die in diesem Fall allenfalls Einzelbeispiele benennen und keine Repräsentativität beanspruchen könnten, wird daher verzichtet.Google Scholar
  33. 39.
    Erik Reger: Kulturpolitik an der Ruhr, a.a.O., S. 295.Google Scholar
  34. 42.
    Erik Reger: Das Theater als moralische Anstalt. Westdeutscher Scheinwerfer, Nr. 4 v. 18.2.1928, S. 4; vgl. a. Erik Reger: Händel und Mozart. Westdeutscher Scheinwerfer, Nr. 21 v. 16.6. 1928, S. 6.Google Scholar
  35. 43.
    Erik Reger: Das Theater als moralische Anstalt, a.a.O.Google Scholar
  36. 44.
    Erik Reger: Kunstkämpfe an der Ruhr. Berliner Börsen-Courier v. 25. 8. 1927.Google Scholar
  37. 45.
    Auf den Weg, in: Hellweg, 1/1921, S. 1.Google Scholar
  38. 46.
    Reismann-Grone verfaßte unter dem Pseudonym “Dierck Seeberg” Gedichte, Versepen und Romane. Von einigem Interesse ist seine “Metallstadt”-Tetralogie, deren Ruhrgebietsbeschreibungen allerdings durch den aggressiven Rassismus des Autors und seine Propaganda für eine Wiederbelebung germanischer Kulte entwertet werden.Google Scholar
  39. 47.
    Vgl. etwa Hans F.K.Günther: Schöpfergeist und Rasse, in: Hellweg, 5/1925, S. 607–608; Ludwig Ferdinand ClauB: Die Arbeitsweise der psychologischen Rassenforschung, in: Hellweg, 5/1925, S. 713–714.Google Scholar
  40. 48.
    Vgl. R.Cz.: Bochum, in: Hellweg, 2/1922, S. 1004; R.Cz.: Bochum, in: Hellweg 4/1924, S. 51; Rolf Cunz: Bochumer Musik-Uraufführungen, in: Hellweg, 4/1924, S. 313.Google Scholar
  41. 49.
    Vgl. Eduard Scharfer: Bertolt Brecht: Leben Edwards II. von England, in: Hellweg 4/1924, S. 252. Der Rezensent kam insgesamt zu dem Eindruck, Brecht verfüge über ein “produktive[s], wenn auch noch in wilder Gärung befindliche[s] Temperament[]”.Google Scholar
  42. 50.
    Ein gewisses Maß an Einigkeit konnte tatsächlich in der gemeinsamen Opposition zur Mitte der zwanziger Jahre hegemonialen neusachlich-republikanischen Strömung begründet werden, wie sie in der Hauptstadt der Republik und - neuerdings - dem Schriftsteller Thomas Mann verkörpert zu sein schien.Google Scholar
  43. 51.
    Vgl. Erik Reger: Am Eingang zum Kulturtheater, in: Hellweg, 1/1921, S. 285; Erik Reger: Gagenabbau und Ensemblebildung, in: Hellweg, 4/1924, S. 977.Google Scholar
  44. 52.
    Erik Reger: Parzival, der ewige Deutsche, in: Hellweg 1/1921, S. 146–147: “Man schweigt, wenn der Franzose auf das ehrwürdige Alter seiner Kultur pocht, man hört ihm achtungsvoll zu, wenn er sie als unser geschichtliches Vorbild preist. Man sagt ihm nicht, daß seine angebliche Kultur lediglich Zivilisation war, daß Zivilisation nicht etwa [!] absolut Gutes ist, und daß erst Deutschland, indem es jene Zivilisation übernahm, Kultur daraus machte. […] Der Romane gewinnt die Bildung, die Sache des Intellekts ist, und macht die Literatur, die der Unterhaltung dient; der Germane erzeugt die Kultur, die Sache der Persönlichkeit ist, und schafft die Dichtung, die Erlebnis wird. […] Der Romane ist zweideutig, pikant, zur Umschreibung geneigt; der Germane eindeutig, derb, drastisch.”Google Scholar
  45. 53.
    Vgl. Erik Reger: Am Eingang zum Kulturtheater, a.a.O.; Erik Reger: Die Geburt der neuen Bühnenkunst, in: Hellweg, 4/1924, S. 224–225; Erik Reger: Grundlagen der Wagnerreform, in: Hellweg, 4/1924, S. 503–504; Erik Reger: Gedanken zum Bühnenbild, in: Hellweg, 7/1927, S. 37; vgl. a. Kapitel 4 der vorliegenden Arbeit.Google Scholar
  46. 54.
    Vgl. Erik Reger: Die künstlerische Lage des Theaters, in: Hellweg, 4/1924, S. 791–793.Google Scholar
  47. 55.
    Erik Reger: Am Eingang zum Kulturtheater, a.a.O., S. 285f.Google Scholar
  48. 56.
    Vgl. Erik Reger: Parsival, der ewige Deutsche, a.a.O., S. 147.Google Scholar
  49. 57.
    Im Impressum der Zeitschrift wird regehnäßig darauf hingewiesen, daß der “Hellweg” am einfachsten über die Vertriebsstellen der von Reismann-Grone publizierten RWZ zu bestellen sei.Google Scholar
  50. 58.
    Vgl. Abschied an unsere Leser, in: Hellweg, 7/1927, S. 403. Einer Tagebuchnotiz des Herausgebers zufolge hatte der Hellweg im ersten Erscheinungsjahr 11.000 Abonnenten, später dürften die Verkaufszahlen zurückgegangen sein; vgl. Tagebuch Dr. Th.Reismann-Grone, Bd. 3 (1919–1932), Eintragung v. 6.7.1921; StA Essen.Google Scholar
  51. 59.
    Vgl. Wilhelm Brepohl: Das faustische Lebensgefühl und die Industrie, in: Hellweg, 2/1922, S. 597–600; Wilhelm Brepohl: Die Kultur im Industriegebiet und ihre Zukunft, in: Hellweg, 3/1923, S. 847–848; zu Brepohl vgl. a. Kapitel 7 dieser Arbeit.Google Scholar
  52. 60.
    Vgl. in dieser Arbeit Kapitel 5. Die Darstellung basiert auf den folgenden Arbeiten: Jochen Meyer: Berlin - Provinz. Literarische Kontroversen um 1930. Marbach 1985, S. 86–126; Ludger Claßen/ Erhard Schutz: Nachwort, in: Erhard Schütz/ Jochen Vogt (Hg): Der Scheinwerfer. Ein Forum der Neuen Sachlichkeit 1927–1933. Essen 1986, S. 361–375; Astrid Bold: Der Scheinwerfer, Blätter der Städtischen Bühnen Essen, in: Beiträge zur Geschichte von Stadt und Stift Essen, Bd. 103/1989–90, S. 119–150.Google Scholar
  53. 61.
    Folgt man den von Claßen/ Schütz identifizierten Pseudonymen (a.a.O., S. 372), so weist das Autorenverzeichnis insgesamt 65 Beiträge Regers auf.Google Scholar
  54. 62.
    Vgl. dazu die Belege bei Jochen Meyer, a.a.O., S. 118ff.Google Scholar
  55. 63.
    Adorno selbst hatte in dieser Hinsicht Probleme und bat den Herausgeber um Aufklärung über die “Haltung der Zeitschrift”, worauf Köpper seine Auffassung dokumentierte, “daß eine Zeitschrift eine ziemlich breite Basis haben muß und grade die Arbeiten von den sogenannten Gegnern erst recht veröffentlichen” solle. Zit.n. Jochen Meyer, a.a.O., S.123.Google Scholar
  56. 64.
    Erik Reger: Ant Eingang zum Kulturtheater, a.a.O., S. 286.Google Scholar
  57. 65.
    Erik Reger: Die Städtischen Bühnen Essen, in: Das Theater, 10/1929, H. 7, S. 157.Google Scholar
  58. 66.
    Vgl. Dr. Keulers: Schluß der Spielzeit an den Essener Bühnen. Essener Volkszeitung v. 26.6.1932. Nur einige wenige Beiträge behandeln aktuelle Essener Ereignisse wie die Eröffnung der neuen Stadtbücherei, die Planung der Gruga, eine Ausstellung des Folkwangmuseums oder einen in Essen stattfindenden Tänzerkongreß; das regionale Umfeld wird überhaupt nicht thematisiert.Google Scholar
  59. 67.
    Zum auswärtigen Echo vgl. Astrid Bold, a.a.O., S. 140, Anm.98, u. S. 148; Köppers Absichten referiert Jochen Meyer, a.a.O., S. 99–101.Google Scholar
  60. 68.
    Fritz Schulte ten Hoevel: Das dritte Auge des Reporters, a.a.O; Fritz Schulte ten Hoevel: Wenn man nur mit einem Auge sieht, a.a.O.; Ernst Stahlburg: Ein Kohlenpott oder die Erfindung der Grasnarben, a.a.O.Google Scholar
  61. 69.
    Heinrich Schmitz: Mobilmachung der Sänger des großen Krieges, in: Der Scheinwerfer, 2/1928–29, H. 15, S. 19–26; Karl Westhoven: O.S. - Landkarte contra Dichter, in: Der Scheinwerfer, 3/1929–30, H. 2, S. 14–15; Fritz Schulte ten Hoevel: Döblins Biberkopf oder die Krise der Literatur, in: Der Scheinwerfer, 3/1929–30, H. 12, S. 17–20; Fritz Schulte ten Hoevel: Die große Sache oder Kapitalismus und schöne Literatur, in: Der Scheinwerfer, 4/1930–31, H. 5/6, S. 18–21.Google Scholar
  62. 70.
    Vgl. dazu Matthias Uecker: “Mobilisierung der Vernunft”? Zur Neuausgabe von Erik Regers “Union der festen Hand”, in: JUNI, 5/1991, Nr. 2–3, S. 207–214.Google Scholar
  63. 71.
    Vgl. Ludger Claßen/ Erhard Schutz, a.a.O., S. 370ff; Astrid Bold, a.a.O., S. 147f.Google Scholar
  64. 72.
    Die folgende Analyse basiert auf einer Durchsicht des “Westdeutschen Scheinwerfers”, der im Institut für Zeitungsforschung, Dortmund, archiviert ist. Einen knappen Hinweis auf die Zeitung, die bislang nicht systematisch ausgewertet worden ist, hatte bereits Jochen Meyer, a.a.O., S. 117, gegeben.Google Scholar
  65. 74.
    Die Identität von “Hellweg” und “Dornschlag” mit Reger ergibt sich zweifelsfrei aus Textvergleichen, da Reger viele der Themen aus dem “Westdeutschen Scheinwerfer” später in seinen Beiträgen für die “Weltbühne” und in seinen beiden Romanen wieder aufgriff. Weitere Autorennamen im Kulturteil der Zeitung waren Heinrich E.Schmitz (unter dem Pseudonym Heinrich Schmitz schrieb Reger für Hannes Köppers “Scheinwerfer”; vgl. Ludger Claßen/ Erhard Schutz, a.a.O., S. 372), Peter Langeloh, Ewald Reincke sowie die Kürzel Dr. E., E. A., -el, -eke, Thf., Fgd.Google Scholar
  66. 75.
    Zumindest im Fall von Heinrich Reichel, dessen Beiträge manchmal nur H. R. gezeichnet waren, kann man mit einiger Sicherheit annehmen, daß es sich um einen realen Mitarbeiter der Zeitung handelte, begleitete Reger doch einen seiner Beiträge mit einem kritisch-distanzierenden Kommentar; vgl. H. R.: Stahl-Propaganda. Westdeutscher Scheinwerfer Nr$18 v. 17. 3. 1928, S. 2.Google Scholar
  67. 76.
    Vgl. z.B. Westdeutscher Scheinwerfer Nr. 1 v. 28.1.1928, S. 3, Nr. 2 v. 4.2.1928, S. 3, Nr. 3 v. 11.2. 1928, S. 3. abgetötet wurden, kann es nicht anders sein. Die verantwortlichen Führer der Städte sind fortschrittlich. Sie sind für neue Ideen zu haben. Aber an ihre Rockschöße klammert sich eine Musterkollektion des geistigen Mittelstandes.“77Google Scholar
  68. 77.
    Erik Reger: Vor der Entscheidung. Erscheinung und Bedeutung dieser Theater-Saison. Westdeutscher Scheinwerfer Nr. 1 v. 28.1.1928, S. 6; vgl. auch die parallele Berichterstattung im Berliner Börsen-Courier: Erik Reger: Kunstkämpfe an der Ruhr (25.8.1927), Erik Reger: Die Ruhrtheater (7.1.1928), Erik Reger: Der Fall Ruhrgebiet (15. 2. 1928 ).Google Scholar
  69. 78.
    Erik Reger: Das Theater als moralische Anstalt. Westdeutscher Scheinwerfer Nr$14 v. 18. 2. 1928, S. 4.Google Scholar
  70. 79.
    Erik Reger: Wilde im Essener Schauspielhaus. Westdeutscher Scheinwerfer Nr. 9 v. 24. 3. 1928.Google Scholar
  71. 80.
    Erik Reger: Essener Mysterienspiel. Westdeutscher Scheinwerfer Nr. 11 v. 7.4.1928, S. 6; vgl. a. e.r.: “Doge und Dogaressa”. Uraufführung in Dortmund. Berliner Börsen-Courier v. 21. 11. 1928.Google Scholar
  72. 81.
    Erik Reger: Händel und Mozart. Westdeutscher Scheinwerfer Nr$121 v. 16. 6. 1928, S. 6.Google Scholar
  73. Erik Reger: Bühnenkultur im Ruhrgebiet. 2. Teil, in: Westdeutsche Monatshefte, 1/1925, S. 609.Google Scholar
  74. 83.
    Ebd., S. 603; vgl. a. Erik Reger: Das Bochumer Schauspiel, in: Das Theater, 8/1927, H. 9, S. 200: “Der Elan des schöpferischen Führers erzeugt die Begeisterung seiner Gefolgschaft”.Google Scholar
  75. 85.
    Erik Reger: Bühnenkultur im Ruhrgebiet. 2. Teil, a.a.O., S. 603.Google Scholar
  76. 86.
    Erik Reger: Goethe auf dem Theater. Westdeutscher Scheinwerfer Nr$17 v. 10. 3. 1928, S. 6.Google Scholar
  77. 87.
    Erik Reger: Goethe in Bochum. Westdeutscher Scheinwerfer Nr$12 v. 4. 2. 1928, S. 4.Google Scholar
  78. 88.
    Anton Dornschlag: Der Entweder-Oder-Spielplan. Westdeutscher Scheinwerfer Nr$125 v. 14. 7. 1928, S. 5.Google Scholar
  79. 89.
    Vgl. Hermann Dannenberger: Der Fall Saladin Schmitt. Westdeutscher Scheinwerfer Nr. 26 v. 21.7.1928, S. 1–2; zum folgenden s. a. Karl Lauschke: Warum Erik Reger am Bochumer Stadttheater Hausverbot erhielt, in: Peter Friedemann/ Gustav Seebold (Hg): Struktureller Wandel und kulturelles Leben. Politische Kultur in Bochum 1860–1990. Essen 1992, S. 284–299.Google Scholar
  80. 90.
    Zit.n. Karl Lauschke, a.a.O., S. 296.Google Scholar
  81. 91.
    Ludwig Marcuse: Saladin ohne Wunderlampe, in: Die Weltbühne, 24/1928 (2. Teilbd. ), S. 185.Google Scholar
  82. 92.
    Erik Reger: Der Theaterbesucher ist vogelfrei - erklärt das Oberlandesgericht Hamm. Dortmunder Generalanzeiger v. 14. 3. 1931.Google Scholar
  83. 93.
    Vgl. Westdeutscher Scheinwerfer Nr. 24 v. 7. 7. 1928, S. 5.Google Scholar
  84. 94.
    Vgl. die Aufmacher der Nummern 27–30: “Das Schicksal der Schönheitskönigin”, “Im Tollhaus der Marathon-Tänzer”, “Zoubkoff im Pariser Moulin Rouge”, “Des letzten Zaren heimliche Gattin”.Google Scholar
  85. 95.
    Daß Reger zumindest versucht hatte, von der Stadt Bochum Subventionen zu erhalten, geht aus dem Urteil des Leipziger Reichsgerichts hervor, in dem die Auffassung der Stadt referiert wird, Regers Angriffe seien das Ergebnis der Verweigerung einer “geldliche[n] Unterstützung seines Zeitungsunternehmens seitens der Stadtverwaltung”; vgl. Karl Lauschke, a.a.O., S. 296.Google Scholar
  86. 96.
    Vgl. Kleine Anfrage. Westdeutscher Scheinwerfer Nr. 17 v. 19.5.1928, S. 4; Nr. 18 v. 26.5.1928, S. 3; Nr. 19 v. 2.6. 1928, S. 3; Nr. 20 v. 9.6.1928, S. 3.Google Scholar
  87. 97.
    Vgl. Hermann Dannenberger: In eigener Sache. Westdeutscher Scheinwerfer Nr. 22 v. 23.6.1928, S. 3. Die mehrfache polizeiliche Ausweisung aus dem Bochumer Theater erfolgte nach Regers Angaben, nachdem ein Kollege die Hausverwaltung auf seine Anwesenheit aufmerksam gemacht hatte; vgl. Hermann Dannenberger: Der Fall Saladin Schmitt. Westdeutscher Scheinwerfer Nr. 26 v. 21.7.1928, S. lf.Google Scholar
  88. 98.
    Vgl. bes. Erik Reger: Ruhrprovinz, a.a.O. Die wichtigsten Thesen der “Weltbühnen”-Beiträge hatte Reger bereits 1925/26 entwickelt (vgl. Erik Reger: Bühnenkultur im Ruhrgebiet, a.a.O.; Erik Reger: Soziologie des Theaters im Industriebezirk, a.a.O., S. 260–264).Google Scholar
  89. 99.
    Erik Reger/ Hannes Köpper: Dramaturgie des Provinztheaters, in: Die Scene, 21/1931, S. 297.Google Scholar
  90. 100.
    Ebd. Die Ähnlichkeit dieser Überlegungen zu Bertolt Brechts gleichzeitig entwickelten Theaterkonzepten darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, daß Reger und Köpper um diese Zeit dazu übergingen, Brecht und seinen Berliner Kreis heftig zu attackieren; vgl. Jochen Meyer, a.a.O., S. 107–111.Google Scholar
  91. 101.
    Erik Reger/ Hannes Küpper, a.a.O., S. 299.Google Scholar
  92. 102.
    Ebd., S. 301. Dieser Teil des Rundfunkgesprächs löste eine Kontroverse mit Herbert Ihering aus, in deren Verlauf sich beide Parteien gegenseitig als “Reaktionäre” bezeichneten; vgl. Jochen Meyer, a.a.O., S. 112f.Google Scholar
  93. 103.
    Erik Reger: Industrierevier und Zeittheater, a.a.O., S. 15.Google Scholar
  94. 105.
    Vgl. zum General-Anzeiger Kurt Koszyk: Jakob Stocker und der Dortmunder “General-Anzeiger” 1929–1933, in: Publizistik 8/1963, S. 282–295; Karl Lauschlee: Ein streitbarer Mann der Feder: Erik Reger im “General-Anzeiger”, in: Heimat Dortmund, H. 4/1989, S. 22. Im folgenden verwende ich die Sigle DoGA für den “General-Anzeiger”.Google Scholar
  95. 106.
    Erik Reger: Das Pflaster aus Basalt. Führerqualitäten der westdeutschen Wirtschaft. DoGA v. 10.6.1931; Erik Reger: Die Diktatur des Dogmas. DoGA v. 9.7.1931; Erik Reger: Wirtschafts-Anarchisten. DoGA v. 28.8.1931; Erik Reger: Männer des Hintergrunds. DoGA v. 15.11.1931; Erik Reger: Umwertung der Probleme. DoGA v. 14.12.1931; Erik Reger: Industrierevolte gegen die Währung. DoGA v. 29. 12. 1931.Google Scholar
  96. 110.
    Vgl.ebd. sowie Erik Reger: Rundfunk als Theatermäzen? Das Ende einer Überlegung. DoGA v. 12. 5. 1931.Google Scholar
  97. 111.
    Erik Reger: Industrierevier und Zeittheater, a.a.O., S. 15.Google Scholar
  98. 112.
    Erik Reger: Westdeutscher Theaterzauber, a.a.O., S. 53.Google Scholar
  99. 113.
    Erik Reger: Theater, Städte, Publikum, a.a.O.Google Scholar
  100. 114.
    Vgl. Erik Reger: Drama und Zeitstoff. DoGA v. 2. u. 3. 9. 1931.Google Scholar
  101. 117.
    Erik Reger: Die Schuldfrage der Rationalisierung, in: Die Weltbühne, 28/1932 (1. Teilbd. ), S. 408.Google Scholar
  102. 118.
    Vgl. Erik Reger: Abwehr der Kulturreaktion. DoGA v. 4. 2. 1931.Google Scholar
  103. 119.
    Erik Reger: Theater, Städte, Publikum, a.a.O.Google Scholar
  104. 120.
    Erik Reger: Der Theaterbesucher ist vogelfrei - erklärt das Oberlandesgericht Hamm, a.a.O.Google Scholar
  105. 121.
    Erik Reger: Die publizistische Funktion der Dichtung. DoGA v. 31. 3. 1931.Google Scholar
  106. 122.
    Vgl. etwa Erik Reger: Industrierevier und Zeittheater, a.a.O., S. 16.Google Scholar
  107. 123.
    Vgl. bes. seine Rezensionen zu Joyces “Ulysses” und Döblins “Berlin Alexanderplatz”, deren Informationsgehalt zwar zu Recht niedrig angesetzt wird, deren innovatorischen Charakter Reger jedoch im Eifer der Polemik völlig verkennt: Walter Enkenbach: Die Odyssee der verspäteten Schüler, in: Der Scheinwerfer, 3/1929–30, H. 14, S. 7–10; Fritz Schulte ten Hoevel: Döblins Biberkopf oder die Krise der Literatur, a.a.O.Google Scholar
  108. 124.
    Fritz Schulte ten Hoevel: Literatur der komischen Käuze, in: Der Scheinwerfer, 4/1930–31, H. 14, S. 16.Google Scholar
  109. 125.
    Fritz Schulte ten Hoevel: Die große Sache oder: Kapitalismus und schöne Literatur, a.a.O., S. 19.Google Scholar
  110. 126.
    Erik Reger: Bei Kilometer 208. Naturgeschichte einer Brücken-Montage. Frankfurter Zeitung v. 30.5.1929; s. a. Erhard Schütz: Kritik der literarischen Reportage. München 1977, S. 85 u. 89.Google Scholar
  111. 127.
    Vgl.z.B. Heinrich Schmitz: Mobilmachung der Sänger des großen Krieges, a.a.O., S. 24.Google Scholar
  112. 128.
    Erik Reger: Die publizistische Funktion der Dichtung, a.a.O.Google Scholar
  113. 129.
    Fritz Schulte ten Hoevel: Döblins ‘Biberkopf’ oder Die Krise der Literatur. a.a.O., S. 20. Das technische Vorbild wird ausführlich beschrieben in: Erik Reger: Bei Kilometer 208. Naturgeschichte einer Brücken-Montage. Frankfurter Zeitung v. 30.5., 31.5., 1.6., 2.6., 4.6., 5.6., 6.6. u. 7.6. 1929.Google Scholar
  114. 130.
    Reger war inzwischen auch Vorstandsmitglied des Schutzverbandes Deutscher Schriftsteller im Gau Rheinland-Westfalen und informierte sein Publikum über Interna der Organisation: Erik Reger: Konflikte in der Schriftstellergewerkschaft. DoGA v. 22. 12. 1931.Google Scholar
  115. 131.
    Erik Reger: Drama und Zeitstoff. 2. Teil. DoGA v. 3. 9. 1931.Google Scholar
  116. 132.
    Vgl. a. Erik Reger: Der Theaterbesucher ist vogelfrei, a.a.O.Google Scholar
  117. 133.
    Vgl. Erik Reger: Gefangenenlager. Aus einem unveröffentlichten Roman “554”, in: Die Weltbühne, 26/1930, (1. Teilbd.) S. 64–67; Erik Reger: Fahrt ins Hinterland. Aus einem unveröffentlichten Roman. DoGA v. 9.7.1931; Erik Reger: Medical Hut. DoGA v. 21. 7. 1931.Google Scholar
  118. 134.
    Erik Reger: Union der festen Hand. Roman einer Entwicklung. Reinbek 1979, S. 6. Im folgenden wird der Roman mit der Sigle Union bezeichnet. Die Analyse stützt sich vor allem auf Karl Prümm: Nachwort, ebd., S. 509–568; Erhard Schütz: Romane der Weimarer Republik. München 1986, S. 141–146.Google Scholar
  119. 135.
    Vgl. die ausführliche Analyse bei Karl Prümm, a.a.O., S. 535–548.Google Scholar
  120. 138.
    Vgl. Union, S. 6: “Man beachte, daß in diesem Buch fünf Stationen durchlaufen werden und bemühe sich, die Zahnräder des Getriebes zu erkennen. Der jeweilige Haltepunkt wird auf den ersten vier Strecken durch den ‘Bericht des Generalanzeigers’ kenntlich gemacht. Bei genauer Befolgung dieser Anleitung wird es dem Leser möglich sein, nach der fünften Strecke den ‘Bericht des Generalanzeigers’ selbst zu schreiben.”Google Scholar
  121. 139.
    Vgl. Erik Reger: Das wachsame Hähnchen. Ein polemischer Roman. Hamburg 1984. Nützliche Überlegungen zum Romankonzept enthält das Nachwort von Frank Trommler, S. 493–512.Google Scholar
  122. 142.
    Vgl. Erik Reger: Das wachsame Hähnchen, a.a.O., S. 334ff, 377f.Google Scholar
  123. 143.
    Vgl. dazu Erhard Schutz: Romane der Weimarer Republik, a.a.O., S. 145f.Google Scholar
  124. 145.
    Vgl. Erik Reger: Das wachsame Hähnchen, a.a.O., S. 446.Google Scholar
  125. 146.
    Vgl. z.B. Walter Nadolny: Klassenkampf im Generalanzeiger, in: Die Linkskurve, 4/1932, H. 1, S. 28; weitere Ilinweise bei Karl Prümm, a.a.O., S. 551.Google Scholar
  126. 147.
    In “Union der festen Hand” vertritt der Angestellte Otto Wittkamp Regers Krupp-Erfahrungen, in “Das wachsame Hähnchen” der Journalist Eugen Roloff seine Versuche, sich als Journalist im Ruhrgebiet zu etablieren.Google Scholar
  127. 148.
    Vgl. dazu die Vorworte zu den beiden Romanen und Regers programmatischen Artikel “Die publizistische Funktion der Dichtung”, der weiter oben ausführlich analysiert wurde.Google Scholar
  128. 149.
    Vgl. z.B. Karl Prümm, a.a.O., S. 539, 543f.Google Scholar
  129. 150.
    In einer Bewertung von “Union der festen Hand” stellt der Krupp-Angestellte Dr. Janssen am 8.5.1931 fest, in der Gestalt des “Freiherrn” sei Krupp-von Bohlen porträtiert, “wenngleich” ihm “sei es aus Unkenntnis oder zur Unkenntlichmachung Falsches und Wesensfremdes unterlegt wird, oder wenn der Verfasser dem ‘Freiherrn’ Ausführungen in den Mund legt, die, wenn schon überhaupt, von anderen Industrieführern ausgesprochen wurden (so eine ganze Rede, die meines Wissens Herr Vögler bei der Einweihung des Dinta gehalten hat).”; Historisches Archiv der Fried.Krupp GmbH, FAH IV C 302.Google Scholar
  130. 151.
    So wird aus der Essener Folkwangschule im Roman “Das wachsame Hähnchen” die “Kunstschule Thalia” in “Kohldorf’ (=Bochum).Google Scholar
  131. 153.
    Erik Reger: Das wachsame Hähnchen, a.a.O., S. 9.Google Scholar
  132. 154.
    Adolf Raskin: Die Union der festen Hand, in: Der Scheinwerfer, 5/1931–32, H. 4/5, S. 6.Google Scholar
  133. 158.
    Die Widersprüche lassen sich bis in die Romane hinein verfolgen und treten besonders eklatant in der Darstellung der Arbeiter zu Tage, wo Reger einerseits exakt beobachtete Verhaltensweisen aus der ökonomischen Situation und den sich daraus ergebenden Problemen und Interessen ableitet, gleichzeitig jedoch zur Beschreibung der Individuen immer wieder auf deren jeder materiellen Bedingtheit entzogenen Charakter rekurriert; vgl. bes. Union, S. 403ff.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1994

Authors and Affiliations

  • Matthias Uecker

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