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Ein “Märtyrer für die Jüngsten”

Rudolf Schulz-Dornburg in Bochum und Essen
  • Matthias Uecker
Chapter
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Part of the DUV : Literaturwissenschaft book series (DUVSWISS)

Zusammenfassung

So sehr Darstellungen zur Kulturgeschichte der Weimarer Republik die Leistungen der literarischen, künstlerischen und musikalischen Avantgarde betonen — im Kulturleben des Ruhrgebiets scheinen die Produkte aller Neuerer und Experimentatoren, die für die Nachwelt geradezu das „Erbe“ jener Zeit verkörpern, eine allenfalls marginale Rolle gespielt zu haben. Konservatismus, Traditionspflege und eine gehörige Portion Vorsicht gegenüber allem Ungewohnten prägten offenbar die kulturellen Aktivitäten und haben der Region den Ruf bornierter Provinzialität eingetragen. Gründe für solche Abstinenz gegenüber dem Großteil der zeitgenössischen Kunstproduktion lassen sich leicht finden. Zeittrends favorisierten — entgegen den Eindrücken, die man in Berlin gewinnen mochte — einen respektvoll-pfleglichen Umgang mit scheinbar unumstrittenen Traditionen, oftmals gekoppelt mit aggressiver Ablehnung der als Konkurrenten wahrgenommenen neuen Medien und ihrer Möglichkeiten. War die Republik schon politisch zerklüftet und in verfeindete Lager gespalten, so sollte wenigstens ein Restbestand an kulturellen Traditionen Identität und Zusammenhalt sichern.1 Der Tagungsort der verfassungsgebenden Nationalversammlung — eigentlich aus pragmatischen Gründen gewählt — konnte in diesem Zusammenhang symbolische Bedeutung gewinnen, auf die Friedrich Ebert bei der Eröffnung der Nationalversammlung am 6. Februar 1919 auch bewußt hinwies, als er erklärte: „Jetzt muß der Geist von Weimar, der Geist der großen Philosophen und Dichter, wieder unser Leben erfüllen.“2 Nicht nur im Ruhrgebiet wurde Kultur daher gerne als Raum allgemein verbindlicher Werte und Werke konzipiert, der den alltäglichen Streitigkeiten und Orientierungsproblemen enthoben war. Allerdings wurden hier die Orientierungsprobleme durch die besondere wirtschaftliche, politische und soziale Entwicklung des Gebietes noch vermehrt, so daß — wie schon gezeigt — das Verlangen nach einer orientierenden und legitimierenden Kultur eher stärker sein mußte als anderswo. Die soziale Struktur des Industriegebiets macht zudem plausibel, daß mit einer durchsetzungsfähigen Lobby für Unbequemes nicht gerechnet werden durfte, hatten doch Bildungs- und Rezeptionsvoraussetzungen die Bevölkerungsmehrheit für den Umgang mit Kunst bislang nicht besonders vorbereitet.

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. dazu gleichermaßen die auf die verschiedenen Sozialmilieus zielende Analyse von Detlev J. K. Peukert: Die Weimarer Republik. Krisenjahre der Klassischen Moderne. Frankfurt a.M. 1987, S. 149–165, und die Skizze der kulturellen “Lager” bei Helmut Kreuzer: Kultur und Gesellschaft in der Weimarer Republik, in: Theo Elm/ Gerd Hemmerich (Hg): Zur Geschichtlichkeit der Moderne. München 1982, S. 271–290.Google Scholar
  2. 2.
    Zit. n. J.S. Drabkin: Die Entstehung der Weimarer Republik. Köln 1983, S. 68; zur Debatte um den Tagungsort des Parlaments vgl.ebd., S. 13ff.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. Paul Scheinpflug: Das Musikleben, in: Duisburg. Hgg. v. d. Städtischen Hochbauverwaltung. Berlin 1925, S. 110–112; Peter Neumann: Der Dirigent und Komponist Paul Scheinpflug. Leben und Werk, in: Duisburger Forschungen, 15/1971, S. 251–260.Google Scholar
  4. 4.
    Zur Biographie Schulz-Dornburgs vgl. Willibald Gurlitt (Hg): Riemann Musiklexikon, Personenteil L-Z, Mainz 1961, S. 649, und WAZ (Essen) v. 18.8.1949.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. Franz Feldens: Musik und Musiker in der Stadt Essen. Die Geschichte der Musik in der Stadt Essen seit ihrer Gründung im 9. Jahrhundert. Essen 1936, S. 133–140; Günter v. Roden: Geschichte der Stadt Duisburg. Band II: Die Ortsteile von den Anfangen. Die Gesamtstadt seit 1905. Duisburg 1974, S. 625f; Gustav Luntowski: Geschichte Dortmunds im 19. und 20. Jahrhundert. Die kommunale Selbstverwaltung. Dortmund 1977, S. 73f; sowie in dieser Arbeit Kapitel 3.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. dazu und zum folgenden StA Bochum D St 33 sowie Dieter Bloch: Vom Stadtmusicus zum Philharmonischen Orchester. 550 Jahre Musik in Bochum. Bochum 1973, S. 93–96.Google Scholar
  7. 7.
    Protokoll der Theaterkommission v. 6.3.1919; StA Bochum D St 92.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. die Berichte zu den beiden Probekonzerten in StA Bochum D St 38.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. Dieter Bloch, a.a.O., S. 95f u.104ff.Google Scholar
  10. 11.
    Ebd., S. 101; vgl. a. L.B.: Berlin. Konzert des Bochumer Orchesters, in: Hellweg, 4/1924, S. 402.Google Scholar
  11. 12.
    Ebd., S. 114f; vgl. a. StA Bochum D St 38; zu Reichweins Rolle als NS-Propagandist in den frühen dreißiger Jahren vgl. Aishe Malekshahi: Kulturpolitik in Bochum. Industrialisierung, Großstadtentwicklung und bürgerlicher Lebensstil in einer Revierstadt des 19. und 20. Jahrhunderts. Magisterarbeit, Bochum 1988, S. 122ff.Google Scholar
  12. 13.
    Märkischer Sprecher v. 9.4.1925.Google Scholar
  13. 14.
    Planung des Konzertprogramms für die Saison 1921/22 vom März 1921; StA Bochum D St 36.Google Scholar
  14. 15.
    Vgl. F.D.: 2. Sinfoniekonzert des Städtischen Orchesters. Bochumer Anzeiger v. 24.10.1922; Dr. Schwermann: Symphonie-Konzert. Märkischer Sprecher v. 25.10.1922; Dr. Schwermann: 3. Symphonie-Konzert. Märkischer Sprecher v. 13.11.1922.Google Scholar
  15. 16.
    Vgl. seinen Brief an die Stadtverwaltung v. 6.1.1923 und die privat gedruckte Notiz über von ihm geleitete Ur-oder Erstaufführungen vom Oktober 1920; StA Bochum D St 36.Google Scholar
  16. 17.
    Vgl. die Konzertprogramme in StA Bochum D St 36. U. a. waren Stücke der folgenden Komponisten zu hören: Bartok, Stephan, Strawinski, Prokofieff, Busoni, Krenek, Schoeck, Skrjabin, Braunfels, Engelsmann, A.Busch, Schulhoff, Siegel, Smigelski, Baggier, L.Weber, E.Peeters, P.Scheinpflug.Google Scholar
  17. 18.
    Genaue Angaben liegen nur für die Anzahl der Vormieter 1920/21 (318), 1921/22 (327) und 1924/25 (220) vor; vgl. StA Bochum D St 34 und 36.Google Scholar
  18. 19.
    Vgl. Dieter Bloch, a.a.O., S. 103. Schulz-Dornburg selbst hielt seit diesem Ereignis “die Möglichkeit eines sogenannten Konzertskandals” für jederzeit gegeben; vgl. den Brief Schulz-Dornburgs an die Stadtverwaltung v. 6.1.1923; StA Bochum D St 36.Google Scholar
  19. 20.
    Vgl. z.B. Dr. Schwermann: Städtisches Orchester. Märkischer Sprecher v. 12.10.1922.Google Scholar
  20. 21.
    Dr. Schwermann: Symphonie-Konzert. Märkischer Sprecher v. 25.11.1921.Google Scholar
  21. 22.
    Die folgende Analyse entnimmt ihr Material einer Reihe von Rezensionen, die im Interesse besserer Übersichtlichkeit nicht mehr individuell nachgewiesen werden: Dr. Schwermann: Symphonie-Konzert. Märkischer Sprecher v. 25.11.1921; B.Schmiedeknecht: Zwei musikalische Uraufführungen in Bochum. Bochumer Anzeiger v. 25.11.1921; Dr. Schwermann: Städt. Orchester. Märkischer Sprecher v. 4.10.1922; Dr. Schwermann: Städtisches Orchester. Märkischer Sprecher v. 12.10.1922; F.D.: 2. Sinfoniekonzert des Städtischen Orchesters. Bochumer Anzeiger v. 24.10.1922; Dr. Schwermann: Symphonie-Konzert. Märkischer Sprecher v. 25.10.1922; Dr. Schwermann: 3. Symphonie-Konzert. Märkischer Sprecher v. 13.11.1922; R.E.: Sechstes Symphoniekonzert. Bochumer Anzeiger v. 10.1.1925.Google Scholar
  22. 23.
    Dr. Schwermann: Symphonie-Konzert. Märkischer Sprecher v. 25.11.1921; B.Schmiedeknecht: Zwei musikalische Uraufführungen in Bochum. Bochumer Anzeiger v. 25.11.1921; vgl. a die Meinungsverschiedenheiten über Hindemith und Mahler in F.D.: 2. Sinfoniekonzert des Städtischen Orchesters. Bochumer Anzeiger v. 24.10.1922; Dr. Schwermann: Symphonie-Konzert. Märkischer Sprecher v. 25.10.1922.Google Scholar
  23. 24.
    Vgl. dazu Dr. Schwermann: Städt. Orchester. Märkischer Sprecher v. 4.10.1922 (über das Doppelkonzert von Brahms); Dr. Schwermann: 3. Symphonie-Konzert. Märkischer Sprecher v. 13.11.1922 (zur Beurteilung Franz Schuberts).Google Scholar
  24. 25.
    Dr. Schwennann: Städtisches Orchester. Märkischer Sprecher v. 12.10.1922.Google Scholar
  25. 26.
    Vgl. Franz Feldens: Neue Musik und aktives Hören, in: Der Scheinwerfer, 2/1928–29, H. 13, S. 6–8.Google Scholar
  26. 27.
    Theodor Wiesengrund-Adorno: Warum ist die neue Kunst so schwer verständlich, in: Der Scheinwerfer 5/1931–32, H. 2, S. 15.Google Scholar
  27. 29.
    Märkischer Sprecher v. 9.4.1925.Google Scholar
  28. 30.
    Vgl. Dieter Bloch, a.a.O., S. 97.Google Scholar
  29. 34.
    Vgl. zum folgenden Dieter Bloch, a.a.O., S. 106f; Verwaltungsbericht Stadt Bochum 1913–1924. Bochum 1927, S. 255f; Max Voigt: Die Entwicklung des Bochumer Theater-und Konzertlebens, in: Westdeutsche Monatshefte, 1/1925, S. 406f.Google Scholar
  30. 35.
    Verwaltungsbericht Stadt Bochum 1913–1924. Bochum 1927, S. 255.Google Scholar
  31. 37.
    Vgl. Dr. Schwermann: Märkischer Sprecher v. 12.10.1922.Google Scholar
  32. 38.
    Bochumer Anzeiger v. 3.11.1921, zitiert wird ein Artikel von Max Hehemann aus der Essener Allgemeinen Zeitung.Google Scholar
  33. 39.
    Dr. J.Schwermann: Bochumer Musik-Kultur. Märkischer Sprecher v. 7.3.1925.Google Scholar
  34. 40.
    Märkischer Sprecher v. 20.12.1922.Google Scholar
  35. 41.
    Der städtische Zuschuß betrug 1919 51.000 M (=31,9% der Ausgaben), 1920 156.000 M (=33,8%), 1921 250.000 M (=19%). Für 1922 und 1923 liegen keine verläßlichen Daten vor, 1924 wurde das Orchester dann durch einen einmaligen staatlichen Besoldungszuschuß in Höhe von 70.230 M (=22,3%) subventioniert; vgl. StA Bochum D St 34.Google Scholar
  36. 42.
    Vgl. Verwaltungsbericht der Stadt Bochum 1913–1924. Bochum 1927, S. 253f.Google Scholar
  37. 43.
    Vgl. das Prokoll der Musik-und Theaterkommission v. 12.3.1924; StA Bochum D St 94.Google Scholar
  38. 44.
    R.Cz.: Bochum, in: Hellweg, 211922, S. 1104.Google Scholar
  39. 45.
    Vgl. z.B. den Leserbrief im Märkischen Sprecher v. 1.4. 1925.Google Scholar
  40. 46.
    Vgl. Beschluß der Bochumer Musik-und Theaterkommission v. 12.7.1924; StA Bochum D St 94.Google Scholar
  41. 47.
    Vgl. Protokoll der Musik-und Theaterkommission v. 18. 3.1925; StA Bochum D St 94.Google Scholar
  42. 48.
    Vgl. zum folgenden Kurt Dyckerhoff: Die Folkwangschulen - Idee und Personen, in: Folkwang 85: Festival der Künste Essen. Zur Geschichte der Stützpunkte künstlerischen Lebens. Köln 1985, S. 32–34.Google Scholar
  43. 49.
    Essener Anzeiger v. 12.4.1927.Google Scholar
  44. 50.
    Chronik der Stadt Essen für das Jahr 1924, S. 55; StA Essen.Google Scholar
  45. 51.
    Zur Geschichte des Essener Theaters vor 1927 vgl. Holger A.Kaminski: Darstellung der kulturellen Entwicklung der Stadt Essen am Beispiel des Essener Theaters. Typoskript Essen 1987; Franz Feldens: 75 Jahre Städtische Bühnen Essen. Geschichte des Essener Theaters 1892–1967. Essen 1967, bes. S. 185–240; Heinz Wissig: Essener Theater von 1892 bis 1944. Diss. Köln 1954, bes. S. 91–114.Google Scholar
  46. 52.
    Essener Volkszeitung v. 28.8.1927.Google Scholar
  47. 53.
    Vgl. Heinz Wissig, a.a.O., S. 116.Google Scholar
  48. 54.
    Vgl. zur Stellenbesetzung Franz Feldens: 75 Jahre Städtische Bühnen Essen, a.a.O., S. 241.Google Scholar
  49. 55.
    Köpper hatte nach einer Schauspielerausbildung versucht, sich in Berlin als Lyriker zu etablieren, und wurde 1927 bekannt, als Brecht - nicht ohne provokatorische Absicht - eines seiner neusachlichen Sportgedichte für den Lyrikpreis der Zeitschrift “Die Literarische Welt” vorschlug. Vgl. Jan Knopf: Brecht-Handbuch. Lyrik, Prosa, Schriften. Stuttgart 1984, S. 66f, 487f. Beispiele für Köppers Lyrik finden sich in Erhard Schütz/ Jochen Vogt (Hg): Der Scheinwerfer. Ein Forum der Neuen Sachlichkeit 1927–1933. Essen 1986, S. 25f, 31, 38.Google Scholar
  50. 56.
    Rolf Cunz: Rudolf Schulz-Dornburg, der Mensch, der Künstler, der Lehrmeister. Essener Anzeiger v. 12.12.1926.Google Scholar
  51. 57.
    Die Daten sind zusammengestellt aus den Haushaltsplänen der Stadt Essen für die Jahre 1924–1932; Stadtbibliothek Essen YalI 11.Google Scholar
  52. 58.
    Vgl. zur Diskussion um das Essener Schauspiel die Dokumente bei Franz Feldens: 75 Jahre Städtische Bühnen Essen, a.a.O., S. 245–286; Erik Reger: Vor der Entscheidung. Erscheinung und Bedeutung dieser Theater-Saison. Westdeutscher Scheinwerfer Nr. 1 v. 28.1. 1928, S. 6; Erik Reger: Das Theater als moralische Anstalt. Westdeutscher Scheinwerfer Nr. 4 v. 18.2.1928, S. 4. Reger behauptet in diesem Artikel u. a., der Kulturdezement Hüttner habe “auf Veranlassung einiger Dunkelmänner” die Aufführung von Marieluise Fleißers “Pioniere in Ingolstadt” und von Amolt Bronnens “Anarchie in Sillian” verhindert.Google Scholar
  53. 59.
    Vgl. Franz Feldens: 75 Jahre Städtische Bühnen Essen, a.a.O., S. 209f.Google Scholar
  54. 60.
    Alle Spielplanangaben für 1927–1931 nach Franz Feldens: 75 Jahre Städtische Bühnen Essen, a.a.O., S. 242–276. Für die Spielzeit 1931/32 liegen keine Aufführungszahlen vor.Google Scholar
  55. 61.
    Vgl. die von Feldens dokumentierten Rezensionen, ebd., S. 245–282. Zum Antigone-Skandal s. Dr. E.: Essener Musikwinter. Westdeutscher Scheinwerfer Nr. 1 v. 28.1.1928, S. 4.Google Scholar
  56. 62.
    Vgl. zum folgenden Ludger Claßen/ Erhard Schütz: Nachwort, in: Erhard Schütz/ Jochen Vogt (Hg): Der Scheinwerfer. Ein Forum der Neuen Sachlichkeit 1927–1933. Essen 1986, S. 361–375; Astrid Bold: Der Scheinwerfer. Blätter der Städtischen Bühnen Essen, in: Beiträge zur Geschichte von Stadt und Stift Essen, Bd.103, 1989/90, S. 119–150. Zum Konzept der Zeitschrift vgl. a. in dieser Arbeit Kapitel 9.Google Scholar
  57. 63.
    Für einen schnellen Überblick vgl. die in den Kapiteln “Musik”, “Musikalische Avantgarde” und “Oper” zusammengestellten Texte in: Erhard Schütz/ Jochen Vogt (Hg), a.a.O.Google Scholar
  58. 64.
    Vgl. Astrid Bold, a.a.0., S. 140f, 147f; Otto Gallen: Wühlerei gegen eine Leistung. Der Essener Scheinwerfer. Dortmunder Generalanzeiger v. 30.7.1932.Google Scholar
  59. 65.
    Theodor W. Adorno, a.a.O., S. 12–17; Hans-Heinz Stuckenschmidt: Arnold Schönbergs “Erwartung”, in: Der Scheinwerfer, 4/1930–31, H. 9, S. 1–6.Google Scholar
  60. 66.
    Adolf Raskin: Der Stilwille der Essener Oper, in: Der Scheinwerfer, 4/1930–31, H. 2, S. 10.Google Scholar
  61. 67.
    Rudolf Schulz-Dornburg: “Moderne” Wagner-Inszenierung? in: Der Scheinwerfer, 3/1929–30, H. 3, S. 3.Google Scholar
  62. 68.
    Rudolf Schulz-Dornburg: Musikalisches Volksdrama. Zur Aufführung des “Boris Godunow” in Essen, in: Der Scheinwerfer, 1/1927–28, H. 5, S. 4.Google Scholar
  63. 69.
    Vgl. dazu Heinz Wissig, a.a.O., S. 136–139.Google Scholar
  64. 70.
    Adolf Raskin, a.a.O., S. 8.Google Scholar
  65. 71.
    Vgl. dazu Heinz Wissig, a.a.O., S. 118ff, sowie Heinz Wissig: Studien zum Phänomen des Essener Stils. Der Essener Opern-und Schauspielstil von 1927 bis 1940, in: Beiträge zur Geschichte von Stift und Stadt Essen, H. 70/1955, S. 112–115.Google Scholar
  66. 72.
    Rudolf Schulz-Dornburg: Text in der Oper, in: Der Scheinwerfer. 4/1930–31, H. 17/18, S. 5.Google Scholar
  67. 73.
    Vgl. außer Schulz-Domburgs zuvor genanntem Beitrag Erich Herrmann: Muß man in der Oper den Text verstehen? in: Der Scheinwerfer, 4/1930–31, H. 12, S. 11–12; Ernst Krenek: Zur Frage des Textverstehens in der Oper, ebd., S. 12–13; Heinrich Strobel: Muß man in der Oper den Text verstehen? in: Der Scheinwerfer, 4/1930–31, H. 14, S. 13–14; Hanns Frömbgen: Muß man den Text in der Oper verstehen? in: Der Scheinwerfer, 4/1930–31, H. 15, S. 8–10; Heinrich Blasel: Muß man den Text in der Oper verstehen? in: Der Scheinwerfer, 4/1930–31, H. 17/18, S. 6–7.Google Scholar
  68. 74.
    Vgl. a. in dieser Arbeit Kapitel 4.Google Scholar
  69. 75.
    Rudolf Schulz-Dornburg: “Moderne” Wagner-Inszenierung?, a.a.O., S. 6.Google Scholar
  70. 76.
    Rudolf Schulz-Dornburg: Mozarts “Idomeneo”, in: Der Scheinwerfer, 1/1927–28, H. 1, S. 3.Google Scholar
  71. 78.
    Ernst Krenek und die “Zwingburg”, in: Der Scheinwerfer, 2/1928–29, H. 18/19, S. 11.Google Scholar
  72. 79.
    Rudolf Schulz-Domburg: Das kulturelle Gesicht des Ruhrgebiets, in: 48. Deutscher Ärztetag. Essen 27.-29. Juni 1929. Festschrift. S. 27.Google Scholar
  73. 80.
    Schulz-Dornburgs Rede zur Eröffung der Folkwang-Schule 1927, Zit. n. Heinz Wissig, a.a.O., S. 117.Google Scholar
  74. 81.
    Essener Anzeiger v. 8.10.1927.Google Scholar
  75. 82.
    Zit. n. Rolf Cunz: Rudolf Schulz-Domburg, a.a.O.Google Scholar
  76. 83.
    Essener Anzeiger v. 8.10.1927.Google Scholar
  77. 84.
    Zit. n. Rolf Cunz: Rudolf Schul-Dornburg, a.a.O.Google Scholar
  78. 85.
    Schulz-Dornburgs Rede zur Eröffung der Folkwang-Schule 1927, Zit. n. Heinz Wissig, a.a.O., S. 117.Google Scholar
  79. 86.
    Zit. n. Rolf Cunz: Rudolf Schulz-Domburg, a.a.O.Google Scholar
  80. 87.
    Essener Anzeiger v. 8.10.1927.Google Scholar
  81. 88.
    Vgl. dazu auch die folgende Beurteilung eines Vortrags von Schulz-Dornburg: “[Dias einzig Fesselnde an ihm war die blendende Rhetorik, blendend im ureigensten Sinne; denn Positives wußte der Redner nicht zu geben; alles blieb in der berauschenden Phrase stecken.” F.S.: Theater und Besucherorganisation, in: Die Fackel, 2/1927–28, H. 4.Google Scholar
  82. 90.
    Vgl. Rolf Cunz: Rudolf Schulz-Dornburg, a.a.O.; R.Cz.: Bochum, in: Hellweg, 211922, S. 1104; Heinrich Schmidt: Rudolf Schulz-Dornburg. Leistung und Bedeutung seiner fünf Essener Jahre, in: Die Heimatstadt Essen. Jahrbuch 1954, S. 73.Google Scholar
  83. 91.
    P.H. Keulers: Randglossen zur Essener Theaterchronik. Essener Volks-Zeitung v. 29.12.1929.Google Scholar
  84. 92.
    H. Frömbgen: Zwei Jahre Essener Kulturtheater. Volkswacht (Essen) v. 15.6.1929.Google Scholar
  85. 95.
    Zit. n. Franz Feldens: 75 Jahre Städtische Bühnen Essen, a.a.O., S. 247.Google Scholar
  86. 96.
    Das Ergebnis der Rundfrage der Städtischen Bühnen Essen, in: Der Scheinwerfer, 3/1929–30, H. 18/19, S. 24–25.Google Scholar
  87. 97.
    Sherifs Kriegsstück “Die andere Seite”, Shaws “Der Kaiser von Amerika” und Brechts “Dreigroschenoper”, ebd., S. 25.Google Scholar
  88. 98.
    Beethovens “Fidelio” war zuletzt in der Spielzeit 1927/28 aufgeführt worden und kam 1930 in einer Neuinszenierung wieder ins Programm, Wagners “Meistersinger von Nürnberg” standen 1927/28, 1928/29 und 1931/32 auf dem Spielplan, “Tannhäuser” wurde 1930/31 und 1931/32 gespielt, die Strauß-Operette “Die Fledermaus” von 1929 bis 1932 und Webers “Freischütz” 1930–1932; vgl. Franz Feldens: 75 Jahre Städtische Bühnen Essen, a.a.O., S. 242–289.Google Scholar
  89. 99.
    Für die Zeit von Schulz-Domburgs Essener Tätigkeit liegen keine Besucherzahlen vor, die zeitgenössische Berichterstattung schreibt jedoch regelmäßig über halbleere Sitzreihen und allgemein wachsende Publikumsabstinenz; vgl. die bei Franz Feldens: 75 Jahre Städtische Bühnen Essen, a.a.O., S. 245–296 gesammelten Rezensionen.Google Scholar
  90. 100.
    Vgl. zum folgenden Eckhardt Köhn: Das Ruhrepos. Dokumentation eines gescheiterten Projekts, in: Brecht-Jahrbuch 1977, S. 52–80.Google Scholar
  91. 106.
    Essener Theater-und Kunstverhältnisse. Das Flugblatt ist in der Essener Stadtbibliothek unter der Signatur Yc H 32 archiviert.Google Scholar
  92. 107.
    Eckhardt Köhn, a.a.O., S. 71.Google Scholar
  93. 108.
    Vgl. Bertolt Brecht: Gesammelte Werke. Bd.8. Frankfurt a.M. 1967, S. 297–302.Google Scholar
  94. 109.
    Eugen Sulz: Bericht über das Spieljahr 1927/28 im Städtischen Schauspielhaus, in: Die Fackel, 3/1928–29, H. 1, S. 6.Google Scholar
  95. 110.
    Zit. n. Franz Feldens: 75 Jahre Städtische Bühnen Essen, a.a.O., S. 248.Google Scholar
  96. 111.
    Rudolf Schulz-Dornburg: Rechtfertigung, in: Die Fackel, 2/1927–28, H. 4.Google Scholar
  97. 112.
    Zit. n. Eckardt Köhn, a.a.O., S. 73.Google Scholar
  98. 113.
    Paul Vogt: Das Museum Folkwang Essen. Die Geschichte einer Sammlung junger Kunst im Ruhrgebiet. Köln, 2. Aufl. 1972, S. 10f. Die folgende Darstellung zur Geschichte des Folkwang-Museums folgt im wesentlichen Vogts Untersuchung.Google Scholar
  99. 114.
    Ebd., S. 11. Zur Diskussion des Konzepts, die im Rahmen dieser Darstellung nicht möglich ist, vgl. Erhard Schütz, a.a.0., S. 24.Google Scholar
  100. 115.
    Vgl. Paul J. Cremers: Die Eröffnung des Folkwang-Museums, in: Hellweg, 2/1922, S. 862–864; Paul J. Cremers: Ein Museum für Weltgefühle, in: Hellweg, 3/1923, S. 479–480; Paul Vogt, a.a.O., S. 42.Google Scholar
  101. 116.
    Ernst Gosebrnch: Museum Folkwang in Essen, in: Hermann Ehlgötz (Hg): Essen. Berlin, 2. Aufl. 1925, S. 68.Google Scholar
  102. 117.
    Vgl. dazu den Ausstellungskatalog: Kunst und Technik. Ausstellung anläßlich der Tagung des Vereins Deutscher Ingenieure. B. Juni bis 22. Juli 1928 im Folkwang-Museum zu Essen. Essen o. J.Google Scholar
  103. 118.
    Vgl. dazu auch Ernst Gosebruch: Kunst und Industrie, in: Hellweg, 2/1922, S. 9–10.Google Scholar
  104. 119.
    Zit. n. Kurt Dyckerhoff, a.a.O., S. 36.Google Scholar
  105. 120.
    Rudolf Schulz-Domburg zur Eröffnung der Folkwangschule; Zit. n. Essener Anzeiger v. 9.10.1927.Google Scholar
  106. 121.
    Zit. n. Essener Anzeiger v. 9.10.1927.Google Scholar
  107. 122.
    Vgl. Kurt Dyckerhoff, a.a.O., S. 35–40.Google Scholar
  108. 123.
    Erik Reger: Folkwangschule ohne Zukunft? Dortmunder General-Anzeiger v. 29.3.1930; Vgl. a. die satirische Darstellung der Folkwangschule als “Kunstschule Thalia” in: Erik Reger: Das wachsame Hähnchen. Hamburg 1984, S. 378–384. Ähnlich kritisch beurteilte 1929 auch schon Hanns Frömbgen die Folkwang-Schule (Zwei Jahre Essener Kulturtheater. Volkswacht (Essen) v. 15.6. 1929): “Diese Folkwangschule ist weder durch die großen sozialen Kämpfe, die sich während ihres Bestehens hier abgespielt haben, noch durch den täglichen Anblick von Fördertürmen und Schornsteinen aus der Idylle ihrer höfischen Barockwelt herauszureißen. Sie bescherte als Frucht zweijähriger Arbeit, als Glaubensbekenntnis sozusagen ein dummes Märchen, das sich an ein in Essen allerdings vorhandenes Publikum von Urgroßvätern wendet. Man scheut sich dabei nicht einmal, die Arbeiterschaft auf das geschmackloseste zu verhöhnen.”Google Scholar
  109. 124.
    Stadtgemeinde Essen: Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1931, S. 11.Google Scholar
  110. 125.
    Der Meinungsstreit um die Essener Folkwangschulen. Essener Anzeiger v. 20.3.1930. Zur Debatte um die Folkwangschulen vgl. a. Adolf Raskin: Die Essener Folkwangschulen. Eine notwendige Richtigstellung. Essener Anzeiger v. 14.3.1930, und die Stellungnahme des Beigeordneten Dr. Richter im Essener Anzeiger v. 19.3.1930.Google Scholar
  111. 126.
    Peter Heinrich Keulers: Am Scheidewege. Randglossen zur Essener Theaterchronik. Essener Volkszeitung v. 13.10. 1929.Google Scholar
  112. 127.
    Vgl. die Dokumentation bei Franz Feldens: 75 Jahre Städtische Bühnen Essen, a.a.O., S. 268f, 272ff, 280ff, 291ff, 303ff, sowie in der vorliegenden Arbeit die entsprechenden Passagen der Kapitel 3 und 4.Google Scholar
  113. 128.
    Essener Volkszeitung v. 31.12.1930.Google Scholar
  114. 129.
    Vgl. Franz Feldens: 75 Jahre Städtische Bühnen Essen, a.a.0., S. 294.Google Scholar
  115. 132.
    Vgl. Volkswacht (Essen) v. 7.6.1932; Essener Volkszeitung v. 7.6.1932.Google Scholar
  116. 133.
    Vgl. etwa die Erinnerungen von Heinrich Schmidt: Rudolf Schulz-Dornburg. Leistung und Bedeutung seiner fünf Essener Jahre, in: Die Heimatstadt Essen. Jahrbuch 1954, S. 73.Google Scholar
  117. 134.
    Vgl. Franz Feldens: 75 Jahre Städtische Bühnen Essen, a.a.O., S. 257f.Google Scholar
  118. 135.
    Adolf Raskin: Rücktritt des Essener Operndirektors. Essener Anzeiger v. 7.6.1932.Google Scholar
  119. 136.
    Vgl. Willibald Gurlitt, a.a.O., S. 649.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1994

Authors and Affiliations

  • Matthias Uecker

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