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Schlußfolgerungen aus der Analyse der Alternativvorschläge

  • Willem Günnemann
Part of the Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Forschung book series (BEISOFO, volume 22)

Zusammenfassung

Wie schon bei der Beurteilung der bisherigen Agrarpolitik muß auch hier zunächst die Interessenlage der Entscheidungsträger und der Betroffenen, der Landwirte, sowie der politische Standort dieser Gruppen herausgestellt werden. Eine wertfreie Beurteilung der Alternativen wäre Augenwischerei. Dies wurde bereits aus den Darstellungen der Alternativvorschläge und ihren Begründungen deutlich. Denn hätten beispielsweise Köster/Tangermann die Interessen der Produzenten als Entscheidungskriterien für ihr Modell herangezogen, dann wäre eine Ausrichtung zukünftiger Agrarpolitik an der Erreichung eines höchstmöglichen Sozialproduktes völlig abwegig. Den Produzenten geht es hier um ihre eigene Existenzsicherung und Beibehaltung ihres ausgeübten Berufes sowie der Absetzung ihrer Produkte zu möglichst hohen Preisen. Andererseits ist aus gesamtgesellschaftlicher Sicht eine möglichst effektive und preisgünstige Agrarproduktion anzustreben. Diese Bestrebungen, die vor allem von außerlandwirtschaftlichen Gruppen und Sektoren ausgehen, finden dann ihre.Begrenzung, wenn die dadurch unvermeidlichen Erzeugerpreissenkungen und Einkommenseinbußen, verbunden mit einer beschleunigten Konzentration und Zentralisation der Produktion, bei der großen Masse der Produzenten zu politischen Unruhen und einer Gefährdung des herrschenden Gesellschaftssystems führen würden.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1981

Authors and Affiliations

  • Willem Günnemann

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