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Attische Grabreliefs

  • Nikolaus Himmelmann
Part of the Nordrhein-Wesfälische Akademie der Wissenschaften book series (NWAWV, volume 357)

Zusammenfassung

Die systematische Beschäftigung mit attischen Grabreliefs beginnt erst nach der Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Funde genügend dicht wurden, um den Gattungscharakter dieser Denkmäler hervortreten zu lassen1. Im Vordergrund des Interesses stand zunächst die Deutung der Darstellungen, doch trat mit den Ausgrabungen A. Brueckners im Kerameikos (1907) auch die Frage nach dem Kontext der Stelen im Grabbezirk hinzu2. Dieser erste Ansatz einer sozialgeschichtlichen Betrachtung wich in den 20er und 30er Jahren unseres Jahrhunderts vorwiegend stilistischen Untersuchungen, die zu allgemein anerkannten Ergebnissen gelangten. 1951 führte eine Monographie des Dänen K. Friis Johansen auf breiter Basis zur Deutungsproblematik zurück3. In den beiden letzten Dezennien hat diese Forschung wieder eine entschieden sozialgeschichtliche Richtung genommen4. Seitdem bemüht man sich, die Grabreliefs und ihr Umfeld als historische Quelle für die Selbstdarstellung des spätklassischen attischen Bürgertums auszuwerten. Neben einer Reihe überaus positiver Ansätze z. B. bei S. C. Humphreys und A. Scholl zeichnet sich bei diesen Bemühungen allerdings auch die Gefahr ab, daß die Denkmäler lediglich als Illustrationen von sozialen Konzepten dienen, die aus der literarischen Tradition erschlossen wurden5. Man sollte aber nicht vergessen, daß die Grabreliefs den Toten darstellen, der in den zugehörigen Inschriften gerühmt und betrauert wird, und dem die am Grabe dargebrachten Opfer gelten. Dazu tragen wir im folgenden einige Bemerkungen bei, die wir um des Zusammenhangs willen in eine historische Übersicht einordnen.

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Literatur

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    hier Anhang 2.Google Scholar
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  13. Heiligkeit der Gräber und Grabmäler Chr. Karusos, Aristodikos (1961) 29ff.Google Scholar
  14. 8.
    Kübler, Kerameikos VII 1 (1976). Ders., Kerameikos VI 1 (1959) 53 Taf. 1–5. U. Knigge, Der Kerameikos von Athen (1988) 105 Abb. 99. yepaç: Peek a. O. Nr. 156.Google Scholar
  15. 9.
    Kübler, AA 1973, 172ff. B. v. Freytag gen. Löringhoff AM 90, 1975, 49ff. U. Knigge, Der Kerameikos von Athen (1988) 105. Aufstellung an der Straße Peek a. O. Nr. 71. 145. 146.Google Scholar
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  17. 10.
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  18. 13.
    Eine zusammenfassende Übersicht über die Ikonographie der Grabstatuen und -reliefs fehlt. Vergl. die typologischen Erörterungen bei Schmaltz a. O. 160–189. Grabstatuen von Kindern für ihren Vater AM 78, 1963, 140f. und, wahrscheinlich, Chr. Karusos, Aristodokos (1961) 66 B 5 (Therylides). Grabmal eines reiferen Mannes auch die Sitzstatue von der Plateia Eleutherias Floren (s. Anm. 18) 260, 43 (,Dionysos`).Google Scholar
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  20. 14.
    Schmaltz a. O. 170ff. Die Bedeutung des Themas auch für die klassische Zeit unterstreicht Schmaltz a. O. 219f.Google Scholar
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  23. 15.
    E. Buschor, Das Porträt (1960), 88f. Es sei unwahrscheinlich, daß die jugendlichen Gestalten der Stelen alle eines frühen Todes gestorben seien. Das Richtige hatte Buschor jedoch Altsamische Standbilder I (1934) 8 gesehen. Verf., Ideale Nacktheit in der griechischen Kunst (1990) 35. Anders D. Metzler in: Mousikos aner. Festschrift für M. Wegner (1992) 294ff.Google Scholar
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  25. 16.
    Humphreys a. O. 104f. R. Garland, The Greek Way of Death (1985) 86f. Schmaltz, MarbWPr. 1979, 32ff. Mutter BSA 57, 1962, 119, 7Google Scholar
  26. vergl. Peek Nr. 161: Söhne errichten Grabmal für den Vater auf Geheiß der Mutter). Nicht attisch z. B. Peek Nr. 151. Mutter als Stifterin allein auch AM 78, 1963, 113 (F. Willemsen). Mit dem Vater BSA 57, 1962, 146, 63 (?).Google Scholar
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    Verf., Herrscher und Athlet (Ausstellung Bonn 1989) 74–77, H. Kyrieleis, Antike Plastik, Lieferung 24 (1996) 31f. — Zu einer ausnahmsweise weit überlebensgroßen Siegerstatue in Olympia aus frühklassischer Zeit und den damit zusammenhängenden Problemen R. Krumeich, Bildnisse griechischer Herrscher und Staatsmänner im 5. Jahrhundert v. Chr. (1997) 89f. 204f.Google Scholar
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  32. 19.
    Vielleicht sind die nackten, vereinzelt auch Panzer tragenden Jünglingspaare in dieser Richtung zu verstehen, die auf einigen Lutrophorenstelen des 4. Jahrhunderts in der Henkelzone der Gefäße schweben: vergl. die Übersicht bei G. Kokula, Marmorlutrophoren (1984) 133ff. (darunter auch Tänzer und Reifen treibende Figuren). Kokula weist mit Recht darauf hin, daß die öfter vertretene dionysische Deutung Schwierigkeiten macht.Google Scholar
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  34. 21.
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  36. Jeffery, Local Scripts Taf. 32, 2. In Vers 2 wird Amphidama von einigen als Genitiv des Vatersnamens, von anderen als Name der Mutter im Nominativ aufgefaßt.Google Scholar
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  39. 24.
    Entschädigung` Peek Nr. 157. Phrasikleia Peek Nr. 68. Floren a. O. 164.Google Scholar
  40. 25.
    Antilochos Peek Nr. 1227. Die Ergänzung Wilhelms bestritt P. Friedländer, Epigrammata (1948) zu Nr. 85, der dem Zusammenhang entsprechend aber auch einen Totendienst vermutete. Nach Hansen CEG I (1983) 25 Nr. 34 ist an Wilhelms Ergänzung kaum ein Zweifel möglich.Google Scholar
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  42. Vergl. Ilias 11, 814–5: OK-npe .... ôÀocpupópevoç • ânoööpopat Peek Nr. 1226. 63.°Vpopat Nr. 159. Thasos Peek Nr. 1228 = CEG I Nr. 159. Ein klagendes oipot im Epigramm selbst BSA 57, 1962, 136 Nr. 42 = Peek Nr. 1671. — CEG I Nr. 174 (einzige Tochter eines Karers). — Totenkult an der Stele mit Spende, Niederlegung von Gaben u. ä. in Darstellungen von Elektra am Grabe Agamemnons, auf weißgrundigen Lekythen und unteritalischen Grabvasen. Auch rituelle Klage an der Grabstele kommt vor und bestätigt das Epigramm von Thasos. Zur Klage nach der Bestattung E. Reiner, Die rituelle Totenklage der Griechen (1938) 100f.Google Scholar
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    M. Meyer erinnert mich an das Testament des Aristoteles Diog. Laert. V 15 mit der Verfügung, das Bildnis seines Bruders Arimnestos als pvgpeiov in ein Heiligtum zu weihen, énst6ui &ttatç ÉirAsútgos.Google Scholar
  46. 28.
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  48. 30.
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  49. Fragment einer deutlich älteren Stele CAT 1.050 (hängt typologisch mit der inselionischen Stele Giustiniani in Berlin zusammen). Ebenfalls früh CAT 1.686 (trotz des angeblichen Fundorts Daphni nicht sicher attisch); 1.180.Google Scholar
  50. 31.
    Ktesileos und Theano CAT 2.206 (beide Namen im Genitiv). Vergl. die Beschreibung bei Johansen a. O. 40f.Google Scholar
  51. 33.
    CAT 3.130. Der stehende Mann greift nach dem Kästchen, das die Sitzende auf den Knien hält. Weiter unterhalb am Bruch Rest eines Gegenstandes. Bergemann a. 0. 99 hat übersehen, daß die Sitzende durch ihren Schleier als verheiratet gekennzeichnet ist (seine Taf. 57, 1). — Frühe Stelen mit mehr als zwei bürgerlichen Figuren z. B. CAT 3.171; 3.192; 3.170.Google Scholar
  52. Mehrfigurige Bilder häufiger auf frühen Marmorlekythen.Google Scholar
  53. 34.
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  55. 36.
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  56. Eine Dienerin nahm fälschlich F. Willemsen an AM 85, 1970, 34ff. D. Willers, Zu den Anfängen der archaistischen Plastik in Griechenland (1975) 56 sah in dem manierierten Stil, der — ein Vorläufer des Archaismus — bei einem Weihrelief der gleichen Hand auf der Akropolis wieder vorkommt (Floren a. O. Taf. 26, 2), einen Hinweis auf göttliche Thematik, also ein Weihrelief. Das Relief ist derzeit wohl nicht richtig gesockelt und muß links etwas angehoben werden. Der obere Abschluß der Figuren ist nach dem Erhaltenen schwer abzuschätzen. Sie waren entweder isokephal, oder die Sitzende überragte die andere etwas. Die Sitzende lehnt sich auffällig weit zurück, sodaß der herabfallende Mantelbausch weit vom Körper absteht. Falls die Stehende einen Spiegel hielt, würde man nach den Parallelen eine schräg gehaltene Hand erwarten. Bei dem manierierten Stil des Reliefs kann aber auch eine senkrechte Stellung nicht ausgeschlossen werden. Senkrecht gehaltene Hand, aber mit schrägem Arm bei der Dienerin auf dem Relief aus Thrakien in Saloniki Hiller (Anm. 34) Taf. 21. — Zur Überschneidung G. Neumann, Probleme des griechischen Weihreliefs (1979) 35. Überschneidung von Gottheit und Adorant auf dem Hekaterelief aus Aigina E. Mitropoulou, Corpus I. Attic Votive Reliefs of the 6th and 5`h Centuries B. C. (1977) Abb. 205.Google Scholar
  57. Die Anm. 45 erwähnte Thronstele (hier Abb. 3) wird durch das neu hinzugefundene Bruchstück, das rechts Rahmung aufweist, als einfigurig erwiesen.Google Scholar
  58. Die gravierten Fragmente von Velanideza Nationalmuseum 88+4469, die J. A. Papapostolou, Archaiol. Deltion 21, 1966, 102ff. zusammenfügte, enthalten keinen Hinweis auf eine zweite Figur. Die Bildung der Rechten des Sitzenden entspricht der des Mannes auf der Stele des Alxenor Berger a. O. Abb. 46, bezieht sich also wohl auf einen Hund.Google Scholar
  59. ’ Die schon vorher verbreitete Annahme wollte Johansen (Anm. 3) anhand der spartanischen Heroenreliefs erweisen. Dagegen Verf. Ilissosrelief a. O. 31ff.Google Scholar
  60. Hi.
    nterbliebene bzw. Adoranten auf archaischen Stelen, die möglicherweise als Grabreliefs dienten: Kretische Stele Johansen a. O. 81 Abb. 36, vergl. A. Lebessi, Oi steles tou Prinia (1976) Taf. 6. 7. Schmaltz a. O. 181.Google Scholar
  61. St.
    ele von Chalkedon Berger a. O. Abb. 124. Die Deutung als Grabrelief beruht auf der Anwesenheit einer anscheinend klagenden Figur sowie der Verwendung von xai Orlxe in der Inschrift. Eine ,Kreißende kann vielleicht auch Gegenstand eines Votivreliefs sein: Relief New York E. Mitropoulou, Corpus I. Attic Votive Reliefs (1977) 45 Nr. 66 Abb. 104 = G. M. A. Richter, Catalogue of Greek Sculptures. Metropolitan Museum (1954) Nr. 67 (stark gereinigt, stilistische Unstimmigkeiten. Authentisch?).Google Scholar
  62. Zu.
    den spartanischen Heroenreliefs Verf. a. 0. 32ff. Fuchs-Floren (Anm. 18), 219f. (0. PalagiaW. Coulson, ed.), Sculpture from Arcadia and Laconia (1993) 189ff. (G. Salapata); 199ff. (G. Hibler).Google Scholar
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    H. Gabelmann, Antike Audienz-und Tribunalszenen (1984) 40ff. A. Parrot-M. H. ChéhabS. Moscati, Die Phönizier (1977) 9. 75ff. Abb. 6. 78. Zur Datierung des Ahiramsarkophags zuletzt S. Moscati, I Fenici (Ausst. Venedig 1988) 92f.Google Scholar
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    Studia Troica 6 (1996) 251ff. (Nurten Sevinç).Google Scholar
  67. 42.
    In diesem Zusammenhang wäre auch an die bekannten späthethitischen Grabstelen mit Thronenden vor Speisetischen zu denken, denen stehende oder sitzende Figuren gegenübergestellt sind: E. Akurgal, Die Kunst der Hethiter (1961) Taf. 138. Ders., Späthethitische Bildkunst (1949). Auch ihre Darstellungen sind anscheinend der Typologie von Lebensbildern entnommen. Zwei Stehende einander gegenüber kommen ebenfalls vor.Google Scholar
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    N. M. Kontoleon, Aspects de la Grèce préclassique (1970). H. Hiller a. O. 78ff. 139ff. 172ff. Taf. 16. Leukothearelief Hiller a. O. 186ff. Taf. 24, 2.Google Scholar
  69. 44.
    Vergl. auch lokrische Tonreliefs wie H. Prückner, Die lokrischen Tonreliefs (1968) Taf. 7, 6. Ein wenig einladender Ausweg wäre es, einen doppelten Ursprung der dialogischen Gruppe anzunehmen, einen ,erfundenen` Dexiosistypus (Aegina) und einen aus dem Heroenrelief entwickelten Verehrungstypus (Ikaria).Google Scholar
  70. 45.
    Anm. 35. Bei der Datierung der Stele hilft das von F. Willemsen AM 85, 1970, 36ff. veröffentlichte Bruchstück einer Thronstele (hier Abb. 3), das 1994 durch ein anpassendes Fragment mit den Unterschenkeln einer sitzenden Frau ergänzt werden konnte (Inst. Neg. Athen Ker. 22989, für die Überlassung eines Abzugs danke ich J. Stroszeck und N. Lazaridou. Veröffentlicht von B. v. Freytag AA 1995, 644 Abb. 28). Gegenüber dem Relief im Kerameikos, das Willemsen Aristokles zuschrieb, sind die Formen des Throns auf der aeginetischen Stele deutlich gestreckter, zierlicher und gegensätzlicher, die Gewandfalten sind bewegter. Die traditionelle Datierung um 500 v. Chr. dürfte also wohl richtig sein. Das Schema der Gewandanlage stimmt im Unterteil wörtlich mit dem Bruchstück im Kerameikos überein und beweist die Abhängigkeit des Reliefs in Aegina von attischen Vorbildern (der Thron auf dem Relief in Athen besitzt keine Armlehnen, weshalb das Gewand hier den Ansatz des rechten Thronbeins bedeckt). — Die Frucht in der Hand der Frau ist nicht, wie häufig behauptet, ein Granatapfel, sondern ein Apfel (Einsenkung an der Oberseite). Auch von hierher fehlt also ein Hinweis auf ChthonischHeroisches.Google Scholar
  71. 46.
    Diener auf Bruchstück einer bemalten attischen Stele in Berlin: Schmaltz, Griechische Grabreliefs (1983) 183 Anm. 446 und T. Hölscher, Kanon (Anm. 34) 166ff. (die Beobachtung geht auf A. Conze zurück).Google Scholar
  72. Auf dem Athener Bruchstück mit einer Frau, die ein Kind auf dem Schoß hält, sind sicher beide Figuren als verstorben gedacht: Berger a. O. Abb. 157.Google Scholar
  73. Bei dem Sitzenden auf den Fragmenten aus Velanideza ist die Ergänzung einer gegenüberstehenden Figur nicht zu erweisen (hier Anm. 34.36).Google Scholar
  74. 47.
    Z. B. J. H. Oakley, The Achilles Painter (1997) Taf. 108; 112 AB; 118 C.D u. o. S. auch die Anm. 92 angeführten Beispiele. ,Fürstenrelief` von Pherai H. Biesantz, Die thessalischen Grabreliefs (1965) Taf. 19 K 30.Google Scholar
  75. 48.
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  76. Zum Bezirk der Herakleioten Brueckner a. O. 64ff. und AEphem 1910, 130ff. (Befund der Gräber hinter der Schaufront. Die Lage der Steinsarkophage AEphem a. O. 128ff. Abb. 14–16. 18–19. 20, vergl. U. Knigge, Der Kerameikos von Athen, 1988, 122).Google Scholar
  77. Eine typische Palmettenstele mit Eintragung der jeweiligen Familienoberhäupter im Grabbezirk des Koroibos von Melite Brueckner a. O. 105f.: zunächst drei Generationen der ersten Familie von Besitzern, dann zwei Generationen einer Familie, die den Bezirk übernahm. Brueckner bildet Abb. 44 eine Aufnahme der Korallionstele ab, die der Wirkung bei hoher Aufstellung nahekommt. Der Unterschied im Ausdruck der beiden vorderen Figuren wird darin noch deutlicher als bei den in Augenhöhe genommenen Photographien. Vergl. die später von Brueckner vom Straßenniveau aus genommene Aufnahme AEphem 1910, 115 Abb. 10.Google Scholar
  78. 49.
    Bergemann, Demos und Thanatos. Einwände gegen Bergemanns Thesen hier Anhang 2. Dieselben Personen auf mehreren Grabmälern z. B. auch CAT 3.846; 3.319; 4.850 (Familie des Demoteles. Die Identität der Figuren habe ich Ilissosrelief 21ff. wahrscheinlich gemacht. Vergl. G. M. A. Richter in Neue Beiträge zur klassischen Altertumswissenschaft. Festschrift B. Schweitzer, 1954, 258, die verschiedene Generationen annahm.)Google Scholar
  79. so Die Einlassungen für Kultgefäße auf den Basen der Denkmäler im Herakleiotenbezirk eingezeichnet im Grundriß bei Brueckner a. 0. 66 Abb. 37–38. Ein erhaltener Rest in einem der Löcher stammt von einem bis unten ausgehöhlten Marmoralabastron, das also 01 aufnehmen konnte.Google Scholar
  80. Vorrichtungen für Kränze bzw. Tänien M. Pfanner, Hefte des Archäologischen Seminars Bern 3, 1977, 5ff.Google Scholar
  81. 51.
    Glatte Stele mit gemalter Binde und Alabastra CAT 2.356b. Tänien in der Bekrönung z. B. CAT 1.081 (Stele des Eupheros im Kerameikos, Detail Arch. Delt. 24, 1969 (1971) Mel. 227 Taf. 126).Unteritalische Vasen H. Lohmann, Grabmäler auf unteritalischen Vasen (1979): Die Darstellungen sind allerdings nicht realistisch, sondern finden in einer elysischen Sphäre statt. Mit Tänien oft reich geschmückte Stelen zahlreich auf attischen weißgrundigen Lekythen und zwar auch nach 430, also nach der Aufhebung des Stelenverbots. — Verehrung einer Figurenstele auf der bemalten Marmorlekythos CAT 2.052.Google Scholar
  82. 52.
    Dionysische Böcke in der Bekrönung U. Vedder, Untersuchungen zur plastischen Ausstattung attischer Grabanlagen des 4. Jhs. v. Chr. (1985. Diss. Bonn 1984) 145ff.Google Scholar
  83. Die Bestimmung des Blattbündels zwischen zwei Alabastra auf der Stele in Amherst CAT 4.368 verdanke ich W. Barthlott. Zur Form der eleusinischen, vermutungsweise sog. Bakchoi vergl. J. D. Beazley in Numismatic Chronicle, 6. Ser., 1, 1941, 1. Die Stele in Amherst weist Merkwürdigkeiten auf, die ohne Autopsie schwer zu beurteilen sind. Anscheinend ist sie nicht unfertig: Henkel sind auch sonst häufig nicht gekehlt, und die skizzenhaften Figuren waren wohl für Ergänzung durch Malerei berechnet. Der bei rundplastischen Lutrophoren obligate Absatz zwischen Hals und Schulter fehlt auch auf den Lutrophorenstelen CAT 3.727; 3.173; 1.431; 2.154. Flache Schulter bei 2.248. Die gerade Leiste unter dem Stilleben gehört — soweit die Abbildung ein Urteil erlaubt — nicht zum Mündungsteller der Lutrophore, sondern steht rechts anscheinend ab (links bestoßen). Die konvexe, echinusartige Form des oberen Abschlusses erklärt sich also daraus, daß der Mündungsteller und dessen konkave Unterseite zusammengezogen sind: vergl. Conze Taf. 189, 1406 und 1387. Fehlt ganz 1371. Befremdlicher ist das Fehlen des Kyma, das sonst hinter oder über der Lutrophorenmündung erscheint (ob die grobe Kerbe links dies andeuten soll, bleibt offen). Die Darstellung von zwei Figurengruppen auf dem Leib der Lutrophore, die bei der gängigen Deutung des Gefäßtypus als Denkmal für Unverheiratete schwierig zu verstehen ist, kommt häufiger vor: Kokula a. 0. Taf. 26–28.Google Scholar
  84. 53.
    Brueckner a. O. 93ff. Zur rechtlichen Abhängigkeit scheinbar alleinstehender Frauen s. Busolt, Staatskunde I 242ff.Google Scholar
  85. W. Kovacsovics, Kerameikos XIV, Die Eckterrasse der Gräberstraße des Kerameikos (1990) 73ff. Vergl. u. Anm. 80.Google Scholar
  86. 54.
    Verf., Realist. Themen 18. Dort auch zum Stab als bürgerlichem Abzeichen.Google Scholar
  87. 55.
    Alte Männer auf attischen Grabreliefs M. Meyer, AM 104, 1989, 49ff. Alte Frauen S. PfistererHaas, AM 105, 1990, 179ff. — Negroider Pais ausnahmsweise im Relief der Stele selbst CAT 1.879.Google Scholar
  88. 56.
    Verf., Realist. Themen a. O. 19ff. 29 (Vortrag von 1979). Verhältnis zum Porträt a. O. 53f. ,Idealisierung` a. O. 87f.Google Scholar
  89. 57.
    Aristophanes, Ritter 580. Dokimasierede für Mantitheos Lysias XVI 3. 18–19. Heerführer Verf. a. O. 20 Anm. 58. Vergl. Lysias XIX über das Vermögen des Aristophanes.Google Scholar
  90. 58.
    Nach freundlicher Auskunft von Chr. Habicht fehlt eine systematische Untersuchung von althistorischer Seite (s. Anhang 1).Google Scholar
  91. 59.
    Demoteles gehört sicher zu der Familie, aus der ein jüngerer Thymokles als Trierarch und Chorege bekannt ist: J. K. Davies; Athenian Propertied Families 600–300 B. C. (1971) 242 Nr. 7401. Ein genaues Stemma läßt sich jedoch bisher nicht aufstellen. Zur Familie des Redners Demosthenes Davies a. 0. 113–139. Außer dem seinen, den auch sein Vater trägt, sind in der Familie die Namen Demomeles, Demon und Demophon gebräuchlich. — Ein Demokrates aus reicher Familie schon im 5. Jahrhundert Hesperia 53, 1984, 355 (R. S. Stroud).Google Scholar
  92. 60.
    Verf., Realist. Themen 87f. T. Hölscher, Ideal und Wirklichkeit in den Bildnissen Alexanders des Großen (1971) 22f. Nach Hölscher a. 0. 40 ist die ,Idealität` der Jünglingsbilder auf den Grabreliefs und der Athletenstatuen ‚lediglich von einer Gleichgültigkeit gegenüber individuellen Zügen bestimmt.’Google Scholar
  93. Nach P. Zanker verraten die Figurentypen der attischen Grabreliefs einen großen ,Rollenzwang` und eine ,fast unerträglich` reglementierte Selbststilisierung: ,Das Leben in der demokratischen Polis muß wahrlich anstrengend gewesen sein` (Neue Zürcher Zeitung. Intern. Ausgabe 10./11.2.1996, 54).Google Scholar
  94. 61.
    Verf., Realist. Themen 87f.Google Scholar
  95. 62.
    Verf. Realist. Themen 28f. 45f. 48. Relief des Fuhrmanns G. Neumann, Probleme des griechischen Weihreliefs (1979) Abb. 26a. Eine Arbeit über die Bürgerdarstellung auf Weihreliefs bereitet A. Klöckner vor.Google Scholar
  96. 63.
    Verf., Realist. Themen 53f. Stele des Thraseas und der Euandria CAT 3.419. Platonporträt Verf., Minima Archaeologica (1996) 112ff. Sog. Krates G. M. A. Richter, The Portraits of the Greeks II (1965) Abb. 1076ff. — Nach Platon, Phaidon 82 AB kann man auch ohne Philosophie ein guter Bürger sein, indem man die Tugenden der Sophrosyne und Dikaiosyne gewohnheitsmäßig übt (vergl. Staat 619 C). Im nächsten Leben erwartet einen dann das Dasein eines geselligen Insekts. Die Unterscheidung eines Bürgerideals ohne und mit Philosophie scheint die von mir vermutete Programmatik des Platonporträts zu unterstreichen.Google Scholar
  97. 64.
    Zu diesem Ergebnis kommt auch Scholl, Bildfeldstelen 171–183.Google Scholar
  98. Zu den Bemühungen Bergemanns s. u.Google Scholar
  99. Handwerker Sosinos CAT 1.202. Tynnias CAT 1.251. Bei dem Schuster Xanthippos CAT 1.630 gestattet der in der Inschrift allein gegebene Name keine Entscheidung über den Status des Dargestellten. — Die Reliefs zweier Phöniker CAT 3.410 und 1.333 mit ihrer ungriechischen Ikonographie werden hier nicht berücksichtigt.Google Scholar
  100. Daß auch bei Darstellungen von Bürgern in seltenen Fällen ,realistische’ — aber natürlich typologisch zu wertende — Züge vorkommen, zeigt die Stele des Pankratiasten (?) Agakles Sohn des Phrynichos (?) CAT 1.100 (ausrasierter Kinnbacken, vergl. Verf., Realist. Themen 19, eine überzeugende Deutung dieses auch bei ordinären Symposiasten und Banausen vorkommenden Zuges liegt noch nicht vor).Google Scholar
  101. 65.
    Verf., Archäologisches zum Problem der griechischen Sklaverei (1971). Scholl, Bildfeldstelen 176ff. Bergemann a. O. 148f. Thous Scholl a. O. 252 Taf. 43, 1. Kat. 98. CAT 3.922.Google Scholar
  102. Eumaios besitzt einen Sklaven in der Odyssee 14, 449ff.Google Scholar
  103. Inschrift des Paphlagoniers Atotas Peek Nr. 836. S. Lauffer, Die Bergwerkssklaven von Laurion (1979) 199.Google Scholar
  104. 66.
    Xpgo-tóç Scholl a. O. 177, 1202. Für Freie verwendet z. B. Peek Nr. 1211. 1490. 1389. Den Bedeutungsgehalt des Begriffs in den Epigrammen behandelte G. Pfohl, Untersuchungen über die attischen Grabinschriften (Diss. Erlangen 1953).Google Scholar
  105. Vergl auch Chr. Breuer, Reliefs und Epigramme griechischer Privatgrabmäler (1995) 46.Google Scholar
  106. 67.
    Scholl, Bildfeldstelen 177, 1203; 179, 1216; 181. — Menschliche Verbundenheit mit der Amme (und dem Pädagogen) Demosthenes XLVII 55–56. 58–59. 67ff. -Unter den Ammen kommen auch Freie vor z. B. Peek Nr. 493, eine aus der Peloponnes stammende Metökin. Die Gründe, weshalb zuweilen auch eine Bürgerin (noÀiuç z. B. Eur. El. 1335) die Funktionen einer Amme übernehmen muß, schildert ausführlich Demosthenes LVII 35–36. 42. 44–45 (der Sprecher beteuert, daß gegenwärtig viele Athenerinnen gezwungen seien, sich als Ammen ihren Lebensunterhalt zu verdienen). Natürlich ist es aber unwahrscheinlich, daß Bürgerinnen auf ihren Grabsteinen als Ammen gekennzeichnet wurden. Stele der Pyraichme Scholl a. O. Taf. 43, 2.Google Scholar
  107. 68.
    Scholl a. O. Taf. 43, 3 Nr. 23. Taf. 43, 4 könnte eine ähnliche Darstellung getragen haben.Google Scholar
  108. 69.
    Verf., Archäologisches zum Problem der griech. Sklaverei (1971) 38ff. Stele der Hegeso CAT 2.150. Verkleinerte Dienerin neben Kleinkindern Verf. a. O. Abb. 65. 66.Google Scholar
  109. ° A. Furtwängler, La collection Sabouroff I (1883–87) 49f. Obwohl er es nicht ausdrücklich sagt, ist wohl auch dies bei G. Rodenwaldt, Das Relief bei den Griechen (1933) 62f. gemeint, wenn er jeden religiösen Gehalt in den Darstellungen entschieden ablehnt. S. jetzt vor allem Bergemann a. O. 55f. Dazu s. u. Anhang 2. Daß Naiskosstelen in aller Regel für bestimmte Todesfälle errichtet wurden, setzt auch Bergemann voraus: a. O. 25f. 154.Google Scholar
  110. Auf mehrfigurigen Stelen nur der Verstorbene durch Inschrift bezeichnet: CAT 2.227a (Poseidippos); 4.415 (Korallion, später erneuert); 4.430 (? Damasistrate, auf dem weggebrochenen Stück des Giebels ist eher yuvrl oder ein Demotikon zu vermuten als der Name des Bärtigen); 2.430 (Mnesistrate); 1.630 (Xanthippos); 3.214 (Euthykleia); 2.276e (Eurynome, im Genitiv: Clairmont hält irrtümlich für männlich, mithin keine Ausnahme von der ikonographischen Regel); 2.391; 2.398 (Artemon); 3.455 (Alexandros Samios); 3.932 (Phanagora); 3.4106 (Arista-gora).Google Scholar
  111. Ursprünglich nur der Verstorbene inschriftlich genannt, später weitere Inschriften hinzugefügt: s. Bergemann a. O. 213.Google Scholar
  112. 71.
    Die Unterschiede in der Funktion der verschiedenen Gattungen von Grabmälern untersuchte B. Schmaltz, Verwendung und Funktion attischer Grabmäler in: Marburger Winckelmann-Programm 1979, 13ff., bes. 22–32.Google Scholar
  113. M.
    armorlutrophoren G. Kokula, Marmorlutrophoren, 10. Beih. AM (1984). Palmettenstelen Brueckner, Friedhof 71f. 105f. Marmorlekythen Schmaltz, Untersuchungen zu den attischen Marmorlekythen (1970). Zur Problematik der Zuweisung s. u. 120. 140.Google Scholar
  114. 72.
    CAT 3.3946. Fragment London CAT 3.414a. Früher Melchett CAT 3.880. Vergl. auch CAT 1.943; 2.4296 (?).Google Scholar
  115. 73.
    Mit Dienerin CAT 1.814; 1.932; 1.971. Mit Lutrophoros CAT 1.862; 1.431.Google Scholar
  116. 74.
    Xen. Oik. 7, 4–10. Ischomachos unterhält sich mit ihr éneì Xatpor16qç iw Kul éTenOâoauto 6oze Sicatyeo6at: Ausdrücke wie bei der Domestizierung von Tieren (vergl. Platon, Politikos 264c).Google Scholar
  117. 75.
    Dieses Detail allein könnte die Jugendlichkeit nicht erweisen, da es auch bei reiferen Frauen wie der Mutter auf der Berliner Stele K 25 = C. Blümel, Die klassisch griechischen Skulpturen (1966) 19 Nr. 8 Abb. 13. 44 vorkommt (CAT 3.930. Blümel hielt die Stele nicht für attisch). Vergl. die neuerdings auf Agathe Tyche gedeutete Statue der Agora O. Palagia in: (W Coulson et alii), The Archaeology of Athens and Attica under the Democracy (1994) 113 Abb. 1.Google Scholar
  118. Die Sitzende von CAT 3.467 hat eine typologisch genaue Entsprechung (hohe Gürtung, Achselband, Schleier, Armhaltung) auf der samischen Stele CAT 3.490.Google Scholar
  119. 76.
    CAT 0.855a; 0.930; 1.847; 1.850 u. ö.Google Scholar
  120. St.
    ele in Brauron CAT 3.195 und 3.200 (Zusammengehörigkeit noch nicht erkannt). CAT Suppl. 67. Dazu G. Despinis in: Egnatia 3, 1991–92, 7ff. 25f. Abb. 1–3. R. Stupperich in: Thetis 1, 1994, 57ff. Vergl. Schmaltz GGA 247, 1995, 187. Parallelen für die Figur des Kleobulos CAT 0.940, eine attisierende Stele aus Byzantion (mit kurzem Palästritenhaar wie Kleobulos. Noch kleinere Jungen tragen das Haar lockiger); 0.884; 1.348. — Halbwüchsiger wegen fehlender Pubes wohl auch die Figur in der Haltung des Herakles Typus Kopenhagen CAT 1.935, hier Abb. 43.Google Scholar
  121. “ CAT 2.792 (ohne Abbildung). Inv. Nr. des Museum 4535. Gefunden in Peristeri. Erhaltene Höhe 43 cm. Höhe der Kinderfiguren 19 cm. Für die Erlaubnis, die Lekythos hier abbilden zu dürfen, danke ich Ephoros G. Steinhauer. Die Photographien und Notizen stellte dankenswerterweise G. Despinis zur Verfügung.Google Scholar
  122. Schulterbauschtypus bei kleinen Kindern CAT 0.785 u. ö. Schon Schmaltz Gött. Gel. Anz. 247, 1995, 163 bemerkte, daß die Kleinkinderreliefs Motive der großen Jünglingsstelen übernehmen.. Vergl. dazu Scholl a. 0. 118.Google Scholar
  123. Der Name Simiche ist mit größeren Buchstaben, aber von der gleichen Hand geschrieben wie die Namen der Kinder. Simiche hat einen Vogel in der Hand, Kraton hält einen Hasen.Google Scholar
  124. 78.
    CAT 3.3696. Die an ihrem stehenden Vater vorbeiblickende sitzende Hegilla wird durch das Epigramm auf dem Architrav als Verstorbene erwiesen.Google Scholar
  125. 78.
    Verf., Ilissosrelief 14.Google Scholar
  126. 8°.
    S. u. 81. — Die frontale Darstellung von Demetria und Pamphile auf dem zweifigurigen Relief CAT 2.464 (hier Abb. 14) wird seit jeher damit erklärt, daß beide Frauen bei der Errichtung der Stele verstorben waren (vergl. CAT 2.426 und den zugehörigen Giebel. Auf CAT 2.464 ist Demetria, bei deren Tod CAT 2.426 geschaffen wurde, durch kurze Buckellocken und Doppelkinn als Ältere charakterisiert). Pamphile ist dadurch hervorgehoben, daß sie als die Jüngere thront. Ihr Name ist in größeren Buchstaben geschrieben als der der früher verstorbenen Demetria, die schon ihr eigenes Denkmal hatte. Auf dem Epistyl CAT Suppl. RSE 24 ist der Name des hinterbliebenen Archebios kleiner als der des verstorbenen Makareus. Ob sich eine Regel daraus machen läßt, ist fraglich. Sonst wäre dies von Bedeutung bei der Deutung der Stele von Hieron und Lysippe aus Rhamnus, s. u. Anhang 3Google Scholar
  127. 81.
    Das Relief schien mir zunächst der Spätphase anzugehören, in der Rückgriffe auf das frühe Jahrhundert eine durchaus geläufige Erscheinung sind, vergl. z. B. das Relief von Demetria und Pamphile CAT 2.464 mit dem New Yorker Fragment CAT 2.277 (hier Abb. 42) aus der Zeit 380–70. Nach Autopsie habe ich jedoch keinen Grund, mit der Datierung so weit herunterzugehen. Die Stele war ungerahmt (?). — In dem bekannten Motiv, das auch bei dem Typus des zriXavyfÇ Itvflpa CAT 3.284 vorkommt, ist die linke Schulter der Verstorbenen entblößt.Google Scholar
  128. 82.
    Z. B. Brauron CAT 2.909. Kopenhagen 2.426b.Google Scholar
  129. 83.
    CAT 3.454; 3.459a; 3.471; 2.302; 2.305; 2.350a; 4.423; 3.403; 3.404; 3.404a; 3.415a; 3.416; 3.421; 2.408; 2.441; 3.3926. Alter, nämlich um 350–40, die überarbeitete Stele Karlsruhe CAT 3.388.Google Scholar
  130. 84.
    CAT 2.431; 3.457. Es ist deshalb ein methodischer Fehler, wenn Bergemann mit Hinweis auf die erst in der Spätphase aus dem Relief herausblickende Dienerin die Deutung der Verstorbenen als ,Entrückte` bestreitet. S. u. 108f. Auf Stelen der zweiten Jahrhunderthälfte führt die zunehmende Frontalität auch bei den Hauptfiguren von Toten und Hinterbliebenen zu divergierenden Blickrichtungen, die den traditionellen Bezug scheinbar verunklären (Ilissosrelief 24f.).Google Scholar
  131. 85.
    S. z. B. noch 2.440b; 2.432a; 4.431; 4.438.Google Scholar
  132. 86.
    Daß in sich versunkene Figuren, die von ihrem Gegenüber angeblickt werden, in der Regel den Verstorbenen charakterisieren, beweisen die vielen Stelen, auf denen Herrin und Dienerin in dieser Weise wiedergegeben sind: außer der unten erwähnten Stele in Cleveland CAT 2.276, hier Abb. 24, vergl. z. B. 2.276b. 2.301. Das gleiche Verhältnis bei Ehepaaren z. B. CAT 2.206 (Ktesileos und Theano); 4.438. Für die Möglichkeit des Gegenteils s. CAT 2.718, wo die verstorbene Tochter Mynnia auf die in sich versunkene hinterbliebene Mutter Euphrosyne blickt (so schon Bergemann 53).Google Scholar
  133. 87.
    CAT 3.461, Nachahmungen CAT 3.466; 2.466; 3.465. Vergl. Verf., Ilissosrelief 25.Google Scholar
  134. 88.
    Vergl. Verf., Ilissosrelief Abb. 21–23. Die Stirnhaarfrisur der jugendlichen sitzenden Figur auf stilistisch fortgeschrittenerer Stufe Bergemann a. O. Taf. 42, offensichtlich ebenfalls jugendliche Frauen.Google Scholar
  135. 89.
    Mantua CAT 3.394b. Frühe Beispiele Lekythos im Piraeus CAT 3.215 (mit verheirateter Tochter`) und die Stele in Malibu CAT 3.172. Emphatische Zuwendung der Mutter 3.354b. Auf der Bildfeldstele des Louvre 3.214 wird die Stehende, die nach der Tracht verheiratet ist, als 6uyüTgp bezeichnet.Google Scholar
  136. 90.
    Auf der großen Stele aus dem Kerameikos CAT 3.350 blickt die Sitzende leicht zu ihrer Tochter auf (besser am Original zu sehen. Der Eindruck wird bei hoher Aufstellung noch deutlicher gewesen sein). Ebenso 3.414a. Bei dem Dresdner Relief CAT 3.374a glaubte Clairmont zu erkennen, daß der sitzende Arkesilas nach oben sieht, obwohl er den Kopf nicht erhebt (vergl. Meyer a. O. 67). Natürlich ist nicht auszuschließen, daß die gemalten Pupillen tatsächlich den Eindruck vermittelten. Die starre Kopfhaltung allein als Alterscharakteristikum zu werten, ginge mit Rücksicht auf die anschließend zitierten Bildfeldstelen nicht an. Hippon Kopenhagen CAT 3.408a (dazu neuerdings B. Schmaltz Meddelelser fra Ny Carlsberg Glyptotek 52, 1996, 52ff. Seine Beobachtungen reichen wohl nicht aus, um eine Überarbeitung zu beweisen.). — Der Kopf der sitzenden Figur starr geradeaus gerichtet Scholl a. O. Taf. 5, 4; 7, 3. CAT 3.214; 3.215; 3.354b; 3.398a (Malthake Berlin, jetzt als Leihgabe im Akad. Kunstmuseum Bonn).Google Scholar
  137. 91.
    H. Möbius in: Gnomon 30, 1958, 49.Google Scholar
  138. 92.
    Verf. Ilissosrelief 13 Anm. 12. Dort auch schon Beispiele für die Entwicklung auf den Lekythen. J. H. Oakley’s neue Monographie gibt Gelegenheit, beide Auffassungen beim Achilleusmaler zu studieren. Ders., The Achilles-Painter (1997) Taf. 111AB; 120CD; 141AB zeigt den Verstorbenen mit Blick auf den Diener oder Angehörigen, der zumeist Opfergaben bringt, Taf. 110B; 108AB; 117AB; 128AB; 150AB umgekehrt den Hinterbliebenen oder Diener, der den in sich versunkenen Toten betrachtet. Für das erste vergl. auch Pfuhl, MuZ Abb. 534; 545; 546 (die Tote selbst klagend). Verf., Ilissosrelief Abb. 8–9 (Thanatosmaler). Späte Lekythen stellen den Toten — häufig ,entrückt` — vor der Stele sitzend dar, wie er von Angehörigen teilnahmsvoll betrachtet wird: Buschor, Grab eines attischen Mädchens (1939) 66 Abb. 53–54; MuZ Abb. 552; 550 (klagend); Verf., Ilissosrelief Taf. 6 (hier Abb. 36). Wiederholt noch auf der Marmorlekythos CAT 3.239. Daneben kennen die Lekythen noch andere Mittel, der Begegnung etwas Geisterhaftes zu geben, z. B. die verhangenen Blicke auf MuZ Abb. 541. — Wie die Scheidung von Versunkenheit und Betrachtung bewußt eingesetzt wird, um ein seelisches Geschehen zu veranschaulichen, zeigen die bekannten Stamnoi des Kleophon-Malers mit Kriegerabschied: AM 100, 1985, Taf. 47 (A. H. Borbein), hier Abb. 49. — Unter den Grabreliefs wird die Möglichkeit, daß der Verstorbene vor dem geradeaus blickenden Angehörigen steht, durch die Bildfeldstele CAT 2.227a vertreten. Der mit gesenktem Kopf vor der sitzenden Frau stehende Poseidippos ist durch die einzige Inschrift als Verstorbener bezeichnet (allerdings hat man eher den Eindruck, er sei in sich versunken, aber darüber läßt sich bei der Qualität der Bildfeldstele nicht richten. Vergl. auch CAT 2.718, hier Anm. 86). Auf der Stele aus Salamis in München CAT 2.398 sieht Artemon auf den seinen Blick nicht erwidernden Alten, der keinen Namen trägt. Diese Beispiele sowie die New Yorker Lekythos CAT 3.131 mit dem stehenden Kallisthenes vor seinem unbenannten Vater schon bei Bergemann a. O. 50 (die Figur hinter dem Sitzenden ist weiblich) und 53. Auf der Münchner Marmorlekythos CAT 3.191 stehen zwei Frauen mit gesenktem Blick vor dem Krieger Philonautes, der sie betrachtet. Wahrscheinlich ist er der Tote. — Zum Problem vergl. auch Kokula, Marmorlutrophoren 100ff., die allerdings die falsche Voraussetzung macht, daß auf der Stele von Ktesileos und Theano (Diepolder Taf. 22) nur der Name der letzteren im Genitiv stünde.Google Scholar
  139. 93.
    CAT 3.846, vergl. Verf., Studien zum Ilissosrelief 21ff. Vergl. das hier Anm. 86 erwähnte Relief der Mynnia CAT 2.718 und Kokula, Marmorlutrophoren 99ff.Google Scholar
  140. Vergl. aber auch das ungefähr zeitgleiche zweifigurige Relief CAT 2.336a, auf dem eine stehende verheiratete Frau auf den sitzenden, geradeaus blickenden Mann schaut (Vater und Tochter?). Das Verhältnis ist also ähnlich wie auf dem New Yorker Relief, nur daß die Überschneidung der stehenden Figur dafür spricht, den Mann für die Hauptfigur und damit den Toten zu halten.Google Scholar
  141. 94.
    Möbius a. 0. 49. Er wollte ihm allerdings nur einen ,formalen` Wert zuerkennen. Bergemann a. 0. 49ff. bringt Beispiele außerhalb der Grabkunst bei, auf den Grabstelen selbst läßt er den Zug ungedeutet.Google Scholar
  142. 95.
    ARV 1044, 1: bei Richter-Hall Taf. 128 läßt der moderne Zeichner bezeichnenderweise Antiochos die Pupillen nach oben richten. Die Photographie LIMC I 2 Antiochos 2 und unsere Abb. 38 zeigen aber deutlich, daß er geradeaus sieht. 1036, 2, vergl. A. H. Borbein in: AM 100, 1985, 264 Taf. 48,1–3 (Strickhenkelamphora Brüssel). A. B. Spieß, Der Kriegerabschied auf attischen Vasen der archaischen Zeit (1992) 170f. Urkundenrelief von 375 M. Meyer, Die griechischen Urkundenreliefs (1989) Taf. 16, 2 Kat. A 51.Google Scholar
  143. 84.
    CAT 3.454; 3.459a; 3.471; 2.302; 2.305; 2.350a; 4.423; 3.403; 3.404; 3.404a; 3.415a; 3.416; 3.421; 2.408; 2.441; 3.3926.Google Scholar
  144. 96.
    Verf., Zur ,Schrittstellung` des polykletischen Diadumenos in: Marburger WinckelmannGoogle Scholar
  145. Programm 1967, 27ff. Ders. Erzählung und Figur in der archaischen Kunst (1967) passim.Google Scholar
  146. 97.
    Dies gehört mit zu den Merkmalen griechischer ,Idealität`, vergl. Verf., Zur ,Schrittstellung` 30–32.Google Scholar
  147. Figuren mit aufblickend erhobenem Kopf kommen trotzdem vor, bezeichnenderweise besonders drastisch bei nicht attischen Werken: vergl. z. B. das Fragment aus Pharsalos H. Biesantz, Die thessalischen Grabreliefs (1965) Taf. 20, K 38.Google Scholar
  148. Seltener auf attischen Grabreliefs wie CAT 2.151; 2.176 (gef. in Skala Oropou).Google Scholar
  149. 98.
    Paris K. Schefold, Die Sagen von den Argonauten, von Theben und Troja in der klassischen und hellenistischen Kunst (1989) Abb. 82–84. LIMC VII Paridis iudicium 36–40. LIMC IV Hera 433. 429.Google Scholar
  150. Umworbene LIMC IV Helene 70. 95. 108. Amymone H. Walter, Vom Sinnwandel griechischer Mythen (1959) 37 Abb. 29.Google Scholar
  151. Peirithoos G. Neumann, Gesten und Gebärden in der griechischen Kunst (1965) 55 Abb. 26. Herakles bei den Hesperiden LIMC V Herakles 2707.Google Scholar
  152. Zeus und Hera LIMC IV Hera 207. Vergl. Hera 347 (thronende Hera nicht zu dem vor ihr stehenden Zeus aufblickend).Google Scholar
  153. Bei der Einführung des Herakles in den Olymp LIMC V Herakles 2869 erhebt der thronende Zeus den Kopf nicht, obwohl der anbetende Herakles unmittelbar vor ihm steht.Google Scholar
  154. Auf der Münchner weißgrundigen Lekythos Buschor, Grab eines attischen Mädchens (1939) 12 Abb. 7–8 blickt der sitzende Hermes trotz weisender Gebärde der vor ihm stehenden, sich schmückenden Hadesbraut nicht ins Gesicht.Google Scholar
  155. 99.
    Herakles bei den Hesperiden geradeaus blickend LIMC V Herakles 2707. In der gleichen Darstellung wendet er sich frontal aus dem Bild heraus LIMC V Herakles 2722. 2703.Google Scholar
  156. Die gleiche Erscheinung beim nachdenkenden Paris des Parisurteils: in den Beispielen hier Anm. 98 blickt er geradeaus. LIMC VII Paridis iudicium 52a. 53 wendet er sich aus dem Bild.Google Scholar
  157. 100.
    Bergemann a. O. 49f., der Anm. 156 und 157 allerdings auch Stücke aufführt, die völlig infra artem sind. Andere tragen mehr als einen Namen, sind also nicht sicher. Weshalb er die allein schon durch die Inschrift als Verstorbene erwiesene Korallion CAT 4.415 hier als Hinterbliebene auffaßt, ist unerfindlich. — Vergl. auch meine Anm. 92.Google Scholar
  158. 101.
    Beispiele in der Reihenfolge der Stichworte: CAT 2.911 Lykurgos; 4.438 Berlin. Zur Problematik des Hauptplatzes Verf., Ilissosrelief 20f. CAT 2.850 Polyxena. 3.370 Ameinokleia. CAT 3.3696 Hegilla (Abb. 25); 3.467 Piräus. CAT 3.195 + 200 Kleobulos (Abb. 20); 3.394b Mantua (Abb. 17) CAT 3.455 CAT 4.235 Lekythos hier Abb. 26–27: die frontale Kopfwendung ist hier umso bedeutungsvoller als Frontalität in dieser Zeit — um 370 — noch kein allgemeines stilistisches Phänomen ist, sondern allein inhaltlich bestimmt wird. 3.425a Schwester des Smikythos. CAT 3.455 Samier Alexandros; 2.449a Philistides (Abb. 46). Bei den meisten Reliefs kommen mehrere Gesichtspunkte zusammen.Google Scholar
  159. 102.
    Verf., Erzählung und Figur passim, bes. 94ff. Der Anteil ,hieroglyphischen` Erzählens auf den Grabreliefs bedürfte noch genauerer Untersuchung (s. auch hier 112 Anm. 137 zu einer Beobachtung von A. H. Borbein). Das gilt nicht nur für einzelne Figurentypen, sondern auch für Gruppen. Der Stamnos des Kleophonmalers Abb. 49 (Anm. 92) stellt Trennung in der Verbundenheit mit den gleichen Mitteln dar wie die Lekythen, indem die ,Schwester` des spendenden Kriegers seinen auf sie gerichteten Blick nicht erwidert, sondern wehmütig den Kopf senkt. Dies entspricht dem Verhältnis von Krieger und Angehöriger z. B. auf der Lekythos des Bosanquet-Malers Abb. 34. Zur Umkehrung des Verhältnisses s. die Strickhenkelamphora des Hektormalers im Vatikan ARV 1036,1 = LIMC Hektor 19 und die Gruppen auf späten Lekythen wie Abb. 35–36, vergl. Anm. 92.Google Scholar
  160. 103.
    Über dreißig Beispiele des 4. Jahrhunderts in IG II2.Google Scholar
  161. 104.
    Verf., Ideale Nacktheit in der griechischen Kunst 59ff.Google Scholar
  162. l05.
    Verf. a. O. 60ff. Der Fall des Menekles auf der attischen Lutrophore CAT 2.496 = Verf. a. O. 67 Abb. 32 erklärt sich vielleicht durch die Herkunft des Verstorbenen. Ein Menekles aus Megara auf der Stele CAT 1.272 aus dem Piraeus (ohne Abb.). Nach R. Krumeich, Bildnisse griechischer Herrscher und Staatsmänner im 5. Jahrhundert v. Chr. (1997) 123f. ist die Wiedergabe bestimmter attischer Bürger als nackte Krieger eine geläufige Darstellungskonvention. Für die Grabreliefs zitiert er als ,Beispiele` die beiden bekannten Stelen aus Salamis (tatsächlich sind es zwei von insgesamt drei Fällen). Des weiteren beruft er sich auf die nackten Krieger der Vasenmalerei, als ob zwischen den anonymen Idealtypen der Kleinkunst und den bestimmten, durch Inschrift benannten Bürgern der Grabreliefs und Ehrenstatuen kein Unterschied bestünde.Google Scholar
  163. 106.
    Vergl. die Kontroverse Verf., Ideale Nacktheit in der griechischen Kunst 71f. 102–120 und T. Hölscher, Gnomon 65, 1993, 519–28. Vergl. Verf., Realistische Themen 154ff. und hier Anm. 60, 97 und 145. Für die unterschiedliche Kriegerdarstellung der Grabkunst in Attika gegenüber Böotien bzw. Tarent hat Hölscher bisher keine Erklärung geben können. Ebenso ist er den Nachweis schuldig geblieben, ob und wie die von ihm a. O. bes. 527f. aufgestellten abstrakten Forderungen einlösbar sind. Ich vermag z. B. nicht zu erkennen, wie der Gesichtspunkt der Libido in irgendeiner Weise helfen kann, die ,ideale` Nacktheit von Statuen hellenistischer Herrscher und römischer Generäle besser zu verstehen. Hölschers Aussage, man müsse erst die Bedeutung des Körpers in der Lebenswelt erfassen, bevor man seine nicht-realistische Darstellung beurteilen könne, verschiebt die Problematik ins Ungreifbare. Auf diesem Standpunkt wird man nie Farbe bekennen müssen. Das Problem der ,idealen` Nacktheit als einer künstlerischen Konven i n ist primär ein Problem der Seh-bzw. Darstellungsweise und muß als solches thematisiert werden. Die von Hölscher a. O. zitierte anthropologische Literatur hat mit dem Phänomen größtenteils gar nichts zu tun oder ist auf das Inhaltliche fixiert. Dabei ist nicht erkennbar, wie sie von ihrem Standpunkt aus jemals den Weg zum Problem der Darstellungsweise finden könnte. S. Nachtrag.Google Scholar
  164. 107.
    Verf., Ideale Nacktheit a. O. 69f. Daß die Darstellung des Typus auf attischen Bildfeldstelen eine heroische Anspielung enthält, bemerkte bereits A. Milchhoefer, Über die Gräberkunst der Hellenen (1899) 15 Anm. 13. Scholl a. O. 149ff., bes. 158 (erwähnt 14 attische und 1 böotischesGoogle Scholar
  165. Beispiel). S. bereits Johansen a. O. 163f. Zur Geschichte des Typus Rh. N. Thönges-Stringaris in: AM 80, 1965, 1ff. J. M. Dentzer, Le motif du banquet couché (1982). Das Relief Scholl Kat. Nr. 267 Taf. 41, 1 gibt dem Verstorbenen ein Rhyton in die erhobene Rechte und verstärkt damit den heroischen Ton: bezeichnenderweise gilt es keinem Athener, sondern einem Zyprer. — Zu der monumentalen Naiskosstele aus dem Kerameikos im Typus des verbürgerlichten Totenmahls s. Scholl, JdI 108, 1993, 353ff. CAT Suppl. 70 Nr. 5.470. — Der Typus stellt weder Mahl noch Bankett, sondern ein abgekürzt wiedergegebenes Symposion dar: Verf., Tieropfer in der griechischen Kunst (1997) 54 Anm. 49.Google Scholar
  166. Au.
    f die nachantiken Voraussetzungen des Heroenbegriffs seit der Renaissance bin ich in einem noch ungedruckten Vortrag von 1995 eingegangen.Google Scholar
  167. Es.
    fällt auf, daß der Totenmahltypus auf Grabstelen auch für verstorbene Frauen verwendet wird: Scholl a. O. Nr. 129 Charito (Oberteil der Stele verloren, doch spricht die ausführliche Fassung der Inschrift dafür, daß das Denkmal ihr zugedacht war). 504 Pythodike. 148 Titthe Chreste, also möglicherweise eine Unfreie ohne eigenen Namen. Auf 151 war nach der Beobachtung von P. Wolters zunächst nur der Name der Rhode eingetragen. Ehefrauen Scholl 136 und 129.Google Scholar
  168. Tot.
    enmahl auf der Grabstele einer Frau noch in der Kaiserzeit Peek Nr. 92 (Philippopolis). 108 Verf., Ideale Nacktheit 106ff. ders., Realistische Themen 87f.Google Scholar
  169. 109.
    Verf., Studien zum Ilissosrelief (1956). Ders., Ideale Nacktheit in der griechischen Kunst 106ff. Der Verstorbene mit trauernd gesenktem Kopf (,Oresttypus`) a. O. 110ff. CAT 1.456; 1.953; 2.954ff.; 3.455.Google Scholar
  170. Da.
    ß der Jüngling des Ilissosreliefs nicht nur eine Variante des ,Oresttypus` ist, sondern zugleich in einer älteren attischen Tradition steht, habe ich a. O. 108ff. betont.Google Scholar
  171. Ore.
    st auf Ring aus Amphipolis a. O. Abb. 63. Die Deutung ergibt sich u. a. aus Antike Gemmen in deutschen Sammlungen IV Hannover (1975) 83 Nr. 318.Google Scholar
  172. 110.
    Verbindung athletischer und jägerischer Merkmale vergl. Verf., Ideale Nacktheit a. O. 113ff. und Bergemann a. O. 80f., s. hier 117f. Falls die Anwesenheit eines Hundes schon ausreicht, um einen Palästriten zugleich als Jäger zu bezeichnen, dann würde die Verbindung bereits auf außerattischen Stelen vorgenommen: D. Woysch-Méautis, La représentation des animaux Abb. 267–69. Stupperich, Staatsbegräbnis und Privatgrabmal im klassischen Athen (1977) 117. Auch in dieser Erscheinung ist ein Versuch zu sehen, die bürgerliche Ikonographie mit heroischen Assoziationen anzureichern. Nackte bzw. mit Chlamys bekleidete Jäger in der rotfigurigen Vasenmalerei wie ARV2 1154,36 und 37 (mit mythischen Namen) oder auf Weihreliefs wie G. Rodenwaldt, Das Relief bei den Griechen (1923) Abb. 85 (Weihrelief nicht sicher) haben offensichtlich heroische Konnotationen. Chr. Kunze gibt mir zu erwägen, ob vielleicht Epheben gemeint sind, was dadurch nicht ausgeschlossen wird. S. auch Verf. in Festschrift für Sir John Boardman (An13).Google Scholar
  173. 111.
    Der Absatz wiederholt nach Verf., Herrscher und Athlet. Die Bronzen vom Quirinal (Ausst. Bonn 1989) 88ff. Frontale Haltung der Alexanderstatue vom Typus Erbach nimmt auch K. Fittschen, Katalog der Skulpturen in Schloß Erbach. AF 3. 1977, 21 Nr. 7 an. Die Replik der Akropolis sollte jedoch darauf genauer untersucht werden.Google Scholar
  174. 112.
    Bergemann a. O. passim. Bergemann erwähnt die hier und im folgenden angeführten Erscheinungen entweder überhaupt nicht oder sucht ihre erhöhende Bedeutung zu leugnen.Google Scholar
  175. 113.
    S. dazu demnächst Verf., Zitate von Götter-und Heroengestalten auf attischen Grabreliefs spätklassischer Zeit, in: Periplous. Festschrift für Sir John Boardman (im Druck).Google Scholar
  176. 114.
    Vergl. H. U. Cain, Zur Bedeutungsgeschichte eines archaischen Throntypus in: H. U. Cain H. Gabelmann-D. Salzmann (Hrsg.), Festschrift für Nikolaus Himmelmann (1989) 87ff.Google Scholar
  177. 115.
    Zu CAT 2.490 s. vor allem E. Voutiras in: Egnatia 2, 1990, 145ff. (referiert den Vorschlag von Despinis). Zum Pantherfell Verf., AA 1996, 475f. mit Hinweis auf H. Gabelmann, von dem eine Arbeit speziell zur heroisierenden Bedeutung der Pantherschabracke inzwischen postum im 196. Band der Bonner Jahrbücher 1996 erschienen ist. Zum Alexandermosaik und zum Pferderelief in Athen a. O. 19ff.Google Scholar
  178. 116.
    CAT 2.449a (Philistides, vergl. Herakles Ludovisi); 1.935, vergl. Herakles Typus Kopenhagen (hier Abb. 43 nach neuer Vorlage von K. V. v. Eickstedt mit freundlicher Genehmigung von K. Demakopoulou und N. Kaltsas). 2.949; 4.460. Die zu einer Stele in Brauron gehörende nackte Jünglingsfigur in Dallas CAT 2.949 vergleiche ich mit dem Heros auf der Stucktafel aus Herculaneum in: Ideale Nacktheit a. O. 114. Die Figur besitzt einen typologischen Vorläufer in dem Fragment CAT 1.951 des Piräus-Museums.Google Scholar
  179. 117.
    CAT 4.460 (Platon); 2.496 (Menekles). Vergl. Verf., Ideale Nacktheit 114.Google Scholar
  180. 118.
    Z. B. der Grabbau von Kallithea, der z. Zt. im Piräusmuseum rekonstruiert wird. Vergl. Scholl, HoNmaavra Itvrweia. Zur literarischen und monumentalen Überlieferung aufwendiger Grabmäler im spätklassischen Athen, in: JdI 109, 1994, 239.Google Scholar
  181. 119.
    S. Anhang 2. Wie tief der ideologische Einfluß der von außen aufgezwungenen oligarchischen Verfassung von 322–319 ging, ist in der Forschung umstritten. Zu Demetrios von Phaleron zuletzt G. A. Lehmann, Oligarchische Herrschaft im klassischen Athen = Vorträge Nordrhein-Westfälische Akad. d. Wissenschaften G 346 (1997) 62ff. und Chr. Habicht, Athen. Die Geschichte der Stadt in hellenistischer Zeit (1995) 62–75.Google Scholar
  182. 120.
    H. J. Gehrke, Das Verhältnis von Politik und Philosophie im Wirken des Demetrios von Phaleron, in: Chiron 8, 1978, 170. 184f. 186f. So auch Lehmann a. 0. 75. Die von Habicht a. 0. 65 referierte und geteilte Auffassung von R. Bernhardt in einer noch unveröffentlichten Arbeit, die Luxusgesetzgebung sei durch aristokratische Vorstellungen begründet, klingt nicht glaubhaft.Google Scholar
  183. 121.
    Gehrke a. 0. 162ff.Google Scholar
  184. 122.
    Demetrios als Tyrann bezeichnet von Pausanias 1, 25, 6. Plutarch, Demetrios Poliorketes 10, 2 sagt von dem Phalereer, daß es sich bei seiner Herrschaft dem Namen nach um einen oligarchischen, wegen seiner persönlichen Macht aber tatsächlich um einen monarchischen Zustand gehandelt habe. Zum Bild des Tyrannen gehört auch das von Duris verurteilte Luxusleben FGrHist 76 F 10. Die Anrede als ghtópop4oç in einem Festlied bei den großen Dionysien 308, überliefert von Duris. Vergl. F. Wehrli, Die Schule des Aristoteles (1949). Demetrios von Phaleron fr. 14. 26. 27. 34 und Lehmann a. O. 71f. 81 mit weiteren Zeugnissen. — Die Deutung des Gesetzes als Maßnahme gegen Aristokraten und Neureiche erklärt allerdings nicht seine Radikalität. Maßvolle Beschränkungen, unter denen z. B. Stelen mit unterlebensgroßen Figuren möglich geblieben wären, hätten für den Zweck ausgereicht. Rätselhaft ist auch der gleichzeitige massive Rückgang bei der Herstellung von marmornen Weihreliefs, die dem Verbot nicht unterlagen.Google Scholar
  185. 123.
    Scholl a. O. 77ff.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1999

Authors and Affiliations

  • Nikolaus Himmelmann

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