Advertisement

Die Lehre von der revolutionären Direktdemokratie: Karl Marx und die Pariser Kommune

  • Manfred G. Schmidt
Part of the Uni-Taschenbücher book series (UT23, volume 1887)

Zusammenfassung

Wie John Stuart Mill ist Karl Marx (1818–83) vom Aufstieg der bürgerlichen Industriegesellschaft in England zutiefst geprägt. Sein politischer Standort unterscheidet ihn jedoch radikal von dem Mills (Duncan 1973). Mill ist Liberaler und Demokrat, Marx hingegen Kommunist. Für Mill ist die gemäßigte Repräsentativdemokratie die Staatsform, die der bürgerlichen Gesellschaft geziemt. Für Marx hingegen ist die Demokratie entweder — so mit Blick auf sozialreformerische, als „kleinbürgerlich“ eingestufte Bestrebungen — Beiwerk der Klassenherrschaft der Bourgeoisie oder nützliches Instrument zur Erringung politischer Oberherrschaft der revolutionären Arbeiterbewegung und Synonym für den heilsgeschichtlich gedeuteten Endzustand der Geschichte. Den setzt Marx zunächst noch mit politischer Selbstverwirklichung der Menschen gleich. Später wird an deren Stelle die politisch-ökonomische Lehre vom „Reich der Freiheit“ auf kommunistischer Grundlage treten. Der „wahre Staat“ sei die Demokratie, so hielt Marx noch 1843 in der „Kritik des Hegeischen Staatsrechts“ Hegels konstitutionell-monarchischem Idealstaat entgegen. In dieser Schrift identifizierte sich Marx mit der von Hegel abgelehnten Demokratie im Sinne der republikanischen Phase der Französischen Revolution von 1789.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1995

Authors and Affiliations

  • Manfred G. Schmidt
    • 1
  1. 1.Ruprecht-Karls-Universität HeidelbergDeutschland

Personalised recommendations