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Konkurrenz- und Konkordanzdemokratie

  • Manfred G. Schmidt
Part of the Uni-Taschenbücher book series (UT23, volume 1887)

Zusammenfassung

Vor allem in der angloamerikanischen vergleichenden Politikwissenschaft war lange die Annahme verbreitet, nach dem „Rom der Demokratie“ (Lehmbruch 1987: 3) führe nur der Weg der angloamerikanischen Staaten, insbesondere derjenige Großbritanniens und der USA. Dort war nach verbreiteter Sichtweise der Vormarsch der Demokratie friedlich verlaufen und hatte Regeln für den Kampf um Wählerstimmen und die Umsetzung von Stimmen in Abgeordnetenmandate hervorgebracht, die als fair anerkannt wurden. Ferner waren in diesen Ländern — zumindest im 20. Jahrhundert — Machtwechsel möglich geworden, so daß der Verlierer einer Wahl sich mit der Chance, die nächste Wahl zu gewinnen, trösten konnte. Vor allem aber überlebten die angloamerikanischen Demokratien die kritische Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, in der die Demokratie in nicht wenigen Ländern zusammenbrach und dem Faschismus und dem Nationalsozialismus wich, z.B. in Italien und Deutschland. Aber nicht nur Stabilität, sondern auch Leistungsfähigkeit wurde den angloamerikanischen Demokratien bescheinigt, beispielsweise die Wahrung echter Chancen für die Opposition, der Schutz von Minoritäten und die Integration zuvor ausgegrenzter politischer und gesellschaftlicher Gruppen.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1995

Authors and Affiliations

  • Manfred G. Schmidt
    • 1
  1. 1.Ruprecht-Karls-Universität HeidelbergDeutschland

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