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Partizipatorische Demokratietheorie

  • Manfred G. Schmidt
Part of the Uni-Taschenbücher book series (UT23, volume 1887)

Zusammenfassung

Demokratietheorien kann man unter anderem nach der gesellschaftlichen Reichweite der Demokratie unterscheiden. In einer Theoriengruppe legt man Wert auf einen engdefinierten Begriff von Demokratie und auf die Balance von unmittelbarer oder mittelbarer Volksherrschaft und anderen Zielgrößen, wie Schutz von Rechten und Freiheiten, Pluralismus und Regierbarkeit. Dieses Verständnis kennzeichnet vor allem Demokratietheorien konservativer, liberaler oder zentristischer Standortgebundenheit. Im Gegensatz hierzu heißt das Leitmotiv einer zweiten Theoriengruppe „partizipatorische Demokratietheorie“ (Pateman 1970, Bachrach 1970, Bachrach und Botwiniek 1992), „expansive Demokratie“ (Warren 1992: 8 f.), „starke Demokratie“ (Barber 1994), „assoziative Demokratie“ (Hirst 1994) und neuerdings „kosmopolitische Demokratie“ (Archibugi/Held 1995). In dieser Schule setzt man auf den Eigenwert von Beteiligung, auf Maximierung von Partizipationschancen und Demokratisierung derjenigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Sphären, die noch nicht demokratischer Verfassung unterstehen, wie z.B. weiter Bereiche der Arbeitsweit („workplace democracy“ im Sinne authentischer Mitbestimmung), des Ausbildungssektors und auch des privaten Bereichs, so vor allem die neuere feministische Demokratietheorie (Phillips 1991).

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1995

Authors and Affiliations

  • Manfred G. Schmidt
    • 1
  1. 1.Ruprecht-Karls-Universität HeidelbergDeutschland

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