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Theorie der Sozialen Demokratie

  • Manfred G. Schmidt
Part of the Uni-Taschenbücher book series (UT23, volume 1887)

Zusammenfassung

Von den bislang vorgestellten Theorien unterscheidet sich die Theorie der Sozialen Demokratie vor allem durch ihr aktivistisches und expansionistisches Demokratieverständis. Ihr zufolge gehört zur Demokratie der Auftrag, Staat, Gesellschaft und Wirtschaft zu reformieren, die politische Demokratie zur gesellschaftlichen zu erweitern und Verteilungs- und Machtstrukturen mit dem Ziel der Herstellung von Gleichheit zu steuern. Mit formellen Rechten und Freiheiten im Rahmen öffentlicher Institutionen geben sich ihre Vertreter nicht zufrieden. Das wäre „nur“ politische Demokratie. Man will mehr. Man will auch — erstens — Sozial- und Wirtschaftsdemokratie durch Erweiterung der politische Rechte und Pflichten auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Einrichtungen und wirtschaftliche Vorgänge, man will — zweitens — sozialstaatliche Demokratie durch Auf- und Ausbau von Rechtsansprüchen auf Sozialleistungen und — drittens — autonome demokratische Interessenorganisation in Gesellschaft und Wirtschaft. Nur wenn dies gewährleistet ist, so behaupten die Vertreter der Theorie der Sozialen Demokratie, kann der potentiellen Despotie gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Mächte über das Leben von wirtschaftlich und gesellschaftlich schwächeren Bürgern wirksam Einhalt geboten werden (Bernstein 1899, Hartwich 1970, Hirst 1994).

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1995

Authors and Affiliations

  • Manfred G. Schmidt
    • 1
  1. 1.Ruprecht-Karls-Universität HeidelbergDeutschland

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