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Bisherige Anwendung von Methoden zur Standortbestimmung durch die Kommunale Planung

  • Rolf Hoberg
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Part of the Forschungsbericht des Landes Nordrhein-Westfalen book series (FOLANW, volume 2753)

Zusammenfassung

Vor der Feststellung der Häufigkeit der Anwendung einzelner Methoden soll zunächst ausgewertet werden, welche der befragten Gemeinden zumindest eine Methode angewendet haben.

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Literatur

  1. 1.
    Die Null-Hypothese gegen den Unterschied in der Anwendungshäufigkeit der Methodengruppe I (1–3) und Methodengruppe II (4–7) wird im Chi2-Test mit Chi2= 39,6, f = 1, a < 0,001 hoch signifikant abgelehnt.Google Scholar
  2. 1.
    Eine Ausnahme scheint die Kosten-Nutzen-Analyse darzustellen, wie jedoch bei der Aufschlüsselung nach Versorgungseinrichtungen deutlich wird, ist dies auf die Anwendung der Kosten-Nutzen-Analyse auch im Bereich der “Stadtstruktur”-Planung zurückzuführen, die in die Auszählung der Anwendungsfälle (b) mit aufgenommen wurde.Google Scholar
  3. 1.
    Grundsätzlich ist jedoch bei jeder Erhebung, die auf das Erinnerungsvermögen der Befragten zurückgreift, eine Verzerrung zugunsten kürzer zurückliegender Ereignisse anzunehmen.Google Scholar
  4. 1.
    Vgl. als Beispiel die Standortbewertung für eine Sonderschule, die von der Stadt Nürnberg durchgeführt wurde und Teile der grafischen Erreichbarkeitsanalyse, des standortbezogenen Kostenvergleichs und weitere Standortfaktoren mit einbezieht. Stadtverwaltung Nürnberg: Sonderschule Südstadt — Beurteilung der Standortvarianten, Nürnberg 1974.Google Scholar
  5. 1.
    Als vergleichbarer Indikator wird in betriebswirtschaftlichen Untersuchungen zur Anwendung von OR-Methoden die Betriebsgröße gemessen in Beschäftigtenzahlen oder Umsatz herangezogen. Vgl. GÖSSLER, R.: Operations-Research-Praxis, a.a.O., S.71; Börsig, C.: Die Implementierung von Operations Research, a.a.O., S. 261 f.Google Scholar
  6. 2.
    Vgl. PFANZAGL, J.: Allgemeine Methodenlehre der Statistik, Bd.II, Berlin 1966, S.168 ff. Chi2-Test f: Freiheitsgrad, p: IrrtumswahrscheinlichkeitGoogle Scholar
  7. 1.
    Der Stand des EDV-Einsatzes in der Planung ist aktuell nicht systematisch dokumentiert. Vgl. die Auswertung der Befragung zum Stand der Arbeiten an Planungsinformationssystemen in der öffentlichen Verwaltung im Sommer 1973, hrsg. v. Arbeitsgruppe “Planungsinformationssysteme” beim Kooperationsausschuß EDV Bund/Länder/kommunaler Bereich, (im Manuskript vervielfältigt), Stuttgart 1974.Google Scholar
  8. 1.
    Für den Zusammenhang zwischen Stadtgröße und EDV-Einsatz kann die Null-Hypothese der Unabhängigkeit bei Zusammenfassung der Stadtgrößen nach Städten kleiner und größer/gleich 100.000 Einwohnern mit Chi = 14,43, f = 3, p > 0,05 abgelehnt werden.Google Scholar
  9. 1.
    Vgl. Kommunale Gemeinschaftsstelle Für Verwaltungsvereinfachung: Automation und Planung — Bestandanalyse I, a.a.O., S. 11 f. und zu den Verständnisbarrieren FEHL, G.: Kommunikationsprobleme bei Planung und Forschung, in: Planungs-Informations-Systeme für die Raumplanung, hrsg. v. Institut für Städtebau und Wohnungswesen der Dt. Akademie für Städtebau und Landesplanung, München 1973, S. 217 – 239.Google Scholar
  10. 1.
    Vgl. RAUTENSTRAUCH, L.: Entwicklungen im Berufsbild von Planern in kommunalen Stadtplanungsämtern, Bonn-Bad Godesberg 1974, = Schriftenreihe “Städtebauliche Forschung” des Bundesministers für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau (03.026), S. 76 ff.Google Scholar
  11. 2.
    Vgl. PACK, H.; PACK, J. R.: Urban Land-Use Models: The Determinants of Adoption and Use, in: Policy Science, Vol. 8 (1977), S. 90 f.CrossRefGoogle Scholar
  12. 1.
    Siehe z. B. den Überblick über die verschiedenen Ansatzpunkte und Konzepte zu einer Theorie der Innovationsprozesse bei AREGGER, K.: Innovation in sozialen Systemen, Bd. 1, Bern und Stuttgart 1976, S. 99 – 207.Google Scholar
  13. 2.
    Vgl. WITTE, E.: Organisation für Innovationsentscheidungen, Göttingen 1973.Google Scholar
  14. 1.
    Vgl. dazu auch die Geschichte der Anwendung von Stadt-Simulationsmodellen in den USA, LEE, D. B. Jr.: Requiem for Large-Scale Models, in: Journal of the American Institute of Planners, Vol. 39 (1973) H. 3, S. 163 – 178.CrossRefGoogle Scholar
  15. 1.
    Vgl. WILD, J.: Zur Problematik der Nutzenbewertimg von Informationen, in: Zeitschrift für Betriebswirtschaft, Jg. 41 (1971) H. 5, S. 315 – 334.Google Scholar
  16. 1.
    Zu der gegenläufigen Tendenz, daß die Nachfrage nach einem neuen Informationsangebot über die Zeit abnimmt und auf traditionellere Informationsquellen zurückgegriffen wird, siehe WITTE, E.: Das Informationsverhalten in Informationssystemen — Die These von der unvollkommenen Informationsnachfrage, in: GROCHLA, E.; SZYPERSKI, N. (Hrsg.): Management-Informationssysteme, Wiesbaden 1974, S. 833 – 842.Google Scholar
  17. 1.
    Bei den Befragungen ergab sich, daß diese rechnergestützten Methoden von den Amtsleitern und Planern skeptischer beurteilt wurden, als von den Ingenieuren und technischen Hilfskräften, die das manuelle Auszählen von Einzugsbereichen durchzuführen hatten. Nach ihrer Hierarchiestufe und fachlichen Kompetenz hat diese zweite Gruppe aber kaum Einfluß auf die Entscheidung für oder gegen die Anwendung solcher Methoden.Google Scholar
  18. 1.
    Vgl. SCHNEIDER, J.B.: Solving Location problems: Human intuition versus the computer, in: Journal of the American Institute of Planners, Vol.37 (1971), H.2, S.95–99, ein ähnliches Experiment wurde von SINZ, M.: Auswertung einer Entwurfsaufgäbe zur Lösung eines Standort-Allokations-Problems, in: BACH, L. (Hrsg.): Materialien für Methoden zur Standortplanung von privaten und öffentlichen Einrichtungen mit zentraler Bedeutung, Dortmund 1974, S.278–309 behandelt; SCRIABIN, M.; VERGIN, R.C.: Comparison of computer algorithms and visual based methods for plant layout, in: Management Science, Vol.22 (1975), H.2, S.172–181.CrossRefGoogle Scholar
  19. 1.
    Die Beschränkimg der Untersuchung auf die kommunaleigenständige Methodenanwendung vernachlässigt damit den gesamten Bereich von Methodenanwendungen durch externe Planer für vor allem nicht-kommunale, privatwirtschaftliche Versorgungseinrichtungen. Diese Informationsgrundlage dient meist zur antizipativen Standortbestimmung für Versorgungseinrichtungen des Einzelhandels und des Dienstleistungsbereiches. Methodisch bauen diese Gutachten auf den gleichen Grundlagen der Erreichbarkeitsbewertung zur Abschätzung des Kaufkraftpotentials für die Makro-Standortbestimmung und der Bewertung anhand von Standortfaktoren für die Mikro-Standortbestimmung auf (vgl. TIETZ, B.: Die Standort- und Geschäftsflächenplanung im Einzelhandel, Rüschlikon u. Zürich 1969; BUNGE, H.: Geplante Standorte für Einzelhandelsund Handwerksbetriebe, Bonn 1970). Gleichwohl gilt die Mehrzahl der Argumente für den Stellenwert methodisch erarbeiteter Information zur LösungGoogle Scholar
  20. Fortsetzung Fußnote 1, Seite 58 von Standortbestimmungsproblemen auch für die von Gutachtern als externe, temporäre Organisation erarbeiteten Lösungsvorschläge. Es zeigen sich jedoch zwei Unterschiede zur eigenständigen Methodenanwendung mit gegenläufigem Effkt, während auf der einen Seite die “Reputation” des Gutachters als Machtmittel positiv genutzt werden kann, steht auf der anderen Seite die geringe Vertrautheit mit den lokalen, sachlichen, politischen und administrativen Gegebenheiten entgegen.Google Scholar
  21. 1.
    Vgl. FRENCH, J.P.R. JR.; RAVEN, B.- The Bases of Social Power, in: CARTWRIGHT, D. (Hrsg.): Studies in Social Power, Ann Arbor 1959, S. 150 ff. und Kirsch, W.: EntScheidungsprozesse, Bd. III, a.a.O., S. 206.Google Scholar
  22. 2.
    Auf die Möglichkeiten und Gefahren der Verwendung vor allem von Darstellungstechniken als Mittel in der Planungsphase “Lösungsanpreisung” wird von der Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsvereinfachung: Automation und Planung, a.a.O., S. 21 im Anschluß an Fehl, G.: Informationssysteme, Verwaltungsrationalisierung und die Stadtplaner, Bonn 1971, hingewiesen.Google Scholar
  23. 1.
    Thesen zu den Einflußmöglichkeiten über Informationen finden sich bei KLIS, M.: Überzeugung und Manipulation, Wiesbaden 1970, S. 92 ff.CrossRefGoogle Scholar
  24. 1.
    Hier zeigt sich für Raumplaner ein auffälliger Widerspruch zwischen Standortplanung und Verkehrsplanung. Während aus der theoretischen und methodischen Sicht des Wissenschaftlers beide Planungen sich wechselseitig bedingen und daher prinzipiell die gleichen Anforderungen an differenzierte Methoden zur Unterstützung bei der Planung stellen, ist sowohl der empirische Stand der Forschung als auch die Häufigkeit der Methodenanwendung extrem unterschiedlich. Für die Sicht des Ratsmitgliedes, aber auch für den Stadtplaner, stellte sich bisher “Verkehr” als eine schnell wachsende unbegreifbare, unlenkbare Stromgröße dar, zu deren Planung gerade die höchstentwickelte Methode noch gut genug war (“Medizinmann”-Effekt), während der “Standort” einer Versorgungseinrichtung als Bestandsgröße räumlich und zeitlich festgelegt ist und der wegen seiner leichteren “Begreifbarkeit” auch mit einfachen Methoden qeplant werden konnte. Z. Z. zeichnen sich zwei gegenläufige Entwicklungen in der Problemeinschätzung durch kommunale Planer und Politiker ab: zum einen wird “Verkehr” nicht länger als “quasi-natür-lichen” Gesetzen unterworfen verstanden und zielorientiertes, inkrementales Planen beginnt sich durchzusetzen und zum anderen wird der räumlichen Erreichbarkeit von Versorgungseinrichtungen ein höheres Gewicht (steigende Transportkosten) beigemessen, was einen höheren Methodenaufwand bei der Standortbestimmung rechtfertigt.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1978

Authors and Affiliations

  • Rolf Hoberg
    • 1
  1. 1.Abteilung RaumplanungUniversität DortmundDeutschland

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