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Vorbemerkung

  • Jochen Vogt
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Zusammenfassung

Vom gespenstischen “Nachleben” des deutschen Faschismus “in der Demokratie”, das heißt konkret: in der westdeutschen Nachkriegs- und Wohlstandsgesellschaft, hat Theodor W. Adorno sehr pointiert schon 1959 gesprochen. Bald danach umreißen Margarete und Alexander Mitscherlich in ihrer bis heute — und heute wieder besonders — aktuellen Studie Die Unfähigkeit zu trauern die sozialpsychologischen Verstrickungen, in denen allzuviele befangen waren, die Nationalsozialismus und Weltkrieg mit- und überlebt hatten. Daß die massive Abwehr der peinlichen und peinigenden Erinnerung, die Leugnung eigener Mitschuld nicht nur das Verhalten vieler Menschen, sondern auch das Klima von Öffentlichkeit, Politik, Justiz dominiert hat, dürfte allen noch gegenwärtig sein, die — gerade auch als junge Menschen — die fünfziger Jahre bewußt erlebt haben.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1991

Authors and Affiliations

  • Jochen Vogt

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