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Empirie und der Begriff der Lebenswelt bei Hieber

  • Thomas Kluge
Part of the Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Forschung book series (BEISOFO, volume 71)

Zusammenfassung

Hieber geht davon aus, daß die Enteignung des numerisch größten Teils der Bevölkerung vom Produktionswissen durch die Verwissenschaftlichung der Produktion nicht nur dem letzteren Gesichtspunkt, sondern den “Eigenarten der Naturwissenschaft” geschuldet sei (2) und folglich sei ein unüberbrückbarer Bruch zwischen der Alltagserfahrung und dem Wissen der Wissenschaft gegeben.

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Literatur

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    Mit den Begriff ‘epistemologischer Bruch’ (‘rupture’pistemologique) wird terminologisch auf Bachelard, Althusser u.a. Bezug genommen (vgl. L. Hieber, a.a.O., S. 175 u. 182). Dort hat aber der “Bruch” nur Sinn im Rahmen einer Diskurstheorie des Wissens. Ein Bruch zwischen Diskursformationen ist aber etwas ganz anderes als der hier konstruierte Bruch zwischen Theorien.Google Scholar
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    Vgl. in dieser Arbeit z.B. S. 199ff.Google Scholar
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    Der Lebensweltbegriff selbst hat seit Husserl einen Wandel erfahren. Bei Husserl war der Lebensweltbegriff als integraler Bestandteil einer Philosophie gedacht, die den Reduktionismus einer Naturwissenschaft, die nur noch die “Mathematisierung der Natur” erfülle, aufheben sollte; insofern steht bei Husserl der Lebensweltbegriff nicht in einem unüberbrückbaren Gegensatz zur Wissenschaft. Dies hätte auch Husserls Auffassung von der Rolle der Philosophie widersprochen. H. Plessner merkt hierzu an: “Er (Husserl) wollte aus der Philosophie eine strenge, positive, eine — ich scheue den Ausdruck hier nicht -betriebstörmige Fachwissenschaft machen ... insoweit ist auch die Lebenswelt Feld der Forschung.” (Vgl. H. Plessner, Husserl in Göttingen, in: ders. Diesseits der Utopie, Frankfurt 1974, S. 143ff., hier S. 152 u. 158). Der soziologische Gebrauch des Lebenswelt-Begriffes dagegen verweist auf das Problem, daß ihm allzu leicht eine Entgegensetzung von Wissenschaft und Gesellschaft und anderen Dualismen zu eigen ist, welche dann zu Systematiken führt wie bei Hieber. Husserl selbst hat den Begriff Lebenswelt in seiner Spätschrift geprägt: Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie, Hamburg 1977, vgl. S. 49ff. und 52ff.Google Scholar
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    “Einfacher” ist ein nicht ganz passender Ausdruck, Ich meine hiermit den Umstand, daß man in einer “neueren” Theorie manche Überlegungen anders verallgemeinern kann. So z.B. Newtons Trägheitsgesetz gegenüber den überaus kompliziert gedachten Impetustheorien oder die Zusammenfassung der klassischen Dynamik in der sogenannten “Hamilton Funktion”.Google Scholar
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    Ohne Anschauung sind Begriffe “leer” und haben keinen Gegenstand. Die Anschauung ohne Begriffe wiederum ist “blind”, enthält nichts objektiv Bestirmites, nur die Daten zu einer Bestimmung, die vom Denken ausgehen muß. Anschauung und Begriff zusanmen ergeben erst die Möglichkeit einer (objektiven) Erkenntnis. Vgl. R. Eisler, in: Kant-Lexikon, Hildesheim 1964, S. 58. I. Kant, Kritik der reinen Vernunft (F. Meiner), a.a.O., S. 658ff.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1985

Authors and Affiliations

  • Thomas Kluge

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