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Es ist normal verschieden zu sein? Einführende Reflexion zum Verhältnis zwischen Normalität, Behinderung und Geschlecht

  • Ulrike Schildmann
Chapter
Part of the Konstruktionen von Normalität book series (KONST, volume 1)

Zusammenfassung

In der Behindertenpolitik und -pädagogik der letzten Jahre ist eine Entwicklung zu beobachten, die besondere Aufmerksamkeit verdient. Es geht um das Verhältnis zwischen Normalität und Behinderung. Dieses wird seit den 1990er Jahren — anders als in den Jahrzehnten zuvor — ungewöhnlich positiv betrachtet und formuliert:
  • „Es ist normal verschieden zu sein“

  • „Geistig behindert ist auch normal“

  • „Normalität für Kinder mit Behinderungen: Integration“

  • „Normal bin ich nicht behindert“.

So lauten in den Jahren um die Jahrhundertwende politische Slogans der Aktion Mensch (Nachfolge-Organisation der Aktion Sorgenkind) und der Lebenshilfe für geistig Behinderte ebenso wie Fachbuchtitel der Integrationspädagogik (Schüler 1998) und der Sonderpädagogik (Palmowski/Heuwinkel 2000).

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Literatur

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2001

Authors and Affiliations

  • Ulrike Schildmann

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