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Einleitung

  • Heiner Barz

Zusammenfassung

Der vorliegende Forschungsbericht ist die erste umfassende empirische Bestandsaufnahme zum Thema „Jugend und Religion“ seit über 30 Jahren. Er trägt damit dem in den letzten Jahren wiedererwachten Interesse an Religion Rechnung, das sich aus zwei Quellen speist: Einmal wird die Bedeutung der religiösen Dimension unter der Perspektive Wertewandel, Aufbrechen der Sinnfrage neu thematisiert. Zum andern deuten Phänomene wie „Jugendsekten“, Okkultismus und neoreligiöse Suchbewegungen (“New Age”) auf unabgegoltene religiöse Bedürfnisse. Wie im ersten Band “Religion ohne Institution?”1 ausführlich nachgezeichnet wird, bot die Forschung indessen zu diesem Themenkomplex bisher ein äußerst dürftiges Bild: Man muß bis zu der von Hans Otto Wölber 1959 publizierten Studie “Religion ohne Entscheidung”2 zurückgehen, sucht man eine empirische Arbeit, die Jugend und Religion, nicht nur beiläufig und nicht auf Kirchlichkeit reduziert, thematisiert.

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Literatur

  1. 1.
    Barz, Heiner: Religion ohne Institution? Eine Bilanz der sozialwissenschaftlichen Forschung. Jugend und Religion Teil 1. Opladen 1992.Google Scholar
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  3. 3.
    In seiner epochalen religionsphilosophischen Abhandlung “Das Heilige. Über das Irrationale in der Idee des Göttlichen und sein Verhältnis zum Rationalen” (Breslau 1917) hat Rudolf Otto das eigentliche religiöse Gefühl als existentielles Erschau¬dern (mysterium tremendum) und zugleich als äußerste Faszination (mysterium fascinans) beschrieben.Google Scholar
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  6. 6.
    Für diese Gespräche, die von mir und von Christoph Schubert-Weller durchgeführt wurden, sind wir folgenden Damen und Herren zu Dank verpflichtet: Dr. Martin Affolderbach, Radevormwald; Dr. Andreas Fincke, Halle; Pastorin Christine Günther, Halle; Dr. Richard Münchmeier, München; ‘Prof. Dr. Karl Ernst Nipkow, Tübingen; Pfarrer Walter Schmidt, Stuttgart, Prof. Dr. Dr. Dr. Rolf Schwendter, Kassel; Prof. Dr. Rudolf Tippelt, Heidelberg/Freiburg; Prof. Dr. Dr. Hermann Timm, Heidelberg/München; Prof. Dr. Thomas Ziehe, Frankfurt a.M.Google Scholar
  7. 7.
    Dieser liegt als “Jugend und Religion. Teil 1” vor; vgl. Anm. 1.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. dazu z.B. Barz, Heiner: Zwischen lebendigem Goetheanismus und latenter Militanz? Eine Studie zur Alltagsorientierung von Waldorflehrern. In: Neue Sammlung 31. Jg. (1991) S. 227–245, hier S. 228f; Barz 1992, S. 39f, 82f und v.a. das noch immer unübertroffene Standardwerk von Roland Girtler: Methoden der qualitativen Sozialforschung. Anleitung zur Feldarbeit. Wien/Küln/Graz 21988.Google Scholar
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    z.B. die neue Shell-Schüler-Studie (Behnken, Imbke u.a.: Schülerstudie ‘80. Ju¬gendliche im Prozeß der Vereinigung. Weinheim/München 1991). Zur Kritik an dieser gutgemeinten “Gleichmacherei” vgl. Barz 1992, S. 113 sowie Friedrich, Walter: Zum Wandel der Mentalität ostdeutscher Jugendlicher seit den 70er Jahren. In: Büchner, Peter/ Krüger, Heinz-Hermann (Hrsg.): Aufwachsen hüben und drü¬ben. Opladen 1991. S. 225–234; Heitmeyer, Wilhelm: Politische Orientierungen bei westdeutschen Jugendlichen und die Risiken von deutsch-deutschen Vergleichs¬untersuchungen. In: Büchner/Kriiger a.a.O. S. 243–253.Google Scholar
  10. 10.
    Natürlich waren an der Durchführung der Interviews, der Auswertung und Befund¬aufbereitung viele Mitarbeiter, zum größten Teil erfahrene free-lancer des SINUS-Instituts beteiligt. Für Feedback, Gespräche und Anregungen, die oft weit über das rein Geschäftliche hinausgingen, möchte ich mich an dieser Stelle v.a. bei den engsten und wichtigsten Mitwirkenden am Gelingen dieses Projekts bedanken: Doris Fritzsche, Karlsruhe; Albert Günther, Tübingen; Claudia van Dijk-Morano und Thomas Morano, Heidelberg; Andreas Martus, Barcelona. Auch die freundliche Unterstützung etlicher SINUS-Angestellter half manche Klippe umschiffen. An vorderster Stelle aber danke ich meinem Supervisor Bodo Flaig.Google Scholar
  11. 11.
    Der Projektbeirat, dem ich an dieser Stelle für die konstruktive Zusammenarbeit danken möchte, setzte sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Dr. Martin Affolderbach, Radevormwald; Michael Borkowski, Hamburg; Thomas Gandow, Berlin; Michael Freitag, Stuttgart; Ingo Holzapfel, Stuttgart; OKR Hans-Ulrich Kirchhoff, Hannover; Dr. Gottfried Küenzlen, Stuttgart; Uta Lemke, Jena; Angela Ludwig, Reichelsheim; Prof. Dr. Henning Luther (t), Marburg; Dr. Richard Münchmeier, München; Dieter Qualmann, Wuppertal; Rudi Pahnke, Berlin-Ost; Meike Roth, Stuttgart; Christoph Schubert-Weller, Boll; Prof. Dr. Dr. Hermann Timm, Heidelberg/München.Google Scholar
  12. 12.
    Der auf S. 32 wiedergegebene Stichprobenplan wurde der besseren Überschaubar¬keit wegen für diese Publikation auf die zentralen Quotierungsmerkmale reduziert. Daß in der New Age-Spalte nur je drei statt vier Fälle ausgewiesen sind, ist darauf zurückzuführen, daß die Suche nach new-age-affinen Jugendlichen in der Gruppe der Haupt- /Realschüler/Azubis ergebnislos blieb.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1992

Authors and Affiliations

  • Heiner Barz
    • 1
  1. 1.OffenbachDeutschland

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