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Die Kumulation gesellschaftlicher Krisenerscheinungen und der eruptive Protest der Studentenbewegung 1966 – 69

  • Lothar Rolke
Part of the Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Forschung book series (BEISOFO, volume 97)

Zusammenfassung

Die Studentenbewegung war also keineswegs als eine “genuine und originäre Bewegung” entstanden, wie die Analysen zur OM-Bewegung und zur Notstandsopposition bestätigten, sondern durch den SDS gab es “so etwas wie eine institutionelle und personelle Kontinuität mit der vorstudentischen Opposition in der Geschichte und Entwicklung der Bundesrepublik” (Sack, 108). Auch die Akteure hatten diese Verflechtung der Bewegungen wahrgenommen (vgl. etwa Negt 1968, 13). Erklärungsbedürftig wird daher die Frage, warum und mit welchen Erfolgseffekten die Studentenbewegung protestpolitisch in Führung gehen konnte und warum die Protestsituation eruptiven Charakter annahm.

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Anmerkungen zum III. Teil, 4. Kap.

  1. 1).
    Auf diese Verbindung verweist auch Schwarz 1974 (528 f).Google Scholar
  2. 2).
    Mit dem Vorteil der distanzierten Nachzeitigkeit ausgestattet hat Rothschild erst kürzlich wieder darauf hingewiesen, daß die wirtschaftliche Situation der 60er Jahre mit hohen Wachstumsraten und Vollbeschäftigung sogar als Ausnahmesituation gelten muß (vgl. ders. 1983, 25 ff).Google Scholar
  3. 3).
    Zur Auseinandersetzung um das Konzept der “formierten Gesellschaft” mit ihren politischen Konsequenzen und theoretischen Implikationen vgl. Erhard 1965 (Bundesparteitagsrede und Regierungserklärung) und Altmann 1979 (insbesondere die Fassung der formierten Gesellschaft). Altmann war Erhards einflußreicher Berater. Zur Kritik vgl. allgemein Opitz 1965, 1966 und Wolff 1966; vgl. weiterhin Fritzsche (1977, 92 ff), der es vor allem unter ideengeschichtlich-ideologischem Aspekt untersucht und Huffschmid (1973, 111 ff) sowie Altvater u.a. (1980, 306 ff), die vor allem den Zusammenhang zur ökonomischen Entwicklung herausstellen. Die Untersuchung dieses Konzepts ist deshalb von besonderer Bedeutung, weil es als Reaktion auf ökonomische, legitimatorische und sozialisatorische Krisentendenzen eine bestimmte Systemvariante bürgerlicher Herrschaft kontu-riert, die sich vor allem deswegen nicht durchsetzen konnte, weil a) die objektiven Bedingungen (Planungskapazität) nicht so schnell zur Verfügung standen, b) die dysfunktionalen Folgeeffekte größer waren als das Entschärfungsvermögen (Legitimitätsverlust) und es c) einen größeren aktiven Widerstand in der Bevölkerung gab (Gewerkschaften; Apo). Unter anderen Bedingungen und mit Modifikation ist ihre Durchsetzung nicht auszuschließen.Google Scholar
  4. 4).
    Im Jahresdurchschnitt betrug die Zahl der Arbeitslosen allerdings nur 459 000, was einer Quote von 2,1 % der Beschäftigten entsprach (vgl. Noll 1978, 242 und 245).Google Scholar
  5. 5).
    Lange Zeit wurde es “nicht als alarmierend angesehen, daß die Ausgaben für Schulen und Forschung von 3,5 v.H. Anteil am Nettosozialprodukt zu Marktpreisen in 1950/54 auf 2,8 v.H. in 1955/59 absanken und damit ein Niveau erreichten, das niedriger war als in den anderen Industriestaaten” (zit. nach Welteke 1976, 108).Google Scholar
  6. 6).
    Dieser Trend hielt an. Nach den Berechnungen der “Arbeitsgruppe alternativer Wirtschaftspolitik” stieg die Exportrate von 17,6 % (1967) auf 26,8 % im Jahre 1982 (vgl. Memorandum 1983, 807).Google Scholar
  7. 7).
    Insofern war es in der Tat “kein Zufall”, daß zu diesem Zeitpunkt der “Keynesianismus” in der Bundesrepublik durchgesetzt wurde (Altvater u.a. 1980, 305) und der Staatsapparat intern mit einem zügigen Ausbau seiner Planungskapazität begann (vgl. Schatz 1973, 9 ff).Google Scholar
  8. 8).
    Durch die zunehmende Wichtigkeit von Exportindustrien und Großkapitalen veränderte sich die “kapitalfraktionelle Konstellation” (Hirsch 1980, 17). Dadurch wurden neue Bündnisse relevant, welches nicht ohne Auswirkungen auf die politischen Repräsentanten bleiben konnte (vgl. dazu Schärer-Pohlmann 1984).Google Scholar
  9. 9).
    Allerdings gab es Ansätze einer wirtschaftspolitischen Umorien-tierung (vgl. Shonfield 1968, 313 ff, bes. 334 und 343), die in der Durchsetzung des Keynesianismus ihren Abschluß fanden (Altvater u.a. 1980, 305). Wie unterentwickelt die wirtschaftspolitische Steuerungskapazität war, zeigt sich z.B. daran, daß erst 1964 der Sachverständigenrat gebildet wurde (Shonfield 1964, 348).Google Scholar
  10. 10).
    Umgehend wurde das Überwinden der Krise, die wie ein “Spatz” (Huffschmid 1972, 7) verflog, in der Großen Koalition den neuen politischen Repräsentanten zugerechnet (vgl. Zeuner 1980, 185). Gleichzeitig — und das verstärkte gerade in der Sozialdemokratie die Illusion eines krisenfreien Kapitalismus — erschien der “‘Auf-schwung nach Maß’ (Schiller)... machbar zu sein” (Hoffmann 1980, 112).Google Scholar
  11. 11).
    Dieses Argument des Zusammenhangs von ökonomischer Krise und NPD-Erfolge ist der Untersuchung von Kühnl u.a. (1968, S. 256 ff) entnommen, die darin eine Aktualisierung des latent faschistischen Potentials sahen, das insbesondere in den Mittelschichten auftrat (vgl. auch Rönsch 1977, 370 ff).Google Scholar
  12. 12).
    Was damit gemeint ist, wird wenig später deutlicher: “Ich fasse zusammen. Die Aufgabe der studentischen Opposition in der Bundesrepublik war es und ist es, den Mangel an theoretischer Perspektive, den Mangel an Sensibilität gegenüber Verschleierungen und Verketzerungen, den Mangel an Radikalität bei der Auslegung und Praktizierung unserer sozialrechtlichen und demokratischen Verfassung, den Mangel an Antizipationsfähigkeit und wachsamer Phantasie, also Unterlassungen zu kompensieren. Ihre Aufgabe ist es, eine in ihren Intentionen aufgeklärten, in ihren Mitteln redlichen, in ihren Interpretationen und Handlungen fortschrittlichen Politik, wenn nicht wettzumachen, so doch zu deklarieren” (Habermas 1969, 141 f).Google Scholar
  13. 13).
    Zum einen erzeugte die Große Koalition Unmut an der Partei basis und belastete das Verhältnis von SPD und Gewerkschaften (Zeuner 1980, 174 ff); andererseits verstärkte es den Protest der Studentenbewegung (vgl. Bauß 1977, 72 ff).Google Scholar
  14. 14).
    1965 erklärte der damalige BDA-Präsident, Pandersen, auf die Frage, warum die Arbeitgeber gegenüber Lohnforderungen so nachgiebig seien: “Das müssen wir eben, solange es keine Notstandsgesetze gibt. Da sind wir denen wehrlos ausgeliefert, bei dieser Situation auf dem Arbeitsmarkt” (Der Spiegel, 9. Juni 1965).Google Scholar
  15. 15).
    Wie den Beschreibungen kritischer Beobachter zu entnehmen ist, sollte bei dieser Demonstration von polizeilicher Seite aus ganz offensichtlich ein Exempel statuiert werden (vgl. K. Herrmann 1968, 14; 20).Google Scholar
  16. 16).
    Allerdings würde es bedeuten, eine analytische Irrtümlichkeit zu begehen, wenn man die Berichterstattung der Springer-Presse, die mit Schlagzeilen wie “Störenfriede ausmerzen” (Berliner Morgenpost, 11.1.67, vgl. Bauß 1977, 69) an die Öffentlichkeit ging, volunta-ristisch begriffe. Eine Vergegenwärtigung der damaligen “Stimme des Volkes” (vgl. Damerow u.a. 1968, 133 ff) macht deutlich, daß die Springer-Organe durchaus das widerspiegelten, was auch in weiten Kreisen der Bevölkerung gedacht wurde: “Ungeziefer muß man mit Benzin begießen und anzünden” (ebd., 136), “die Studenten sollen mal auf unsere Baustelle kommen. Wenn die uns weiter aufhetzen, können sie erleben, wie wir für Ruhe und Ordnung sorgen”, oder sie seien “gleichwertig mit dem Abschaum der Menschheit” (ebd., 150), sind nur Beispiele.Google Scholar
  17. 17).
    Wie insgesamt beim “antifaschistischen Konsens” blieb auch hier unklar, welche konkrete demokratische Gestalt das deutsche Bildungswesen annehmen sollte (Gamm, 117).Google Scholar
  18. 18).
    Vgl. den “Beschluß des Alliierten Kontrollrates zur ‘Demokratisierung des deutschen Schulwesens’” (Hamm-Brücher 1970, 153) und das “Blaue Gutachten” von 1948, das auf Anregung des britischen Mi-litärgouverneurs zustandekam und in dem es hieß, daß die heutige Hochschule der gesellschaftspolitischen Aufgabe, “neue politische Katastrophen zu vermeiden”, ni cht gerecht werden könne, weil Hochschulen veraltet sind und weil sie den “spezialisierten Intellekt und nicht den Menschen” ausbilden (vgl. Briem 1976, 14).Google Scholar
  19. 19).
    Diese ‘Forderung’ wurde übrigens auch von ausländischen Experten erhoben wie beispielsweise vom Präsidenten der US-National Academy of Sciences (vgl. F. Vester 1970, 183).Google Scholar
  20. 20).
    Vor allem Untersuchungen unter “jugendsoziologischen und sozia-lisationstheoretischen Gesichtspunkten” beschränkten sich darauf, Entstehungsursachen durch “abweichendes Verhalten” zu bestimmen (zur grundlegenden Kritik solcher Ansätze vgl. Greven 1975, 142 ff; Kleemann 1971, 174 f und Berndt 1973, 2148 f). “Der explizit politische Charakter der Studentenbewegung wird in diesen Forschungsansätzen generell negiert” (Kleemann 1971, 156).Google Scholar
  21. 21).
    Das galt besonders für einige psychoanalytische Ansätze, die am Persönlichkeitsprofil ansetzten (vgl. Moeller 1968; Zielko 1969; Pohlen 1969). Die politische Unruhe wurde gewissermaßen in eine “psychosomatische Unruhe” (Glaser 1970, 15) umgedeutet. Entsprechend war von “Scheinrebellion” und “Pseudoradikalen” die Rede (Habermas 1969, 48 ff).Google Scholar
  22. 22).
    Einer Reihe von politisch-affirmativen Untersuchungen muß vorgeworfen werden, daß sie nicht nach einem wissenschaftlich redlichen Interesse durchgeführt wurden, “sondern eindeutig den Herrschaftszwecken der kapitalistischen Machtelite der USA dien(t)en” (Kleemann 1971, 156 f). Soweit damit sozialtechnologische Ansätze gemeint sind (vgl. ebd., S. 190 ff), trifft das in der Bundesrepublik in geringerem Umfang ebenfalls zu. Immerhin mußte sich Allerbeck (1973) mit diesem nicht ganz unzutreffenden Vorwurf auseinandersetzen (vgl. zur Kontroverse Kramer u.a. 1976; Allerbeck 1977; Kramer/Lehmann 1977). Typischer für die tagespolitischen Wissenschaftsbeiträge war die Verbindung des Protests mit gesellschaftskritischen Theorien und ihren Vertretern (vgl. z.B. Ahlberg 1970), aus dem dann eine Art “Verführungsthese” konstruiert wurde, in deren Sicht zwischen ‘Schreibtischtätern’ und ‘Handlangern’ zu unterscheiden war. Diese “Konstruktion der Wirklichkeit” sollte in der späteren Terrorismus-Diskussion einen erneuten Auftrieb erhalten.Google Scholar
  23. 23).
    Denn wie inzwischen sowohl empirisch (vgl. Allerbeck 1973) nachgewiesen und begründet wurde als auch theoretisch (vgl. Stolle 1970; Kleemann 1971; Berndt 1973; Fogt 1982). erwiesen sich weder die psychoanalytischen noch die interaktionistischen Sozi alisationstheorien paradigmatisch in der Lage, das Phänomen Studentenbewegung hinreichend zu erfassen. Warum sie es kategorial nicht konnten, hat Habermas in einem anderen Zusammenhang erläutert: “Die Reichweite der analytischen Sozialpsychologie ist grundsätzlich durch den Horizont von Lebensformen und Lebensgeschichten begrenzt, die aus der Teilnehmerperspektive zugänglich sind. Weil Märkte oder Verwaltungen in die Lebenswelt eines Subjekts anders eingreifen als Personen (und Ereignisse, die Personen zugerechnet werden), weil sie in der anonymen Gestalt von Systemimperativen auf Handlungszusammenhänge einwirken, können ihre reformierenden Einflüsse auch nicht wie die Einwirkungen eines charismatischen Führers in Begriffen der Massenpsychologie erfaßt werden” (ders. 1983, 362).Google Scholar
  24. 24).
    Dafür spricht auch der Einfluß der expressiven Jugendkulturen der Beatniks, Hippies etc. (vgl. Hollstein 1969; ders. 1979; Brand u.a. 1983, 55 ff).Google Scholar
  25. 25).
    Fogt vermutet etwas überschwenglich (aufgrund der Mißachtung anderer Ereignisse) darin den “eigentlichen Gründungsakt der Außerparlamentarischen Opposition1” (ders. 1982,134).Google Scholar
  26. 26).
    Ab 1964 begann sich auch die KfA mit dem Vietnamkrieg zu beschäftigen (vgl. Werkmeister 1975, 52 ff).Google Scholar
  27. 27).
    Dutschke hob hervor: “An diesem Tage hatte die linke Opposition viel gelernt. Angefangen damit, daß es offenbar nicht mehr genügte, Demonstrationen zu veranstalten, die in der Gesellschaft keinerlei Resonanz hinterließen... Solche Demonstrationen überwand man nur, wenn man die ‘gesetzten’ Spielregeln solch einer Demokratie durchbrach und dadurch Staatsexekutive, Parteien und Verbände zur Stellungnahme zwang... Man vermied dadurch, selbst zum Aushängeschild und Alibi einer Demokratie zu werden, in der längst nicht mehr offen diskutiert wurde und Entscheidungen nicht mehr im Parlament gefällt wurden” (ders., 1968, 161).Google Scholar
  28. 28).
    Theoretisch und programmatisch machte sich das vor allem in der Fraktionierung der Bewegung bemerkbar — “Traditionalisten” und “Antiautoritäre”-, die teilweise lokal über eindeutige Mehrheiten verfügten (vgl. Bauß 1977, 332). Während die “Traditionalisten” glaubten, “die Gesellschaft mit den klassischen Marx’schen Prinzipien des Klassenkampfes analysieren und politisieren zu können” (Häußermann u.a. 1967, 51), wollte das “antiautoritäre Lager” “den Kampf gegen jegliche Autorität führen” und rechnete “alle gesellschaftlich Abhängigen zu seinen potentiellen Verbündeten” (ebd.; vgl. auch Rabehl 1968, 302 ff; Bock 1976, 205 ff). Nur solange die Aktion im Vordergrund stand, spielten diese positiona-len und strategischen Differenzen für den Verlauf der Bewegung eine untergeordnete Rolle.Google Scholar
  29. 29).
    Kubys Äußerung, die als Stein des Anstoßes benutzt wurde, findet sich u.a. bei Bergmann (1968, 15) dokumentiert.Google Scholar
  30. 30).
    Zu diesen Ereignissen vgl. ausführlich Bergmann 1968, 15 ff; Fichter/Lonnendönker 1977, 88 f; bes. auch Anm. 141, S. 176-Google Scholar
  31. 31).
    In diesem Zusammenhang muß auf die besonderen Verhältnisse an der FU hingewiesen werden, die liberaler organisiert war, eine politische Studentenschaft besaß (vgl. K. Herrmann 1968, 27 f) und an der der “Anteil an politisch wachen und liberal denkenden Professoren” größer war als an anderen Hochschulen (vgl. Habermas 1969, 164; Häußermann u.a. (Hg.) 1967, 13 ff; Bergmann 1968, 7 ff; Bauß 1977, 44 ff). Diese besonderen Berliner Bedingungen sind nicht ausschlaggebend für die Entstehung des Protestpotentials, sondern für seine konkrete Formierung, die begünstigt wurde durch administrative “Überreaktionen”.Google Scholar
  32. 32).
    Bauß spricht hier mit Verweis auf die FAZ v. 2.7.65 von 50 000 Menschen (ders. 1977).Google Scholar
  33. 33).
    Als praktische Reaktion auf die Große Koalition entstand in Berlin der Republikanische Club, der eng mit dem SDS verbunden war (Bock 1975, 214). Er wurde zu einem “Ort, an dem linke Intellektuelle vorwiegend aus SPD und FDP, progressive Gewerkschafter und Einzelgänger zu einer außerparlamentarischen Opposition zusammenfinden” (Seeliger 1968, 104). Später entstanden solche Clubs auch an anderen Orten der Bundesrepublik.Google Scholar
  34. 34).
    Dieses Argument ist von jenem damals nicht untypischen Argument abzuheben, die Studenten würden sich gewissermaßen prinzipiell mit der parlamentarischen Opposition identifizieren, wobei ihnen durch die Große Koalition die Möglichkeit genommen wäre (Schönbohm u.a. 1968, 102). Als Ausweg erscheint einer solchen verqueren Denkweise nur die Änderung des Wahlrechts, weil dann “zwangsläufig einer der großen Parteien die Opposition” zufällt (ebd., 103). Nur wurde gerade die repressive Befriedigungsstrategie von den Studenten kritisiert. Vgl. im Gegensatz dazu die kritischen Stellungnahmen von Abendroth, Brenner, Ridder u.a. (Wilfert 1968, 153 ff).Google Scholar
  35. 35).
    Übrigens legt es die konkrete geschichtliche Situation auch nahe, den Begriff “Apo” weniger als analytischen denn als historischen zu gebrauchen, in dem sich der Protest unter den spezifischen Bedingungen selbst deutete.Google Scholar
  36. 36).
    In einer Umfrage an der TU Westberlins im Februar 1968 gaben 2/3 der Befragten an, die “Vorgänge vom 2. Juni” hätten ihr politisches Engagement verstärkt (Bauß 1977, 65). Das findet sich auch bestätigt in den Einzelbiographien (vgl. Mosler 1977, z.B. 25; 34; 41; 133) und den theoretischen Beiträgen von Akteuren (vgl. Reiche 1968, 90). Damit gab es in der Geschichte der außerparlamentarischen Bewegungen der Bundesrepublik nach Jochen Phillip Müller das zweite Todesopfer (vgl. 2. Kap.), ohne daß es von den politischen Akteuren als zweites rezipiert wurde (vgl. Bauß 1977, 57).Google Scholar
  37. 37).
    Vgl. dazu auch Dutschke 1968, 80 f; Bock 1976, 214 und Bauß 1977, 51 ff. Zu den Vorgängen selbst vgl. Nedermann 1967; Hermann 1968 und Damerow u.a. 1968; Sack 1984, 145 ff.Google Scholar
  38. 38).
    Dutschke verweist auf eine “resignative und passive Grundhaltung, die auch in den Wochen und Monaten danach nicht durchbrochen wurde” (ders. 1968, 80). Aus dem kritischen Rückblick folgerte er dann weiter: “Die Lehre aus dem 2. Juni kann nur darin bestehen, daß wir in der Zukunft die fähigsten Kräfte des antiautoritären Lagers für die allseitige Leistung und Organisierung der Auseinandersetzung auf der Straße etc. mobilisieren” (ebd., 81). Tatsächlich nahmen dann die Aktionen 67/68 erheblich zu.Google Scholar
  39. 39).
    In diesem Zusammenhang muß auch auf die undifferenzierte Kennzeichnung des studentischen Protests als “linker Faschismus” hingewiesen werden, die Habermas in einer Diskussion auf dem Kongreß in Hannover spontan veröffentlichte (vgl. Bedingungen und Organisation 1967, 101; vgl. ausführlich auch Erläuterung, Gegenkritik und die teilweise Rücknahme in Habermas 1969, 146 ff; vgl. auch Streeck 1968, 23 ff; Abendroth 1968, 133; Reiche 1968, 90; Negt 1968, 17). Tatsächlich wurde dieser Begriff sehr schnell von Gegnern der Studentenbewegung aufgegriffen (vgl. z.B. Günter A. Zehm in der “Welt” vom 23.9.67; abgedruckt in Schönbohm u.a. 1968, 155 f; später hat Zehm diesen Begriff noch weiter zu begründen versucht: vgl. ders. 1968, 116 ff).Google Scholar
  40. 40).
    Auch Negt begründete als Teilnehmer die Radikalisierung, denn: “Es gehört zu den wesentlichen Erfahrungen der studentischen Protestbewegung, daß in den weitreichenden Entscheidungen von Regierungsbehörden, Polizei und Hochschulverwaltungen nicht die geringsten Hinweise auf die Grundvoraussetzungen eines wirklichen Kompro-mißverhaltens sich finden: nämlich ausgebildete politisch kommunikative Fähigkeiten und ein kluges, flexibles Situationsverständnis” (Negt 1968, 185 (KB 13)).Google Scholar
  41. 41).
    6 Tage vorher war Martin Luther King in den USA ermordet worden (vgl. Bauß 1977, 92).Google Scholar
  42. 42).
    Für den aktivistischen Insider waren diese Differenzen übrigens fortwährend spürbar. Kraushaar bemerkt dazu: “Die schier unvermittelten, ja sich geradezu ausschließenden Positionen im exemplarischen Konflikt zwischen der Kommune I und dem Berliner SDS, in dem Orgasmusschwierigkeiten gegen den Vietnamkrieg und die Verbandspolitik einer Studentenorganisation gegen die Revolutionierung der Verhaltensformen vice versa ausgespielt wurden, drückt diese Diskrepanz noch am gravierendsten aus, die dann im organisatorischen Ausschlußverfahren (der Kommune I am 12.5.67, L.R.) nur zum Schein gelöst wurde” (ders. 1978, 20). Wurden also in diesem Falle antiautoritäre “Extremisten” ausgeschlossen (vgl. Fichter/Lonnendönker, 101 ff), so 1968 “extreme” Traditionalisten (vgl. Krause 1977, 285).Google Scholar
  43. 43).
    Vgl. dazu auch den Reiche-Versuch, diesen Vorgang sozialpsychologisch zu erklären (ders. 1968, 94 f).Google Scholar
  44. 44).
    Offe hat demgegenüber die spezifischen Aktionsformen der Studentenbewegung als Folge eines “oppositionellen learning on the job” beschrieben, “also ein Aufklärungsprozeß, der sich vornehmlich auf die in politischen Aktionen erzeugten Erfahrungen und Konflikterlebnisse stützt, um diese Aktionen dann wiederum am Maßstab der gewonnenen Einsichten zu kritisieren und auszuweiten” (ders. 1968, 108). Notwendig würden diese neuen Aktionsformen deswegen, weil die harten politischen Kontrollen mit politischer Aufklärung nach liberalem Muster nichts zu tun haben(ebd.). Cerutti hat dieses Argument sozialpsychologisch verstärkt: “In ihrem aufklärerischen, in professionellen (absit iniurio verbo) Modell scheinen Sie (Jürgen Habermas, L.R.) zu übersehen, daß die Wirksamkeit einer radikalen politischen Bewegung sich speist nicht nur aus der Kraft der besseren Argumente (die erst posteriori, im historischen Vorteil als das bestimmende Moment erscheinen, das sie sind), sondern ebensosehr aus den psychischen Verkrüppelungen einer unterdrückten und entfremdeten Menschengruppe (Narzißmus, intelligent-spezifische Frustrationen und dergl.), soweit sich diese in befreiende Aggressivität, in Agitation und Aktivität umsetzen” (ders. 1968, 45). Diese “neue Sensibilität” hat Reiche auch sozialpsychologisch verteidigt (vgl. ders. 1968, 90 ff). Er zeigt, wie die Expressivität der Bewegung von Versuchen bestimmt ist, neben dem politischen Protest Wirklichkeit und Zweck zu symbolisieren, wobei beide Intentionen in der Aktion verbunden sind.Google Scholar
  45. 45).
    Ich stütze mich im wesentlichen auf Äußerungen der Antiautoritären, weil ihr Einfluß in der Hauptphase der Studentenbewegung dominanter war (vgl. Kraushaar 1976, 26). War der SDS der “Motor der Studentenbewegung”, so die Subversive Aktion die “Mikrozelle”, die die “Rebellion von. 1968 vorab schon einmal en miniatur durchspielt” hatte (vgl. Kraushaar 1976, 27; vgl. auch Rabehl 1976, 481). Von ihr gingen wesentliche Impulse der Gesellschaftskritik und der praktischen Aktion aus.Google Scholar
  46. 46).
    Das wurde begünstigt durch die negativen Erfahrungen mit den Gewerkschaften im Kampf um die Notstandsgesetze (vgl. Schauer 1968, 176 ff).Google Scholar
  47. 47).
    Qualitativ entfaltet durch Mehr-Themen-Bindung und Radikalisierung der Aktionsformen, wodurch der Provokationseffekt strategischer Bestandteil wurde.Google Scholar
  48. 48).
    Vgl. Marcuse (1972) und zur Rezeption Krahl (1971, 122 ff; 298 ff) und Dutschke-Klotz u.a. (1983, 151 ff).Google Scholar
  49. 49).
    Stimmen insgesamt: 10 173 (67,1 %); Stimmen für die Studentenvertreter: 4 709 (46,1 %); Stimmen dagegen: 4 383 (43,4 %); ungültige Stimmen: 1 034 (10,1 %). Zu den Zahlen vgl. Häußermann u.a. 1967, 127.Google Scholar
  50. 50).
    Zugleich erzeugte es ei ne große Sympathiewelle an den westdeutschen Universitäten (vgl. Nevermann 1967).Google Scholar
  51. 51).
    Interessanterweise entwickelte sich die KU in Frankfurt, anders als in Berlin, aus den Kämpfen gegen die Notstandsgesetze. Da es zu einem späteren Zeitpunkt geschah, hatte der Versuch bereits radikalere Formen angenommen (vgl. Bauß 1977, 266).Google Scholar
  52. 52).
    Die studentischen Akteure rezipierten die Gefahren einer ökonomisch ausgerichteten Umgestaltung der in Bewegung geratenen Hochschul strukturen unter den Begriffen “technokratische” oder “staats-monopolitische Hochschulreform” (Bauß 1977, 290). Beide Fraktionen konnten aber kein tragfähiges und durchsetzungsfähiges Konzept entwickeln.Google Scholar
  53. 53).
    Im Otto Suhr-Institut der Berliner FU, am Soziologischen Institut der Universität München und am Erziehungswissenschaftlichen Institut in Marburg gab es neue modellhafte Satzungen (vgl. Bauß 1977, 280).Google Scholar
  54. 54).
    Vgl. stellvertretend das Beispiel Frankfurt: Wolff/Windaus. Hg. 1977, 113 ff (Protokoll der Diskussion vor der Institutsbesetzung).Google Scholar
  55. 55).
    Entsprechend wurden auch die eigenen Aktionen gedeutet. Die politische Lähmung nach dem 2. Juni kommentierte Dutschke 1968 wie folgt: “Wir überließen dem Gegner die Initiative und mißachteten damit die erste elementare Regel, die wir von Mao-Tse-Tung, von Guevara und von Fanon aus der Dritten Welt gelernt hatten” (ders. 1968, 80).Google Scholar
  56. 56).
    Zwar spielt auch im westdeutschen Teil der Studentenbewegung der Vietnamkrieg eine wichtige Rolle, wurde dort aber immer wieder durch andere Themen relativiert.Google Scholar
  57. 57).
    Zur symbolischen Bedeutung der Vietkong-Fahne vgl. Reiche 1968, 98 f.Google Scholar
  58. 58).
    Vgl. dazu Habermas (1969, 161), der die Wirksamkeit der neuen Demonstrationstechniken hervorhebt: “Sie führen zu heftigen Abwehrreaktionen, aber auch zu dem heilsamen Schock, der ein erstauntes Nachdenken über Routinen und über routinierte Verdrängungen provoziert.” Hinter dieser spielerisch-aggressiven Selbstdarstellung verbarg sich ein psycho-sozialer Prozeß, den Reiche wie folgt beschrieben hat: “In den Symbolen der neuen Bewegung, vielmehr in der pro-vokativen Verwendung historischer und exotischer Symbolzeichen, wird eine neue Form der psychologischen Beziehung zur Umwelt erprobt, eben jenes neue Realitätsprinzip, das ihnen permanent verweigert wird” (ders. 1968, 89).Google Scholar
  59. 59).
    Vgl. dazu die Bestandsaufnahme von Hinz 1972, 259 ff.Google Scholar
  60. 60).
    Daneben wurde auf das Fehlverhalten von Politikern, Behörden und Polizei verwiesen (vgl. Sack 1984).Google Scholar
  61. 61).
    Diese Kampagne wurde sowohl von Intellektuellen (vgl. Krause 1977, 272) als auch von der KfA (vgl. Otto 1977, 163) unterstützt.Google Scholar
  62. 62).
    Springer benutzte diesen Vorfall, um mit Karikaturen den SDS mit der SA zu vergleichen (vgl. Fichter/Lonnendönker 1976, 122).Google Scholar
  63. 63).
    Namentlich sind erwähnt: Hannover, Esslingen, West-Berlin, Rhein-Ruhr-Gebiet (insbesondere Köln und Essen), München, Hamburg und Frankfurt (vgl. Bauß 1977, 100).Google Scholar
  64. 64).
    Wichtige Vorarbeiten wurden in diesem Zusammenhang vor allem von den Vertretern der “Subversiven Aktion” geleistet (vgl. Böckel-mann/Nagel 1976).Google Scholar
  65. 65).
    Tatsächlich zeigen die Untersuchungen zur folgenden Generation, daß es zu einer ausmachbaren Veränderung der Persönlichkeitsstruktur gekommen ist (vgl. Kohut 1981; Ziehe 1975 und die psychoanalytisch und pädagogisch geführte Narzißmusdiskussion). Daß diese intra-per-sonellen Veränderungen von Anbeginn ambivalent sind, war offenbar auch zumindest einem Teil der studentischen Akteure einsichtig und wurde unter verschiedenen Gesichtspunkten kritisch herausgestellt (vgl. Reiche 1968, 100; Krahl 1971, 278 ff; Böckelmann 1981).Google Scholar
  66. 66).
    Vgl. dazu Brückner 1968, 119 ff; Reiche 1968, 158 ff; Fichter/ Lonnendönker 1976, 100 ff.Google Scholar
  67. 67).
    Bei allem Provokationsüberschuß, den diese öffentlichkeits-orientwerte Schilderung vermutlich enthält, verweist sie doch implizit auf den tatsächlichen psychischen Terror, der nach “innen” gerichtet zunächst die Schwächsten traf, auf deren Kosten sich die psychisch Stärkeren stabilisierten (Reiche 1968, 154).Google Scholar
  68. 68).
    Wie hart die Belastung gewesen sein muß, zeigt der Werdegang der an den Kommune-Experimenten beteiligten Exponenten der Bewegung: “Die ehemaligen Mitglieder von K I und K II brauchten Jahre, um sich einigermaßen wieder zu stabilisieren, wenn sie es überhaupt geschafft haben” (Fichter/Lonnendönker 1976, 182).Google Scholar
  69. 69).
    Es soll nicht unterschlagen werden, daß es gleichzeitig zu hedonistisch-apathischen Rückfluchtversuchen in Drogenszenen oder der Hippiekultur gab (vgl. Reiche 1969; Berndt 1969). Auch sie führten Impulse fort, die von der Studentenbewegung in der Bundesrepublik freigesetzt wurden — allerdings unter regressiven Vorzeichen. Soweit sich heute erkennen läßt, sind vor diesem Problem der Zunahme psycho-sozialer Krisensymptome alle ausdifferenzierten Bewegungen betroffen, die sich um den Ausbau von Gegenmilieus bemühen, weil durch die Opposition gegen die soziokulturellen Selbstverständlichkeiten, d.h. gegen die vermeintliche “Normalität” (Schülein) psychische Belastungen bei den Akteuren evoziert werden, deren “produktive Wendung” im Sinne eines “‘soziotherapeutischen’ Effektes” nicht garantierbar ist, d.h. strukturell unter psychosozialer Überforderung leiden. Das gilt sowohl für die Studentenbewegung (vgl. Reiche 1968) als auch für die gegenwärtige Alternativbewegung (Schülein 1983).Google Scholar
  70. 70).
    Dazu zählt auch die Repräsentationssperre durch die 5 %-Klausel. Denn ohne sie wäre eine sozialliberale Koalition nicht zustande gekommen. “Mit lediglich 48,5 % blieben SPD und FDP hinter dem Stimmenanteil der Rechtsparteien CDU, CSU und NPD (zusammen 50,4 %) zurück” (Lehnert 1984, 17 f).Google Scholar
  71. 71).
    Insbesondere die Basis der FDP unterlag einem merklich sozialstrukturellen Wandel, der mit programmatischen und praktischen Veränderungen einherging (vgl. Schmollinger/Stöss 1980, 237 ff).Google Scholar
  72. 72).
    Die Repressionsphase setzte erst 1972 mit dem Ende der Reformperiode ein, als der sogenannte “Radikalenerlaß”, der Verfassungsfeinde vom öffentlichen Dienst fernhalten sollte, beschlossen wurde — “gewissermaßen die Neuauflage einer ‘Großen Notstandskoalition’ der staatstragenden Parteien gegen die akademische Linke”(Krause u.a. 1980, 33). “Der lange Marsch durch die Institutionen” war per Erlaß unter die Kontrolle der Exekutive gebracht. Zugleich traten damit die Integrationsgrenzen des Systems deutlicher hervor.Google Scholar
  73. 73).
    Diese Differenzierung bezieht sich auf die Organisations- und Projektversuche, nicht auf die Personen. Derselbe Akteur kann z.B. sowohl in einer Bürgerinitiative als auch in einem Alternativprojekt mitarbeiten. Allerdings wird in bestimmten Fällen auch die Organisations- und Projektunterscheidung fließend.Google Scholar
  74. 74).
    Man denke nur an die Wechsel vieler enttäuschter Linker zu den 1978 entstehenden Grün-Alternativen Parteien (vgl. Guggenberger 1980, 98; Mettke 1982, 14). Das gilt sowohl für ehemalige Mitglieder der SPD als auch für solche der K-Gruppen.Google Scholar
  75. 75).
    Die wichtigsten waren die KPD/ML; KPD, KBW, KHBD, KB, Gruppe Internationaler Marxisten, Spartakusbund und DKP (vgl. Langguth 1976).Google Scholar
  76. 76).
    Hier spielen allerdings noch weitere Traditionsstränge eine Rolle (vgl. Hegener 1980; Roth 1980).Google Scholar
  77. 77).
    Solche Verbände und neu entstandene Gruppierungen bilden heute zum großen Teil das organisatorische Unterfutter der Friedensbewegung (vgl. Schaub/Schlaga 1982, 377).Google Scholar
  78. 78).
    In diesem Zusammenhang läßt sich auf einen besonderen Fall personeller Kontinuität im Engagement für Protestziele hinweisen: Klaus Vack: “Für die Ostermarschierer führte er von 1960 bis 1969 die Geschäfte; dann übernahm ihn das Sozialistische Büro, in dem die Ideen der Studenten weiterlebten; jetzt ist der 48 Jahre alte Vack die Seele des ‘Komitees für Demokratie und Grundrechte’” (DIE ZEIT, 12.8.1983, 3) — eine 1980 gegründete politische Vereinigung. Auch in der neuen Friedensbewegung spielte er wieder eine herausragende Rolle (vgl. 5. Kap.).Google Scholar
  79. 79).
    Im Gegensatz zu einer marxistisch orientierten (vgl. Nave-Herz 1982, 56).Google Scholar
  80. 80).
    Der ‘Versuchsanordnung’ zum Terrorismus, “die doch angeblich dem Letztziel der Befreiung und dem Aufbau des Leids dienen will, wohnt das Risiko erhöhten Leidens — für viele! — inne, und sie fordert es, rücksichtslos gegen die gesellschaftliche Objektivität, mutwillig heraus. Dies macht den Versuch, dessen Mittel die Ziele korrumpieren, bereits zum Irrtum” (Hansen 1979, 22; vgl. auch Habermas 1969, 44).Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1987

Authors and Affiliations

  • Lothar Rolke

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