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Entwicklung eines Bezugsrahmens

  • Stephan Ruß-Mohl
Part of the Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Forschung book series (BEISOFO, volume 19)

Zusammenfassung

Nach der knappen, eher unstrukturierten Präsentation von Forschungsansätzen und Paradigmata, an die wir anknüpfen wollen, gilt es jetzt im zweiten Abschnitt, einen Bezugsrahmen zu entwickeln, der es uns erlaubt, die Beiträge der verschiedenen Forschungsrichtungen für die Analyse unseres Problems fruchtbar zu machen.

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Referenzen

  1. 1).
    Vgl. W.Hesse 1977, S.15; Gabor 1970, S.11; Jarass 1978, S.40; Lompe 1979, S.119; einige Autoren verzichten auch schlichtweg auf die Weiterverwendung des ideologiebefrachteten Reformbegriffs, (z.B. Schatz 1975) bzw. weichen auf umfassendere Konzeptualisierungen wie etwa die der “aktiven Politik” aus (vgl. Scharpf 1974, S. 8 ff).Google Scholar
  2. 2).
    So etwa W. Engels (1976, S.44): “Der Wettbewerb am Markt ist ein Entdeckungsverfahren, ein Verfahren zur ständigen Durchsetzung von Reformen”.Google Scholar
  3. 1).
    Vgl. v.Krockow 1976, S.18; Huntington 1976–11, S.344 u. 355; den Abbau gesellschaftlicher Ungleichheit mit Humanisierung gleichzusetzen, wird nicht jedermanns Zustimmung finden; gewiß, es dürfte einen “Schwellenwert” geben, von dem an der Abbau von Ungleichheit umschlägt in inhumane Nivellierung. Wo genau ein solcher Schwellenwert liegt, darüber wird kaum mit objektivierbaren Kriterien zu befinden sein, noch läßt sich darüber Konsens herstellen. Wir gehen davon aus, daß alle Industriegesellschaften (natürlich erst recht die weniger entwickelten Gesellschaften) weit genug von einem solchen Schwellenwert entfernt sind (und sich möglicherweise immer weiter von ihm entfernen, d.h. die Ungleichheit nimmt zu — vgl. Gorz 1977, S.70 ff), um Strategien des Abbaus von Ungleichheit weithin als Humanisierungsstrategien werten zu können.Google Scholar
  4. 2).
    Vgl. auch die Definition bei R.Brown (1979, S.143), der unter Modernisierung “the conscious and deliberate maximization of resources by rational means” verstanden wissen will.Google Scholar
  5. 1).
    Easton 1965 a, S.17.Google Scholar
  6. 1).
    Die Darstellung in diesem Abschnitt folgt in Grundzügen Offe 1973, S.212 ff. Teil 2.2 ist darüberhinaus weitgehend inhaltsgleich mit einer Zeitschriftenveröffentlichung des Verfassers (Ruß-Mohl 1979), die als Vorleistung für die vorliegende Arbeit von zentraler Bedeutung ist und deren Text deshalb hier übernommen wurde.Google Scholar
  7. 1).
    Offe 1973, S. 212.Google Scholar
  8. 2).
    Vgl. ebd. S. 214 ff.Google Scholar
  9. 1).
    Daß die Theoriebildung hier von (linkem) Wunschdenken bestimmt war, hat nicht nur Hennis (1976, S.9 ff) hervorgehoben, sondern wird auch von empirischen Untersuchungen eindrucksvoll gestützt; vgl. etwa Inglehart (1977, S.462 ff), der politische Unzufriedenheit in westlichen Industrienationen komparativ untersucht und für die Bundesrepublik einen Abbau politischer Unzufriedenheit während der Krisenjahre 1974/75 feststellt;Google Scholar
  10. in diesem Kontext ebenfalls interessant Befragungsergebnisse von Rainwater (1974, S.167 ff) zum Problem der Ungleichheit in westlichen Industriegesellschaften, die belegen, daß gerade im (amerikanischen) Unterschichtmilieu Ungleichheit durchaus als “gerecht” und Unterprivilegierung als selbstverschuldet empfunden wird, also nicht notwendig in legitimationskritische Unzufriedenheit münden muß.Google Scholar
  11. 2).
    Vgl. Scharpf 1977, S.2: Koch/Narr 1976; Offe 1975a; v. Beyme 1978, S.125.Google Scholar
  12. 3).
    Scharpf 1977, S.37 f; vgl. auch Siebel 1974, S.11; ferner Friedland et al. 1978, S.221 Fn.3: “Much of the time, perhaps most of the time, a stable and prosperous economy is also a precondition of the legitimacy of the state, for the breakdown of the accumulation process leads to the loss of jobs, declining real income, and the series of dislocations which give rise to political discontent. We are not prepared, therefore, to argue the inherent and continuous contradiction between accumulation and legitimation functions, but argue only that these functions become antagonistic at specific historical junctures.”Google Scholar
  13. 1).
    “... voters in local elections, threatened by the loss of jobs that capital flight entails, often support business subsidies or tax favors and spurn proposals to increase business taxes or business costs. Several state referenda increasing the utility charges of large enterprises but reducing the charges paid by individual households were voted down in the 1976 election in the United States.” (Friedland et al. 1978, S.205 f).Google Scholar
  14. 2).
    Die gängige Einschätzung, wonach “ökonomische und soziokulturelle Interessen... nur in Ausnahmefällen gleichförmig verlaufen werden” (so J.J. Hesse 1977, S.10) teilen wir also nicht.Google Scholar
  15. 1).
    Narr et al. 1976, S.160; vgl. hierzu die klassische Formulierung bei Weber (1972–5, S.210): “Jede Art von Belastung des Besitzes als solchen ist überall, auch wo die Besitzlosen den Einfluß in Händen haben, an gewisse Schranken gebunden, wenn den Besitzenden das Ausscheiden aus der Gemeinschaft möglich ist... Der ‘bewegliche’ Besitz hat daher... für weitgehende Verschonung mit... abgabemäßiger Belastung überall da eine weitgehende Chance, wo eine Vielzahl von Gemeinschaften, zwischen denen er für seine Ansiedlung die Wahl hat, miteinander konkurrieren.”Google Scholar
  16. 2).
    Offe 1975a, S.208.Google Scholar
  17. 3).
    Hirschman (1970, S.4 ff) unterscheidet zwei Reaktionsmöglichkeiten, mit denen Kunden bzw. Mitglieder auf die Verschlechterung des Leistungsangebots einer Organisation antworten können: (1) die “exit option”: “customers stop buying the firm’s products or some members leave the organization”; (2) die “voice option”: customers or members “express their dissatisfaction directly to management or... through general protest addressed to anyone who cares to listen”.Google Scholar
  18. 1).
    Die strategische Konsequenz, die sich daraus für den Staat ergibt, wurde geradezu klassisch von dem Sozialdemokraten Richard Calwer (1907) formuliert: “Wir müssen unserem Kapitalismus die nämliche Bewegungsfreiheit zu seiner weiteren Entfaltung zubilligen, wie sie der Kapitalismus des Auslandes hat... ” (zit.n.W. Kofmann 1968, S.179 f).Google Scholar
  19. 2).
    Blanke et al. (1975, S.45) sprechen in diesem Kontext von einer “Asymmetrie der Tätigkeitsgrenzen” des Staates, die sich in bezug auf Kapital und Arbeit ergebe.Google Scholar
  20. 3).
    Offe 1975a, S. 208; es bedarf wohl kaum noch des Hinweises, daß durchaus nicht alle sozialstaatlichen Leistungen “unproduktiv” sind; vielmehr tragen Sozialleistungen in aller Regel mittelbar produktiven Zwecken Rechnung (Nachfragebelebung, Reproduktion der Arbeitskraft etc.).Google Scholar
  21. 4).
    Als primär bezeichnet die Nationalökonomie bekanntlich jene Einkommensverteilung, die vor Steuerabzug bzw. Transfergewährung zustandekommt; als sekundäre Einkommensverteilung gilt dann die Situation nach erfolgter staatlicher Redistribution; als tertiäre Einkommensverteilung wollen wir das Ergebnis von Marktreaktionen bezeichnen, durch die die Effekte sekundärer Verteilung — zumindest partiell — wieder rückgängig gemacht werden, also z.B. Mietpreiserhöhungen, die den Effekt einer Wohngelderhöhung aufheben.Google Scholar
  22. 1).
    Offe 1972a, S.126.Google Scholar
  23. 2).
    Erwartungen, so wissen wir aus der soziologischen Forschung, sind u.a. an der Vergangenheit und Gegenwart orientiert (damit also am tatsächlich realisierten Interventionsniveau). Ferner sind Erwartungen häufig eher an “Peer groups” als an in Geldeinheiten ausdrückbaren absoluten “Levels” ausgerichtet, d.h. die bestehende soziale Symmetrie wird zum Bezugspunkt von Erwartungen (vgl. Edelman 1967–2. S.33 f). Übersteigerter Erwartungsdruck läßt sich über den Mechanismus der Inflation “auffangen” und an die Realitäten anpassen — wodurch allerdings als Folgeproblem sich die Notwendigkeit der Inflationsbekämpfung ergibt. Jedenfalls ist es nicht — wie Schatz (1975, S.315) formuliert — das stetige Ansteigen des Erwartungsniveaus, sondern dessen Variabilität, die für das PAS legitimationskritisch werden kann.Google Scholar
  24. 1).
    Vgl. Friedland et al. 1978, S.205. Ferner die Berichte über industrielle Standortverlagerungen innerhalb der bzw. in die USA in: Business Week v. 17.5.1976; Spiegel v.3.10.1977.Google Scholar
  25. 2).
    Einwandererländer wie Australien, Canada und vor allem die USA verdanken bekanntlich ihr rasches Bevölkerungswachstum der verbreiteten Unzufriedenheit der Bevölkerung im spätfeudalen bzw. frühkapitalistischen Europa mit den hiesigen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Verhältnissen. Seitdem die Grenzen jedoch zunehmend dicht geworden sind und sich Lebensbedingungen diesseits und jenseits des Atlantik angleichen, spielen solche Wanderungsbewegungen allenfalls innerhalb der EG (ausländische Arbeitnehmer) bzw. auf kommunaler Ebene (Flucht in die Vororte; Stadt-Umland-Problem) eine Rolle-ernsthaft die Stabilität des PAS bedrohen sie jedenfalls noch nicht, wenngleich sie für die Kommunalpolitik in Kernstädten durchaus problematisch sein können.Google Scholar
  26. 1).
    Vgl. Hirschman (1970, S.33 f), der klar herausarbeitet, daß die Voice-Option in der Regel erst dann an Bedeutung gewinnt, wenn die Exit-Option nicht verfügbar ist.Google Scholar
  27. 2).
    Zeuner 1976, S.175.Google Scholar
  28. 3).
  29. 1).
    Koch/Narr 1976, S.326.Google Scholar
  30. 2).
    “Man erinnere sich daran, wie wichtig für die entstehende Arbeiterbewegung Gleichörtlichkeit von Arbeiten und Wohnen gewesen ist.” (Koch/Narr 1976, S.317).Google Scholar
  31. 3).
    “... workers’ interests are normally divided not only between different strata and segments of the working class, but as it were, within the individual worker himself; for in contrast to business firms, workers do not have an unequivocal standard of ‘rationality’ by which they can ‘optimize’ among conflicting ends”. (Offe 1978, S.25).Google Scholar
  32. 4).
    Vgl. Euchner 1975, S. 330 f.Google Scholar
  33. 1).
    “People who are hurt by some public policies typically support the government in other areas and are ambivalent even about the acts that hurt them. The overall result is almost always a large net balance of support.” (Edelman 1977, S.54).Google Scholar
  34. 1).
    Scharpf 1974, S.24; vgl. auch Edelman 1977, S.55. Mit verschobenen Akzenten hat den Sachverhalt bereits Luhmann (1971ar S.15) auf den Nenner gebracht, als er als ebenso wichtige wie problematische Funktion öffentlicher Meinung “die Anpassung der Themenstruktur des politischen Kommunikationsprozesses an den jeweiligen Entscheidungsbedarf der Gesellschaft und ihres politischen Systems” hervorhob.Google Scholar
  35. 1).
    Noack 1978.Google Scholar
  36. 2).
    Euchner 1975, S.327; vgl. auch Scharpf 1976, S.18 ff.Google Scholar
  37. 3).
    Offe 1975a, S.288; vgl. auch Schatz 1975, S.316.Google Scholar
  38. 4).
    Offe 1975a, S.288.Google Scholar
  39. 5).
    Habermas 1973, S.55.Google Scholar
  40. 1).
    Offe 1973, S. 213; Friedland et al. 1978, S.199.Google Scholar
  41. 2).
    Offe 1975a, S.288.Google Scholar
  42. 3).
    Vgl. auch Narr et al. 1976, S.187 f.Google Scholar
  43. 4).
    Koch/Narr 1976, S.317.Google Scholar
  44. 5).
    Offe 1975a, S.289.Google Scholar
  45. 6).
    Fürst 1975, S.276; vgl. auch Easton 1965a, S.225.Google Scholar
  46. 1).
    Vgl. die Auflistungen bei Fürst 1975, S.276; Scharpf 1977, S.4.Google Scholar
  47. 1).
    Zur Problementstehung vgl. unten, Teil 3.1.1.Google Scholar
  48. 2).
    Um Mißverständnissen vorzubeugen: Mit AX und UWX wollen wir uns lediglich einen Begriffsapparat schaffen. Welche konkreten Aktorgruppen bzw. Subsysteme “problemrelevant” sind, wäre jeweils über problembezogene empirische Fallstudien zu ermitteln. Es sei schon jetzt darauf hingewiesen, daß Problem × nicht isoliert von anderen Problemen yn(n=1... ∞) zu sehen ist; soll heißen: Zuschnitt, Struktur und Funktionsweise von UWX und AX sind natürlich mitbeeinflußtvon anderen (hauptsächlich: komplementären und konkurrierenden) Problemlagen und deren jeweiligen Arenen Ayn bzw. Umweltkonstellationen UWyn.Google Scholar
  49. 1).
    Vgl. O’Connor (1973, S.53 ff) mit Ausführungen über die zunehmende Bedeutung des “sozial-industriellen Komplexes”; ähnlich auch: Gorz 1977, S.81 ff; Jänicke 1979, S.35 ff.Google Scholar
  50. 1).
    Der Rekurs auf sprachlich griffige Formeln wie “Mitläufer”, “Reform-Interessierte” oder “Problemerzeuger” entspricht wohl nicht ganz den Gepflogenheiten wissenschaftlicher Terminologiebildung und könnte obendrein zu Personalisierungen veranlassen, die vom Verfasser so nicht intendiert sind. Andererseits macht es auch keinen Sinn, ein “Problemerzeuger-System” gegenüber einem “Reform-System” oder einem “Mitläufer-System” zu kontrastieren — weil damit etwas vorausgesetzt würde, was sich oft erst im Zuge eines Reformzyklus ergibt.Google Scholar
  51. 2).
    Einen Sonderfall des Mitläufer-Typus dürften Aktoren mit ambivalenter Interessenlage bilden, d.h. Aktoren, die in unterschiedlichen Rollen sowohl aus der Problemerzeugung als auch aus der Problemlösung Nutzen ziehen (also z.B. der umweltverschmutzende Automobilist, der zugleich umweltgeschädigter Stadtbewohner ist).Google Scholar
  52. 1).
    “... contests are frequently won or lost by the success that the contestants have in getting the audience involved in the fight or in excluding it, as the case may be.” (Schattschneider 1975–2, S.4;.Google Scholar
  53. 2).
    Das Schema könnte zu zwei nicht-intendierten Folgerungen Anlaß geben: erstens, daß das aktivierbare Potential in beiden Lagern jeweils gleich groß, und zweitens, daß es jeweils ex ante feststellbar ist. Beide Schlüsse wären natürlich Unfug: Das jeweils aktivierbare Potential variiert von Problemfeld zu Problemfeld, mal wird es links, mal rechts größer zu veranschlagen sein — wobei wir die Vorab-Veranschlagung zudem für sehr problematisch halten (vgl. unten S.211).Google Scholar
  54. 1).
    Vgl. Lawrence/Lorsch 1967, S.16; ferner: Emery/Trist 1965, S.24 ff.Google Scholar
  55. 1).
    Zur Definition von SX siehe unten, S. 56.Google Scholar
  56. 2).
    Vgl. die Begriffsbildung bei Scharpf 1976.Google Scholar
  57. 1).
    Den Begriff des politischen Unternehmers dürfte Dahl (1961, S.227) geprägt haben; verwendet wird er u.a. von R.D.Murphy 1971; Salisbury 1968, S.165; Walker 1977, S.438.Google Scholar
  58. 2).
    Vgl. zur Umwelt-Perzeption Fürst 1975, S.152 Fn.108; Rosenbaum/Henderson 1972, S.456;W. Kirsch 11, 1971, S.138 f.Google Scholar
  59. 3).
    Vgl. Luhmann 1966, S.96; Scharpf 1974, S.55; Fürst 1975, S.155.Google Scholar
  60. 4).
    Scharpf 1977, S.5.Google Scholar
  61. 1).
    Da das problemlösungsbefähigte “professionelle Potential” MR überwiegend in SX konzentriert ist, die Exekutivspitze schon aus Zeitrestriktionen auf die Zuarbeit von SX in hohem Maße angewiesen ist, und die parlamentarischen Mehrheiten über den Mechanismus des Fraktionszwangs auf Loyalität gegenüber “ihrer” politischen Führung verpflichtet werden, ist davon auszugehen, daß SX — von Ausnahmefällen abgesehen — nicht nur per definitionem ein zentraler Stellenwert bei der Problemverarbeitung zuzumessen ist.Google Scholar
  62. 2).
    In die deutsche verwaltungswissenschaftliche Diskussion eingebracht haben dürfte diesen Variablenset Luhmann (1971 d, S.76 und 1971 c, S.188 ff); erstmalig verwendet hat eine vergleichbare Begriffs-Trias wohl Wbodrow Wilson, als er in seinem im Jahre 1887 veröffentlichten Aufsatz “The Study of Administration” als Komponenten einer Verwaltungsreform Veränderungen hinsichtlich der Organisation, des Personals und der “methods of government” forderte (wiederabgedruckt: Wilson 1941 NA, S.481).Google Scholar
  63. 1).
    Luhmann 1975, S.43.Google Scholar
  64. 2).
    Vgl. Mayntz/Scharpf 1973, S.123; W.Hesse 1977, S.17 f.Google Scholar
  65. 1).
    Grottian/Murswieck 1976, S.399; ähnlich auch: Goodall/Sprengel 1975, S.55.Google Scholar
  66. 1).
    Vgl. Jarass 1978, S.34 f mwN; Hage/Aiken 1970, S.33 u.S.37.Google Scholar
  67. 2).
    Vgl. Downs (1967, S.92 ff), der wie folgt definiert: Karrieristen: “... each climber seeks to maximize his own power, income and prestige... ” (S.92); Bewahrer: “Conservers seek to maximize their security and convenience” (S.96); Zeloten: “Some officials act as though pursuit of the public interest means promotion of very specific goals (such as development of the Multi-Lateral Force) regardless of the antagonism they encounter or the particular positions they occupy. Hence their conceptions are narrow in focus and stable in content both in time and under varying circumstances. We classify such officials as zealots” (S.101); Staatsmänner: “Other officials act as though the pursuit of the public interest means promotion of very broad policy goals (such as promoting peace through strength) which they try to use as guidelines for decisionmaking regardless of the particular positions they occupy. Their conceptions are therefore broad in focus but also quite stable in content. These officials are statesmen” (S.101 f); Advokaten: “... a majority of... officials act as though pursuit of the public interest means promotion of goals closely connected with the fortunes of the particular offices they happen to hold. By this we do not refer to their pursuit of self-interest goals, but to their truly altruistic loyalty to the organizations in which they are situated. Thus, their operational conceptions of the public interest vary in breadth of focus and are flexible in content both in time and under various circumstances. These officials are advocates.” (S.102).Google Scholar
  68. 1).
    Luhmann 1971c, S.189; vgl. auch Lawrence/Lorsch 1967, S.2 f.Google Scholar
  69. 2).
    Unsere Betonung liegt auf “signifikant” — soll heißen, in gewissen Grenzen finden natürlich in jeder Organisation ständig Programmrevisionen statt, ohne deswegen notwendig zu Veränderungen in der Organisations- und Personalstruktur zu führen (vgl. die Unterscheidung von “Programm- und Struktur-Stabilität” bei Braybrooke 1974, S.21). In der Literatur werden deshalb Veränderungen der Organisations- und Personalstrukturen häufiger mit der Wachstumsdynamik einer Organisation als mit Programmstruktur-Änderungen in Verbindung gebracht (vgl. etwa Downs 1967, S. 10 ff). Andererseits ist jedoch die Wachstumsdynamik einer Organisation letztendlich von der “Absetzbarkeit” ihrer Leistungen in der Umwelt bestimmt, und ihre Leistungen werden durch Programme vorstrukturiert. Der Zusammenhang ist damit wiederhergestellt.Google Scholar
  70. 1).
    Unnötig zu sagen, daß bereits verschiedentlich “Stadienmodelle” der Problemverarbeitung bzw. der Innovationsadoption entwickelt wurden; vgl. etwa die Modelle von Lasswell (zit.n. Curtis/Schoettle 1971, S.158); Rogers (zit.n.N. Gross et al. 1971, S.21); Ch. Jones, 1970, S.U. Unser Zyklusmodell lehnt sich am ehesten an das von Downs (1972, S.39 ff) an.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1981

Authors and Affiliations

  • Stephan Ruß-Mohl

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