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Zur Aktualität Max Wertheimers

  • Hans-Jürgen Walter
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Zusammenfassung

In seinen in diesem Buch vereinten Arbeiten schildert Wertheimer eine Fülle von Beispielen „wissenschaftlicher“ Oberflächlichkeiten, Kurzschlüssigkeiten und Fehlgriffe. Für die „Geschichte dreier Tage“ über Freiheit verwendet er das Mittel der Personifizierung, um sowohl das Verständnis von Wissenschaft, um das es ihm geht, als auch verbreitete Auffassungen von Wissenschaft im allgemeinen und vom Begriff der Freiheit im besonderen zu veranschaulichen. Die zwei typischen Vertreter der Wissenschaft, die der brave Mann in Wertheimers „Geschichte“ aufsucht, ein Soziologe und ein Philosoph, sind keineswegs unsymphatisch. Sie sind nur oberflächlich, Protagonisten eines Wissenschaftsverständnisses, demzufolge persönliche Überzeugung, Leidenschaft und Gefühl lediglich Privatangelegenheiten ohne Belang für wissenschaftliches Handeln sind, und das so der Verwechslung von Sachlichkeit mit der Pose kenntnisreicher Unberührtheit (vielleicht wäre “Ignoranz” hier sogar das treffendere Wort) Vorschub leistet.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1991

Authors and Affiliations

  • Hans-Jürgen Walter

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