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Die neuen radioaktiven Substanzen

  • W. Kaufmann
Part of the Die Wissenschaft book series (W, volume 1)

Zusammenfassung

Die Resultate der Untersuchungen radioaktiver Mineralien, die im vorigen Kapitel erörtert wurden, veranlaßten Herrn Curie und mich zu dem Versuche, aus der Pechblende eine neue radioaktive Substanz zu extrahiren. Als Untersuchungsmethode konnten wir uns nur der Radioaktivität selbst bedienen, da wir kein andres Merkmal der hypothetischen Substanz kannten. In folgender Weise kann man die Radioaktivität für eine derartige Untersuchung benutzen: Man mißt die Aktivität eines Produkts und führt dann mit ihm eine chemische Trennung aus; man mißt die Aktivität aller hierbei erhaltenen Produkte und stellt fest, ob die radioaktive Substanz völlig in einem davon geblieben ist, oder ob sie sich in irgend einem Verhältnisse zwischen ihnen geteilt hat. Auf diese Weise hat man ein Erkennungsmittel, das in mancher Hinsicht mit der Spektralanalyse verglichen werden kann. Um vergleichbare Zahlen zu erhalten, muß man die Aktivität der Substanzen im festen und gut getrockneten Zustande untersuchen.

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Literatur

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    Wir haben zahlreiche Verpflichtungen gegen alle, die uns bei dieser Arbeit zu Hülfe gekommen sind. Wir danken herzlich den Herren Mastart und Michel Lévy für ihre wohlwollende Unterstützung. Dank der freundlichen Vermittlung des Herrn Prof. Suell hat die österreichische Verwaltung in liebenswürdigster Weise die erste Tonne vorbehandelter Rückstände zu unsrer Verfügung gestellt (aus der Staatswerkstatt zu doachimsthal in Böhmen). Die Akademie der Wissenschaften zu Paris, die „Société d’Encouragement pour l’Industrie nationale“ und ein anonymer Geber haben uns die Mittel zur Behandlung einer gewissen Quantität von Substanz gegeben. Unser Freund, Herr D ebierne, hat die Behandlung des Minerals geleitet, die in der Fabrik der „Société centrale de produits chimiques” ausgeführt wurde. Diese Gesellschaft hatte sich bereit erklärt, die Behandlung ohne Nutzen für sich auszuführen. Allen diesen sprechen wir unsren aufrichtigsten Dank aus.Google Scholar
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  8. Wir hatten kürzlich den Schmerz, diesen ausgezeichneten Gelehrten zu verlieren, mitten in seinen schönen Untersuchungen über die seltenen Erden und die Spektroskopie, deren Methoden man wegen ihrer Vollendung und Präcision nicht genug bewundern kann. Wir bewahren der vollendeten Liebenswürdigkeit, mit der er an unsrer Arbeit teilgenommen hat, ein inniges Andenken.Google Scholar
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    Im Jahre 1899 teilte Herr St. Meyer [Wied. Ann. 69,237 (1899)] mit, daß radiumhaltiges Baryumkarbonat paramagnetisch sei. Herr M eyer batte jedoch mit einem sehr wenig Radium enthaltenden Präparat gearbeitet, dessen Gehalt an Radium wahrscheinlich höchstens ein Tausendstel betrug. Das Präparat hätte sich demnach diamagnetisch zeigen müssen. Wahrscheinlich enthielt der Körper eine kleine eisenhaltige Verunreinigung.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1904

Authors and Affiliations

  • W. Kaufmann
    • 1
  1. 1.BonnDeutschland

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