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Exkurs: Die Bilanz als Kreditunterlage

  • Carl Zimmerer
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Zusammenfassung

Es ist bekannt, daß Banken die Höhe und die Fristigkeit der Kreditgewährung im allgemeinen von einer Reihe von Zahlenvergleichen ableiten, die sie aus den Bilanzen gewonnen haben. Und zwar gilt als Regel, daß man von den Nicht-Aktiengesellschaften die Einkommensteuerbilanzen anzufordern habe, weil die Steuerpflichtigen schon aus Gründen der Steuervermeidung den Gewinn so niedrig wie möglich errechnen. Von den Aktiengesellschaften fordert man hingegen die Handelsbilanzen ein, weil die Vorstände dahin tendieren, den Gewinn gegenüber den Aktionären noch niedriger auszuweisen als gegenüber dem Finanzamt. Gemäß der alten Regel, daß eine gute Bilanz immer besser ist, als sie aussieht, und eine schlechte immer schlechter, als sie aussieht, tendiert man dahin, Kredite nur denjenigen Unternehmungen anzubieten, die diese auf Grund ihrer ausgezeichneten Liquidität eigentlich nicht nötig haben — eine Tendenz, die Schmalenbach außerordentlich scharf kritisiert hat. Der Grund für dieses Gebaren ist einleuchtend; die Banken geben in erster Linie kurzfristigen Kredit. Dieser kann nicht das Eigenkapital ersetzen; er muß durch Umschuldung auf den teueren Lieferantenkredit oder durch Abbau der eigenen Zielgewährung des Bankkunden umgehend liquidierbar sein.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1963

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  • Carl Zimmerer

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